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Rei­se­fieber #19: Glau­bens­fragen

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Meine Frau und ich leben in einer soge­nannten Mischehe. Das heißt, wir sind beide ein­deutig hetero ori­en­tiert. Aber auch unsere bevor­zugten Urlaubs­ziele werden von diver­gie­renden Glau­bens­fragen bestimmt. Meine Frau bevorzugt das Meer – Nordsee, Ostsee, Atlantik –, ich möchte auf jeden Fall in die Berge. Ein Kom­promiss sind ober­ita­lie­nische Seen oder das Mit­telmeer. Da muss man wenigstens über die Alpen fahren. Was das mit Religion zu tun hat? Sehr viel. Sehen Sie, wenn ich an der Nordsee stehe und über das endlos blei­graue Wasser schaue, brauche ich einen starken Glauben. Da ist nämlich rundum nichts zu sehen. Nach zwei Wochen Som­mer­urlaub würde ich es nicht mehr grund­sätzlich aus­schließen, dass die Erde eine Scheibe ist. Es kommt ein Schiff geladen, hoffen die Evan­ge­li­schen, irgendeine Gnade. Meine Frau gehört auch dazu. Alle zehn Jahre schafft sie es, dass wir nach Norden fahren. Obwohl ich Pazifist bin, ver­buche ich diese Schwer­wetter-Manöver im Watten-Schlick als Wehr­übung.
Wie herrlich ist dagegen selbst ein kurzes Feri­en­wo­chenende in den Bergen! Schon die Barock­kirchen, die dem Katho­liken den Weg weisen – alles Inku­nabeln der Bau­ge­schichte! – bereiten auf das tran­szen­dente Erlebnis vor. Es geht in die Höhe, zum Licht. Wie ist es dem Herrn, als er diese eine Schöp­fungs­woche mal gear­beitet hat, zau­berhaft gelungen, dass der Boden­teppich seiner Erde so groß­artige Gebirgs­falten schlägt! Da dürfen wir nun hin­auf­steigen und uns übungs­halber dem Himmel nähern. Sursum corda! Empor die Herzen! Schon die Richtung stimmt also. In Bayern begleiten Hütten den beschwer­lichen Auf­stieg. Sie dürfen auch von Pro­tes­tanten besucht werden, die Ökumene war in den Bergen immer weit fort­ge­schritten. Ob die Evan­gelen auch an der sich anschlie­ßenden rausch­haften Seligkeit teil­haben können, weiß ich nicht. Uns Kat­holen genügt es, wenn wir die letzten Wol­ken­bänke hinter uns gelassen haben und am Gip­fel­kreuz in die glei­ßende Sonne sehen. Da braucht es gar keinen starken Glauben mehr, um sich vor­zu­stellen, dass sich der Himmel auftut, damit wir Seine Herr­lichkeit schauen.
Meine Frau ist immer ein wenig ent­täuscht, weil sie so hoch klettern musste und man nicht einmal das Meer sehen kann. Hei­landzack, Pro­tes­tanten halt!

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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