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Rei­se­fieber #50: Urlaubs­reife

Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv. Er ist im November 2015 erschienen, möglicherweise sind nicht mehr alle Details aktuell.

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Als Ange­stellter mit tariflich fest­ge­legtem Jah­res­urlaub kann man die Höhen und Tiefen, die man als Feri­en­rei­sender aus­kostet, an jedem Autobahn-Park­platz gleich­zeitig erleben. Wir sitzen auf der Ter­rasse der Rast­stätte Bad Hersfeld, der Kellner ver­teilt kos­tenlos Insider-Tipps über die schnellsten Routen durch die Ver­kehrs­front nach Süden. Unten steuern Wagen­lenker mit pfad­fin­de­ri­schem Talent die wenigen schat­tigen Fleckchen an. Wir sehen:

Eine junge Frau, son­nen­ver­brannt, noch meer­was­ser­ver­klebte Haare, schimpft genervt ihre Kinder, die irgendwo in der heißen Unordnung des mit Surf­brettern und Fahr­rädern beschnallten, lehm­ver­spritzten Cam­ping­busses zetern: Urlaub hinter sich. Ein Vater mit Shorts und weißen Bäcker­beinen läuft nochmals arg­wöh­nisch um den gewie­nerten Opel mit dem neuen Navi herum, Mutter nimmt rasch von der lichter wer­denden Dau­er­welle das Taschentuch, das sie als Son­nen­schutz impro­vi­siert hatte: Urlaub vor sich. Ein alters­loses bron­ze­braunes Paar am Neben­tisch, das schweigend seine Kote­letts schneidet und sich anzu­sehen ver­meidet: Urlaub hinter sich und Haus­segen schief, siehe da! Ein ergrauter Mitt­fünf­ziger samt gepflegter Gattin, beide im dezenten Karo, ent­steigen ihrem kli­ma­ti­sierten Gelände-Benz, bei dem das ganze Gepäck unauf­fällig in den Kof­ferraum passt und der sie diskret und zuver­lässig wie jeden Tag trans­por­tiert: Urlaub, hm? Und das junge Paar in bunten Baum­woll­fetzen, der fast gleich­altrige Fiat hielt durch, beide warm und braun und ver­liebt und-heute-abend-mach’-ich-dir-Spaghetti-wie-in-Italien: Urlaub! Urlaub!

Im Schatten, etwas abseits, haben indes zwei Herren in unge­füt­terten Som­mer­an­zügen Platz genommen. Beide stellen einen kleinen Koffer neben sich, in dem weder Tau­cher­brille noch Ten­nis­schläger Platz hätten. Sie ent­nehmen ihm gleich­zeitig je einen in Leder gebun­denen dicken Kalender und ihrem knit­ter­freien Sakko einen Kugel­schreiber mit Groß­raummine, dazu ein Handy.

Zwei Tonic, ordert der ältere nach kurzem Blick auf seinen jün­geren Begleiter, der bereits seinen Besuchs­be­richt refe­riert. Der Senior blickt sich um, sieht uns, vom Erwerbs­leben kurz­zeitig Aus­ge­mus­terte, und schlägt mit gequältem Lächeln vor, sich gemeinsam der Jacketts zu ent­le­digen. Hemds­är­melig, mit gelo­ckerter Kra­watte, stürzen sie hastig ihre kalte Limonade hin­unter und lassen für einen Moment die Bilder von uns nutzlos in den Urlaub Hin- oder Her­rei­senden im wässrig wer­denden Blick ertrinken … “Schreibst’n da?” fragt mein Enkel, sich von der Vanil­le­kugel zum Wal­nusseis grabend. „Eine Glosse über die eph­emere Glück­se­ligkeit des Urlaubs.” „lm Urlaub?”

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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