Häuser

Unter­künfte von Architekt:innen für Rei­sefans ent­worfen: Unsere Sammlung hoch­wer­tiger Feri­en­do­mizile — auch via Karte. Kennen Sie schon unseren Neu­zugang?

Außer­ge­wöhn­liche Orte und Loca­tions finden — für Work­shops, Team­e­vents, Mee­tings, Yoga-Retreats oder private Feiern.

Magazin

In Rubriken wie Homes­tories und Insights hinter die Häuser blicken, Gastgeber:innen besuchen oder Posi­tionen zu aktu­ellen Themen lesen.

Shop

URLAUBSARCHITEKTUR ist das füh­rende Web­portal für archi­tek­to­nisch bei­spiel­ge­bende Feri­en­häuser. Wir geben auch preis­ge­krönten Cof­fee­table-Bücher heraus – diese sind im Buch­handel erhältlich und in unserem Shop.

Über uns

Was wir machen: ein beson­deres Netzwerk für besondere Häuser.

Wie funk­tio­niert Urlaubs­ar­chi­tektur?

Wie Sie mit Urlaubs­ar­chi­tektur Ihr Feri­en­do­mizil finden und wo Sie es buchen können.

Partner werden

Ihr Haus passt zu Urlaubs­ar­chi­tektur? Zeit, dass wir uns ken­nen­lernen!

Real Estate

For sale! Hier finden Sie unsere aktu­ellen Ver­kaufs­an­gebote. Angebote und Gesuche von span­nenden Immo­bilien.

News­letter

Jetzt für unseren News­letter anmelden.


Häuser

Unter­künfte von Architekt:innen für Rei­sefans ent­worfen: Unsere Sammlung hoch­wer­tiger Feri­en­do­mizile — auch via Karte. Kennen Sie schon unseren Neu­zugang?

Spaces

Außer­ge­wöhn­liche Orte und Loca­tions finden — für Work­shops, Team­e­vents, Mee­tings, Yoga-Retreats oder private Feiern.

Magazin

In Rubriken wie Homes­tories und Insights hinter die Häuser blicken, Gastgeber:innen besuchen oder Posi­tionen zu aktu­ellen Themen lesen.

News­letter

Jetzt für unseren News­letter anmelden.

Rei­se­fieber #8: Voll gepackt

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Lästig ist es, sich vor der Abreise in den Urlaub zu ent­scheiden, was man alles mit­nehmen muss. Man kennt die Umgebung nicht, und zum Käptn’s Dinner kann man nicht im Pullover kommen. Also packt man lieber eine Hose und ein paar Schuhe mehr ein.

Die Kunst des Ver­stauens will gelernt sein, damit alles mög­lichst unzer­knittert am Rei­seziel ankommt. Vor einigen Jahren wurden dazu Koffer benutzt. Legendär sind die Schrank­be­hälter, mit denen sich der Hochadel, wenn er zur Som­mer­frische nach Ischl oder Gastein fuhr, seine Kle­dasche vom dienst­baren Per­sonal trans­por­tieren ließ – nachdem die Möbel schon vor­aus­ge­schickt waren. Aber das ist eher ein his­to­ri­scher Aperçu, der Bürger besaß einen Kof­fer­kasten mit Griff. Er war aus was­ser­fester Pappe, manchmal mit Ver­stär­kungs­leisten her­ge­stellt, vor­nehmer war ein Modell aus Leder. Gemeinsam war diesen Koffern, dass man sie nicht tragen konnte. Sie waren kantig, schwer und nicht dafür vor­ge­sehen, von Laien befördert zu werden. Wer sein Hand­gepäck pflegen wollte, knöpfte es in einen Schon­bezug, das sah dann ziemlich peinlich aus, wenn man die Tante vom Bahnhof abholen musste. Das Markl für den Dienstmann mit der grünen Schürze opferte man nur in größter Not. Und bei der Vor­fahrt am Hotel hinkte ein gebrech­licher alter Mann heran, dem man mit schlechtem Gewissen den Kof­ferraum öffnete.

Dies ist nun auch schon wieder Geschichte. Wer heute ver­reist, befindet sich nicht auf der Flucht mit behelfs­mä­ßigen Trans­port­be­hältern. Die Angebote an lautlos roll­baren, funk­tional und ergo­no­misch ent­wi­ckelten Rei­se­be­gleitern sind endlos. Selbst die Trolleys in Größe eines Tabak­beutels sind mit Teflon-gela­gerten Walzen aus­ge­stattet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Elek­tro­an­trieb Standard wird. Wenn man am Flug­hafen an der Gepäck­ausgabe steht, kann man das kon­kur­rie­rende Gegen­ein­ander von schlag­festen, hoch­glän­zenden, popfar­benen, matt­schwarzen, alu­sil­bernen Designer-Schalen ver­gleichen. So bleibt man auch nach der Ankunft nicht unbe­ob­achtet. Eine Alter­native wären Ruck­säcke, aber da fragt man jetzt besser einen Ortho­päden.

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

2Kommentare

2 Kommentare

Stimmt. Die Kof­fer­auf­kleber waren die Stock­nägel der fünf­ziger Jahre. Damals noch keine Sticker, man konnte sich damit den Koffer richtig ver­sauen. Dom­hotel Köln hatten wir übrigens auch ;-))

Bachmann sagt:

Sehr schöne Skizze über das Rei­se­mo­biliar der Ver­gan­genheit, das, und das darf man nicht aus­klammern, heute vor allem bei Haus­halts­auf­lö­sungen nochmals ans Tages­licht kommt. Was aber für uns Kinder damals das Grösste war, ist heute ganz ver­schwunden: Die Kof­fer­auf­kleber, die mehr oder weniger deutlich zeigten, wo die Herr­schaften schon überall gewesen waren, in Venedig, im Eden du Lac oder im Dom­hotel zu Köln.

Geberzahn sagt:

Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem * markiert
Bei Buchungsanfragen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweiligen Vermieter. Wie funktioniert URLAUBSARCHITEKTUR? Lesen Sie unsere FAQ.