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Rei­se­fieber #9: Haus­häl­te­risch

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Wenn meine Eltern in Urlaub fuhren, und sei es nur übers Wochenende in ihr Feri­enhaus, stellte sich ein bestimmtes Abrei­se­ritual ein. Meine Mutter räumte bereits seit Stunden alles zusammen. Mein Vater schlüpfte nur in seinen Mantel, setzte den Hut auf und ging zum Auto. Dort stellte er sich rau­chend hin, schließlich stieg er mit leisen Anzeichen von Ungeduld ein, fuhr aus der Garage und wartete mit lau­fendem Motor.

Ich saß auf der Rückbank und sah, wie mein Vater den Kopf schüt­telte. Was macht diese Frau bloß? wun­derte er sich. Dann kam meine Mutter mit Taschen, Körben, Beuteln bepackt, wies auf Kartons und Töpfe, die noch zu holen seien, auf Decken, Besen, Gar­ten­geräte, Netze mit Gemüse, Ter­rinen mit Suppe, volle Kuchen­bleche, leere Kannen. Mein Vater sah sich das alles an und erin­nerte, dass wir nur über das Wochenende weg­fahren würden. Dieser Punkt blieb indes strittig zwi­schen ihnen.

Wir fuhren los. Mein Vater stellte nun Nach­for­schungen an, fragte, warum der grüne Topf mit musste, um gegen den blauen getauscht zu werden. Meine Mutter konnte das unwi­der­legbar erklären. Bei ihrem Disput trafen welt­an­schau­liche Über­zeu­gungen in einer Grund­sätz­lichkeit auf­ein­ander, wegen denen an anderen Orten Kriege geführt werden. Mein Vater betrachtete das Thema nämlich vom Stand­punkt der Planung, wofür er Frauen von vorn­herein für unge­eignet hielt. Meine Mutter legte einen fle­xiblen haus­frau­lichen Maßstab an und erin­nerte an die halbe Roulade, die man doch nicht habe weg­werfen können. Außerdem seien Cham­pi­gnons gerade im Angebot gewesen. Hierauf erei­ferte sich mein Vater über die mög­liche Gif­tigkeit von Pilz­ge­richten, weshalb man wegen ihm keine Cham­pi­gnons hätte kaufen müssen. Es sei gera­dewegs ein Leichtsinn! Um seinen Worten Nach­druck zu ver­leihen, fuhr er die nächsten Kilo­meter besonders ruppig, also wollte er damit das Gemüse unge­nießbar im Kof­ferraum ver­teilen. So verging die Zeit für uns Kinder auf der Rückbank wie im Flug.

Später, als alle das Abendbrot mit dem unbe­zahl­baren Blick in den Wald genossen, sorgte mein Vater für einen wür­digen Abschluss des Disputs. „Deine Roulade“, sagte er zu meiner Mutter, während er sich die letzten Fasern Rind­fleisch aus den Zähnen sto­cherte, „die macht dir so leicht keiner nach.“

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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