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Rei­se­fieber #36: Aus­ge­rastet

Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv. Er ist im April 2015 erschienen, möglicherweise sind nicht mehr alle Details aktuell.

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Wenn wir mit dem Auto in Urlaub fahren, sind Autobahn-Rast­stätten unsere unver­meid­lichen Zwi­schen­halte. Auf der Hin­fahrt betritt man sie als Etap­pen­station, die auf Hotel oder Feri­en­wohnung, das neue tem­poräre Zuhause, vor­be­reitet, auf der Rück­fahrt bilden sie die gebaute Annä­herung von der fremden Umgebung zur eigenen Wohnung. Schon der Name Rast­stätte hat etwas Beru­hi­gendes. Erstaunlich, dass der Begriff noch nicht durch ein eng­li­sches Wort ersetzt wurde. Rast­stätte: Da sieht man Bilder von Ludwig Richter, auf denen eine schlanke Maid einem erschöpften Wan­dersmann einen Krug Wasser reicht, man erinnert sich an biblische Pas­sagen, an die Semantik von Labsal und Erqui­ckung, die uns der Herr auf dem Weg ins Him­mel­reich bereitet. Aber wir wollten eigentlich nur aufs Klo und den Fah­rer­wechsel für einen Espresso nutzen.

Aber so einfach ist das nicht. Rast­stätten sind Rei­se­kauf­häuser, die einem den Weg mit end­losen Ange­boten sinn­loser Dinge ver­stellen. Typisch: Eltern mit einem ver­schwitzten dicken Quen­gelkind, das in der Pause mit Pommes, Nutella und Cola sediert wird und sich beim Ver­lassen das Ruck­säckchen mit Spiel­sachen voll stopfen darf. Eine Rast­stätte ist deshalb ein wun­der­barer Ort, ein Mikro­kosmos, um unsere viel­ge­staltige Welt auf kleinstem Raum kennen zu lernen.

Die Fern­fahrer, die separat mit kräf­tigen Mahl­zeiten ver­köstigt werden, als hätten sie ihren Lastzug unter kör­per­lichem Einsatz her­bewegt, die auf­ge­regten Paare, die das erste Mal zusammen in Urlaub fahren oder die stillen, die rou­ti­niert die Routine ihres Zusam­men­lebens unter­brechen, dann die demü­tigen Rei­se­gruppen aus China, die die hell­blauen Sanifair-Toi­letten foto­gra­fieren, die Cowboys in Fran­sen­kluft, die hoffen, dass man ihre Kawa für eine Harley hält, und natürlich die Han­dels­ver­treter vulgo Fir­men­re­prä­sen­tanten, die sich die Kra­watte lockern, Papiere sor­tieren und ihr Handy befragen. Gehen sie zum Kunden, kommen sie vom Kunden? Haben sie erfolg­reich abge­schlossen, oder kam doch wieder die Kon­kurrenz zum Zug? Die meisten fahren einen neuen Audi, das gilt als neu­trales Indiz der Auf­stiegs­ori­en­tierung. Wir lau­schen ihnen, ihren Texten, ver­gleichen sie mit den Aus­sagen vom Nach­bar­tisch. Das ist unser pri­vater Dax: Geschäfts­klima ver­halten opti­mis­tisch. Gut so, wenn alle arbeiten. Geht uns nichts an, wir fahren in Urlaub.

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jou­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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