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Rei­se­fieber #22: Kur­schatten

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Die größte Dichte an sand­beigen und schilf­grünen Blousons gibt es in Kur­orten. Wer ohne sie ankommt, kann sich hier aber passend ein­kleiden. Auch das Angebot an hell­braunen Bequem­schuhen und hub­raum­starken Bade­an­zügen mit Stütz­funktion ist beachtlich. Es wird nur noch über­troffen von den Mine­ra­li­en­läden. Warum es in Kur­orten solche beson­deren Andenken­ab­ga­be­stellen gibt, wäre eine Unter­su­chung wert. Es mag am Alter der Ziel­gruppe liegen oder an der aus­glei­chenden Wirkung der bal­neo­lo­gi­schen Anwen­dungen, dass sich Kur­gäste für Kunst­ge­werb­liches aus Rosen­quarz oder Malachit inter­es­sieren. Auf Neben­ein­nahmen sind die Badeorte aller­dings dringend ange­wiesen. Das Geschäft lahmt. Die gol­denen Zeiten, als Beamte und Ange­stellte zur Wie­der­her­stellung ihrer vollen beruf­lichen Leis­tungs­fä­higkeit jedes Jahr zur Kur fahren durften, sind lange vorbei. Gegen die ver­hee­renden Krank­heits­bilder – Schlaf­lo­sigkeit, innere Unruhe, Appe­tit­mangel und Schwin­del­ge­fühle – wird keine Kur ver­ordnet, da soll Yoga in der Volks­hoch­schule reichen. Die Kli­niken der Leis­tungs­träger stehen deshalb leer. Wer heute einen the­ra­peu­ti­schen Auf­enthalt spen­diert bekommt, hat post­akute oder reha­bi­li­tative Anwen­dungen nötig. Da muss zuvor schon ein ganzes Stück Darm oder Knochen demon­tiert oder eine umsatz­ge­fähr­dende Depression fest­ge­stellt worden sein, bevor man sich in die Für­sorge eines Kurbads begeben darf.
Ob die Anwen­dungen dann immer große Freude bereiten, wenn man auch bei einem Band­schei­ben­vorfall auf cho­le­ste­rinarme Kost gesetzt wird, muss man bezweifeln. Als Hermann Hesse sich einmal zur Kur begeben hatte, sin­nierte er über die schwarz­be­strumpften Saal­töchter seines Bad­hotels, die den Stoff­wech­sel­kranken delikate Schinken, saftige Schnitzel, krosse Braten, wun­derbare Kuchen, Pud­dings und Krems ser­vierten, „sie sind ganz ohne Kur von selber so schlank und beweglich und dies dünkt uns doch des tie­feren Nach­denkens wert“.
Wir können Hesse gut ver­stehen. Die Kran­ken­kassen haben das bislang einfach unter­schätzt. Gutes Essen und die Betreuung durch junges hüb­sches Per­sonal trägt ent­scheidend zum Erfolg einer Kur bei.

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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