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Rei­se­fieber #37: Crowd-Sourcing

Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv. Er ist im May 2015 erschienen, möglicherweise sind nicht mehr alle Details aktuell.

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Wenn man in Urlaub fährt, egal ob nach Meran oder Malle, will man nicht unbe­dingt seine Nachbarn von zuhause treffen. Über­haupt sind andere Rei­sende eher lästig. Urlaub trägt den Nimbus des Pri­vaten. Was nicht aus­schließt, dass man mit Freunden ver­reist. Aber den Heer­scharen wei­terer Tou­risten will man lieber ent­gehen. Eher mit­leidig schaut man auf die Pulks, die in Hei­delberg oder Din­kelsbühl einem Frem­den­führer folgen, der sich mit hoch erho­benem Knirps unüber­sehbar einen Weg durch die Fuß­gän­gerzone bahnt. Auch bei den Hun­dert­schaften, die von Kreuz­fahrt­schiffen in his­to­rische Welt­erbe­stätten strömen und sofort von bet­telnden Kindern ver­folgt werden, mag man nicht dabei sein.

Rei­se­gruppen sind eine Deklas­sierung. Es beginnt bei den Männern, die sich zum Vatertag auf eine bier­selige Exkursion begeben, den unter­neh­mungs­lus­tigen Frauen, die Jung­ge­sel­lin­nen­ab­schied feiern und unvor­be­reitete Mit­rei­sende in Rol­len­spiele ver­wi­ckeln. Eine Qual, ein Zug­abteil zu durch­queren, in dem sich alle kennen und gut­ge­launt und erwar­tungs­hungrig ihrem Urlaub ent­ge­gen­fahren. Da gibt es keinen Unter­schied zwi­schen den Aus­flügen von Schul­klassen und Alten­heimen. Man ist immer der Außen­seiter, der nichts ver­steht, nicht mittrinkt, nicht mit­lachen kann.

Merk­würdig mutet es einen an, wenn in einem Lokal zum Essen ein Allein­un­ter­halter Stimmung macht. Was sogar gelingt, wenn er auf seiner Orgel die rich­tigen Melodien anstimmt und mit ein paar Dia­lekt­brocken die Tische mit Rhein­ländern, Schwaben und Hessen her­aus­fordert, sich zu erkennen geben. Das Liedgut, in das dann in Bad Pyrmont, Meersburg oder Dei­desheim ein­ge­stimmt wird, ist unzer­störbar. Bei Abba und Maffey haben alle nur mit­ge­summt, aber von Lili Marleen kennen die dau­er­ge­wellten Damen alle Strophen. Wer hat ihnen nur die trä­nen­selige Land­s­er­ballade über­liefert? Jetzt werden die Tische abge­räumt, der Orgler dreht auf, es wird getanzt. Die mit­ein­ander ver­trauten Paare wissen, wie sie dia­gonal ver­setzt mit ihrer Lei­bes­fülle zurecht kommen. Man gehört dazu oder nicht. Nur Sitzen, Gucken, Grinsen, das sehen sie nicht gerne, die deut­schen Rei­se­gruppen.

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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