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Rei­se­fieber #5: Leinen los !

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Frank, einer meiner ent­fern­teren Schul­freunde, besaß ein Segelboot. Es war ein behä­biger Jol­len­kreuzer, eigentlich mehr eine schwim­mende Datsche, aber natürlich sagte man es dem stolzen Seemann nicht. Er hatte, während er auf einen Stu­di­en­platz wartete, vier Jahre bei der Marine zuge­bracht, und das See­män­nische überkam ihn, sobald er sich seinem Boot näherte.

Leider lag es nur am Bodensee, aber immerhin hieß das Revier ja auch „Schwä­bi­sches Meer“. Wenn man ihn dort urlaubs­halber besuchte, bekam man jedes mal zu hören, dass sich die anderen Boots­eigner leider völlig unschiffig ver­hielten, da sei kein Zuch dahinter, es fehlte nur, dass er „bei den Zivi­listen“ sagte. Auf seinem eigenen Boot mit dem sin­nigen Namen Albatros ging es dagegen zu wie bei einer Wehr­übung. Alle Leinen lagen auf­ge­schossen an ihrem Platz, das Deck war geschrubbt, die polierten Mes­sing­be­schläge glänzten, als wollte er das Schiffchen ver­kaufen. Die winzige vor Bootslack spie­gelnde Koje war mit rot karierten Vor­hängen und Kunst­le­der­polstern aus­ge­stattet, Licht kam aus bat­te­rie­ver­sorgten Petro­li­um­funzeln. Es roch nach Putz­mittel. Man musste sich aber hüten, irgend­etwas zu kom­men­tieren, wenn man mit der see­män­ni­schen Bezeichnung nicht ver­traut war. Sonst belehrte einen Frank geduldig oder strafte mit Ver­achtung.

Die Törns mit ihm waren aus­nahmslos anstrengend, er schrie vor­schrifts­mäßig Befehle und for­derte deut­liche Ant­worten, denn das sei im Gefah­renfall über­le­bens­wichtig. Deshalb wurden bei jedem Ausflug Mann-über-Bord-Manöver geübt, auch Ruder­bruch und Auf­laufen auf eine Sandbank. Am Bodensee.

Ober­peinlich war es, wenn man sich einem Steg näherte und Manöver nach seiner Anweisung aus­führen musste. Wenn dann kein Fest­macher mit Palstek parat lag oder man beim Lei­ne­werfen den Poller ver­fehlte… Dann stand Skipper Frank stock­steif an seiner Pinne, jeder Zoll ein ver­zwei­felter Boots­eigner. Im Hafen von Meersburg wäre er aber vor Scham fast abge­soffen. Da fragte ihn vom Deck eines endlos langen Schä­ren­kreuzers eine braun­ge­brannte Blondine mit noch län­geren Beinen: „Isch des e Leihboot?“

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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