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Rei­se­fieber #32: Der Tod von Venedig

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Venedig ist ein Son­derfall. Hier macht niemand Som­mer­urlaub am Meer. Wer den Lido besucht, mäkelt über die Algen­plage und die stupid hin­ter­ein­ander gereihten Bade­häuschen. Und selbst wer im Excelsior absteigt, sagt bei­läufig, man könne ja duschen, wenn man aus der warmen, sup­pen­grünen Brühe steigt. Denn man kommt eigentlich wegen irgend­einer Biennale in die Stadt.

Anders ergeht es den Rei­senden, die auf den rie­sigen Kreuz­fahrt­schiffen durch den Gui­decca-Kanal geschleppt werden. Sie können im klaren Wasser des Bord­pools sielen, während die Sere­nissima zum Greifen nah vor­über­zieht und man hoffen muss, dass kein ehr­gei­ziger Costa-Capitano die Salute-Kirche rammt. Tat­sächlich wäre die Lagune nur 70 cm tief, aber wegen dieser Dampfer und der Öltanker nach Mestre werden die Kanäle regel­mäßig aus­ge­schürft, was einen Stadt zer­stö­renden Was­ser­zu­fluss auslöst.

Von ihm pro­fi­tieren auch die rie­sigen Pri­va­t­yachten, die neben den Giardini fest­machen. Sie sehen heut­zutage so nie­ren­ti­schig aus, als seien sie alle von Jürgen Mayer H. ent­worfen. Der Luxus, den sie demons­trieren, ist unbe­schreiblich. Die Fender, die über die Bordwand hängen, sind groß wie Öltanks und mit dun­kel­blauem Alcantara über­zogen, die makellos weißen Fest­macher laufen durch hand­ge­nähte Leder­man­schetten, damit die ros­tigen Poller keine Spuren hin­ter­lassen. Jeden Morgen reinigt die Crew die Bord­wände mit angenehm tem­pe­riertem San Pel­le­grino. So kommt wenigstens einmal klares Wasser in die Bucht. Denn eine Kana­li­sation gibt es nicht, man ver­traut auf die Drei­kammer-Gruben, über die alle Haus­be­sitzer ihre eigenen Fäkalien und die von jährlich 30 Mil­lionen Tou­risten ins Meer pumpen.

Was hinter den scheu­nent­or­großen schwarzen Scheiben der Yachten pas­siert, lenkt unsere Phan­tasie in Ber­lus­conis Umgebung. In ahnungs­volle Was­sernähe kommen die mit­ei­senden jungen Damen nur bei einem Ausritt mit dem zehn Meter langen Speedboat, das über zwei Aus­leger aus einer Garage in der Bordwand gehievt wird.

Venedig muss das alles aus­halten.

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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