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Rei­se­fieber #38: Down­grade

Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv. Er ist im May 2015 erschienen, möglicherweise sind nicht mehr alle Details aktuell.

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Natürlich ver­gessen wir nicht, in welchen tollen Hotels wir schon einmal über­nachtet haben. Vor allem die mit fünf Sternen, die man mit einer Fir­men­ein­ladung hat betreten dürfen oder sich als redu­ziertes Pau­schal­ar­ran­gement in der sauren Gur­kenzeit geleistet hat.

Viel ein­präg­samer sind aber die Zumu­tungen, die einem in schlechten Absteigen wider­fahren sind. Meine ersten Hotel­erfah­rungen ohne Eltern fanden zu einer Zeit statt, als der so genannte Kup­pel­pa­ra­graph gerade abge­schafft worden war. Aber das wussten wir Stu­denten nicht. Auf jeden Fall rech­neten wir damit, dass die Wirtin uns beim schüch­ternen Fragen nach einem preis­werten Dop­pel­zimmer aus dem Haus jagte, weil sie sich nicht mit der För­derung von Unzucht strafbar machen wollte. Natürlich pas­sierte das nie, deshalb war man dankbar und mit allem ein­ver­standen. In Regensburg mit fetten Essens­ge­rüchen, die einem auf dem Weg zur Flur­toi­lette ent­gegen schlugen, in Graz mit gur­renden, kackenden, feder­stie­benden Tauben vor dem Hin­ter­hof­fenster, in Straßburg mit einem aus­ran­gierten Ehebett, bei dem einen die dünne Matratze auf den schlaffen Draht­ma­schen beim Liegen in Sitz­po­sition faltete.

In Ams­terdam war die Kälte der größte Feind. Im Zimmer gab es einen Gas­kamin mit Münz­einwurf. Seine Wär­me­abgabe ent­sprach einem Advents­kranz Anfang Dezember. Um Heiz­kosten im Restaurant zu sparen, stellter der Ver­mieter das spar­ta­nische Früh­stück lieber jeden Morgen vor die Zim­mertür. In Venedig quälten dagegen die Hitze und die Mücken. Das winzige Gelass ließ sich auch nur mit strenger Logistik bewohnen: Man konnte den Koffer öffnen, wenn man ihn auf das Bett legte. Bei Nacht sicherte das Gepäck­stück zwar ganz gut die kaputte Tür, aber dann war Weg ins Bad ver­sperrt. Bei solchen Rol­len­spielen lernt man seine neue Freundin am besten kennen.

Wie fad war es da in New York. Es musste unbe­dingt das Para­mount sein wg. Philippe Starck. Für den gerade noch akzep­tablen Preis erhielt man im ersten Stock ein Zimmer in Venedig-Größe. Auch gut. Aber dann stellte sich heraus, dass das Fenster nur zu einem kami­n­ar­tigen fins­teren Luft­schacht führte. Auf Simshöhe lag der lär­mende Auslass der Kli­ma­anlage.
Es war das erste Mal, dass ich auf dem Rückflug wie ein Mur­meltier geschlafen habe.

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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