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Rei­se­fieber #26: Ohne Schwung

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Wir ver­reisen nicht nur in ferne Länder, wir holen sie mit unver­wech­sel­baren Requi­siten auch zu uns nach Hause. In den 1950er Jahren waren das die Chi­an­ti­fla­schen, die als Tropf­ker­zen­halter im Par­ty­keller das dolce far niente von der Adria impor­tierten. Später mit zuneh­menden Urlaubs­radien kamen Buddhas aus Holz, Ele­fanten aus Messing und Löwen aus grünem Stein dazu. Asien halt.

Auf halber Strecke, mitten im Kalten Krieg, als man bei uns soli­da­risch alles Ame­ri­ka­nische als Bot­schaft einer bes­seren Welt betrachtete, gehörte die Hol­ly­wood­schaukel zu den Sehn­suchts­ob­jekten des Mit­tel­stands. Als meine Eltern in ihr neues Haus zogen, wurde irgendwann so ein Trumm ange­schafft. Natürlich war es kein Rei­se­mit­bringsel, sondern eine Lie­ferung des orts­an­säs­sigen Möbel­ge­schäfts. Die hell­roten Polster und das Stoffdach waren mit Blu­men­mustern bedruckt, passten damit gut zu unserem Kaf­fee­kan­nen­wärmer. Damit der Stoff nicht in der Sonne ver­bleichte oder nass regnete, wurde die Schaukel unter das Ter­ras­sen­vordach gerückt. Das war so, als würde man seinen Carport in die Garage stellen. Vor allem blieb es jetzt im Wohn­zimmer finster, weil vier Qua­drat­meter Stoff die Glas­front ver­dun­kelten.

Für uns Kinder war eine Hol­ly­wood­schaukel natürlich das Größte, das Still­sitzen bei Tisch endlich abge­schafft. Aber der Spaß währte nicht lange, da sich die Erwach­senen von dem Geschaukel belästigt fühlten. Außerdem wollte sich immer jemand dazu setzen, dann hieß es Ruhe geben. Wenn man sich mit den Tanten auf kein sanftes Wiegen einigen konnte, wurde die Schau­kelbank mit zwei Sturm­haken arre­tiert. Das war blöd. Kam Besuch, bot man ihm gön­nerhaft die Plätze auf der Hol­ly­wood­schaukel an. Dann saßen die armen Leute neben­ein­ander und konnten kaum über den hohen runden Tisch sehen. Die auf den Außen­plätzen erreichten nicht mehr ihren Kuchen­teller oder ver­schüt­teten den Kaffee, wenn die Schaukel sich doch uner­wartet bewegte. Es hatte etwas von Gei­sel­nahme. Geschah ihnen recht, wenn sie uns Kinder ver­drängten.

Später als Stu­denten fanden wir die Hol­ly­wood­schaukel ziemlich daneben. Sie war inzwi­schen ver­schossen, rostig und quietschte. Was konnte von den US-Impe­ria­listen schon Gutes kommen!

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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