Häuser

Unter­künfte von Architekt:innen für Rei­sefans ent­worfen: Unsere Sammlung hoch­wer­tiger Feri­en­do­mizile — auch via Karte. Kennen Sie schon unseren Neu­zugang?

Außer­ge­wöhn­liche Orte und Loca­tions finden — für Work­shops, Team­e­vents, Mee­tings, Yoga-Retreats oder private Feiern.

Magazin

In Rubriken wie Homes­tories und Insights hinter die Häuser blicken, Gastgeber:innen besuchen oder Posi­tionen zu aktu­ellen Themen lesen.

Shop

URLAUBSARCHITEKTUR ist das füh­rende Web­portal für archi­tek­to­nisch bei­spiel­ge­bende Feri­en­häuser. Wir geben auch preis­ge­krönten Cof­fee­table-Bücher heraus – diese sind im Buch­handel erhältlich und in unserem Shop.

Über uns

Was wir machen: ein beson­deres Netzwerk für besondere Häuser.

Wie funk­tio­niert Urlaubs­ar­chi­tektur?

Wie Sie mit Urlaubs­ar­chi­tektur Ihr Feri­en­do­mizil finden und wo Sie es buchen können.

Partner werden

Ihr Haus passt zu Urlaubs­ar­chi­tektur? Zeit, dass wir uns ken­nen­lernen!

Real Estate

For sale! Hier finden Sie unsere aktu­ellen Ver­kaufs­an­gebote. Angebote und Gesuche von span­nenden Immo­bilien.

News­letter

Jetzt für unseren News­letter anmelden.


Häuser

Unter­künfte von Architekt:innen für Rei­sefans ent­worfen: Unsere Sammlung hoch­wer­tiger Feri­en­do­mizile — auch via Karte. Kennen Sie schon unseren Neu­zugang?

Spaces

Außer­ge­wöhn­liche Orte und Loca­tions finden — für Work­shops, Team­e­vents, Mee­tings, Yoga-Retreats oder private Feiern.

Magazin

In Rubriken wie Homes­tories und Insights hinter die Häuser blicken, Gastgeber:innen besuchen oder Posi­tionen zu aktu­ellen Themen lesen.

News­letter

Jetzt für unseren News­letter anmelden.

Rei­se­fieber #52: Von der Hand in den Mund

Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv. Er ist im December 2015 erschienen, möglicherweise sind nicht mehr alle Details aktuell.

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Was Goethen unterwegs auf seinen beschwer­lichen Kut­schreisen nach Italien gegessen hat, wissen wir nicht. Sicher hat der Geheimrat geschickt navi­giert und keinen Gasthof an der Route aus­ge­lassen, wo es nicht an Gebra­tenem und Gesot­tenem sowie einem Krügel Wein gefehlt haben wird. Worauf wir ein­gehen wollen, ist die Brotzeit, die Vesper, die man während der Fahrt ver­zehrt.

Bei den ersten Aus­flügen, an die ich mich erinnere, war die Ver­sorgung noch ein logis­ti­sches Problem. Der Begriff „Rei­se­pro­viant“ hat nicht zufällig seine Wurzeln im Jargon des Mili­tä­ri­schen. Alt­phi­lo­logen werden ihn aus dem Latei­ni­schen her­leiten: pro via, also für den Weg. Wenn man in Urlaub fuhr, hatte man eine Etappe zu über­winden, da war man auf sich gestellt, die Strecke konnte nur bewältigt werden, indem man sich mit Ess­barem „ver­pro­vi­an­tierte“, wie der Fach­ter­minus lautete. Selbst für eine Bahn­fahrt von Zwei­brücken nach Bad Hersfeld pflegten Mütter, Ehe­frauen, Tanten oder Haus­häl­te­rinnen Stullen zu schmieren, als gelte es einen mehr­tä­gigen Gepäck­marsch zu bewäl­tigen. Zögerte man zunächst noch, gegen die Mit­tags­stunde seine Wurst­brote aus dem Per­gament zu wickeln, so löste sich die Ver­le­genheit sogleich, wenn die Fahr­gäste aus den süd­lichen Ländern ihre Bündel öff­neten und sich über Mor­ta­della, Pro­volone, Oliven, Paprika und Knob­lauch her­machten. Es waren Gast­ar­beiter. Die unter­schied­liche Men­ta­lität zeigte sich gerade beim Essen. Die Fahr­gäste aus Italien, Jugo­slawien und Grie­chenland hatten eine Menü­folge vor­ge­sehen, sie stellten sich ihre Abteil­mahlzeit aus ein­zelnen Zutaten zusammen, sie konnten vari­ieren, impro­vi­sieren, vor allem den Nachbarn etwas anbieten und im Gegenzug fremden Pro­viant kosten. So ergab sich gleich ein gesel­liger Aus­tausch.

Anders der Deutsche. Er hatte seine geschmierte Stulle dabei, Gurke und Senf irrever­sibel auf der Leber­wurst zwi­schen die Brot­scheiben ver­teilt. Die hielt er mit dem Papier umklammert, biss nur in den frei­ge­legten Rand, da sah man schon an der Haltung, dass er nichts abgeben wollte. Nicht selten war er hen­kel­mann­mäßig mit Kar­toffel- oder Nudel­salat ver­sorgt, selbst Pudding löffeln sah man ihn – alles nicht geeignet, um seine Bei­sitzer ein­zu­laden.

Diese Phase ist vorüber. Vor der Glo­ba­li­sierung sind alle gleich. Heiße Hexe, kle­ckernde Döner und japa­nische Nudeln süß-sauer, die man aus einem Karton sto­chert! Was für ein kul­tu­reller Höhe­punkt war ein Korb mit Salami, Zuc­chini und Panini!

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

0 Kommentare

Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem * markiert
Bei Buchungsanfragen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweiligen Vermieter. Wie funktioniert URLAUBSARCHITEKTUR? Lesen Sie unsere FAQ.