Im Dorf Vandans in Vorarlberg steht das Haus Benedikta – ein Montafonerhaus aus dem Jahr 1836, seit Generationen in Familienbesitz und tief in der Baukultur des Tales verankert. Seine Struktur folgt einer Tradition, die über Jahrhunderte aus dem Leben im Montafon hervorgegangen ist: mit Stallbereichen im Erdgeschoss und Wohnräumen darüber.
Eingebettet in das 39 Kilometer lange Montafon-Tal, umgeben von bewaldeten Hängen und hoch aufragenden Gipfeln, wurde das Haus 2020 von architektur.terminal in ein zeitgenössisches Gästehaus umgebaut. Die aus den 1960er-Jahren stammenden Fenster wurden zu Kastenfenstern rückgebaut, das Dach mit Holzschindeln neu gedeckt. Gezielte neue Fensteröffnungen machen die Eingriffe im Baukörper sichtbar und prägen bereits beim Betreten des Hauses die Wahrnehmung: Eine offene Aufenthaltszone reicht bis unter das Dach.
In den Obergeschossen wurde die bestehende Struktur freigelegt und mit unbehandelten Materialien wie Tanne, Schwarzstahl und Stein ergänzt. Eine Stahltreppe führt hinauf in einen Loungebereich mit großem Panoramafenster und weiter zu vier Schlafzimmern, die jeweils über ein eigenes Bad verfügen. Ein Raum bietet zusätzlich eine Schlafgalerie für Kinder.
Über das Haus verteilt sind Spuren der ursprünglichen Struktur erhalten, wie die niedrigen Türrahmen und die typischen „Seelenfenster“ der alpinen Volksarchitektur, die den Innenräumen eine stille historische Präsenz verleihen. Dicke Außenwände und warme Holzoberflächen schützen vor strengen Wintern und greifen zugleich die umliegende Waldlandschaft atmosphärisch auf.
Seit 2026 gehört Benedikta zu einer Reihe von Gästehäusern der dänischen Designmarke Vipp. Die Häuser sind jeweils eng mit ihrem Ort verbunden und zeigen zugleich, wie sich dieselbe Gestaltungssprache in unterschiedlichen architektonischen und landschaftlichen Kontexten entfaltet. Im Erdgeschoss trifft heute eine moderne Vipp-Küche auf die traditionellen Montafonerstuben mit Holzvertäfelung, niedrigen Decken und einem alten Ofen. Antike Möbel stehen neben zeitlosen Leuchten und Objekten des Herstellers und verbinden Vergangenheit und Gegenwart.
Im „Schopf“ – so nennt man im Montafon den seitlichen Anbau des Hauses – wurde im Zuge des Umbaus eine Sauna mit Blick in die Berge integriert. Vor der Sauna öffnet sich ein Garten mit Kräuter- und Blumenbeeten, der mit Sitzplätzen, Feuerstelle und Grillplatz zum Verweilen einlädt.
Was geht hier
Wandern, Klettern, Biken, Rodeln, Winterwandern, Skifahren & Snowboarden, Langlaufen
Warum wir dieses Haus mögen
Benedikta verbindet das Gestern mit dem Heute – Alt und Neu sind klar abgegrenzt und doch harmonisch vereint. Die emotionale Bindung der Gastgeberin an das Haus ist spürbar: Das Haus ist bis in ins kleinste Detail liebevoll gestaltet und vermittelt ein Gefühl des Heimkommens.
Für wen passt dieses Haus
Urlaub mit Familie oder Freunden, Naturliebhaber
Nachhaltigkeit
Anreise ohne Auto möglich: Montafonerbahn bis Vandans
Eigentümer
Die naturverbundene und Interior-begeisterte Gastgeberin Dr. Elisabeth Brändle hat einen starken emotionalen Bezug zu dem Haus, da es mit vielen Erinnerungen an ihre Großmutter verbunden ist. Da die Ärztin das Haus nicht dauerhaft selbst nutzt, stellt sie es temporär Gästen zur Verfügung. Bei der Umgestaltung in ein Gästehaus im Jahr 2020 war ihr wichtig, dass man sich zurückziehen kann, aber auch Gemeinschaft möglich ist. Seit 2026 ist ihr Benedikta Teil der Gästehäuser der dänischen Designmarke Vipp.
Details
| Region |
AT - Österreich, Vorarlberg, Montafon, Vandans Vorarlberg |
| Name | Benedikta |
| Lage | Inmitten eines idyllischen Gartens mit Blick auf die Montafoner Bergwelt |
| Anzahl Gäste | Max. 8 |
| Fertigstellung | 2020 |
| Design | architekturterminal, Röthis - AT |
| Veröffentlicht | NZZ Bellevue (Januar 2024), AD Travel (November 2021) |
| Architektur | alt & neu |
| Unterkunft | Ferienhaus |
| Kriterien | 1-8 (Haus/Wohnung), Berge, Familie, Garten, Sauna, Skifahren, Wandern, Ohne Auto erreichbar |
Verfügbarkeitskalender
Der Kalender zeigt die aktuelle Verfügbarkeit der Unterkunft an. An Tagen mit weißem Hintergrund ist die Unterkunft noch verfügbar. An Tagen mit dunkelgrauem Hintergrund ist die Unterkunft nicht verfügbar.
2 Kommentare
Wir haben uns von der ersten Sekunde an nur wohl und zuhause gefühlt! Haus Benedikta ist bis ins allerkleinste Detail mit Liebe, Geschmack und Qualität ausgestattet. An alles ist gedacht, sei es im Bad, in der Küche, im Vorratskeller, im Schlafzimmer oder im Garten. Wir haben die vielen kreativen architektonischen „Sonderlösungen“ bewundert, uns über die guten Gerüche in jedem Raum gefreut und vor allen Dingen Elisabeths warmherzige Gastlichkeit genossen, cause: best things in life aren‘t things!
Benedikta war das schönste Haus, in dem wir je waren! Ein Haus, in dem man sich fühlt, als lebte man dort! Weil in der Speisekammer Spätzlemehl steht, man in den Weinkeller geht und sich eine Flasche holen kann, weil die Ausstattung der Küche unfassbar ist mit Raclettegerät, Spätzlegerät, Kuchenbackformen, guten Messern etc.
Die Anbindung ans Skigebiet geht auch gut mit den Öffis. Frau Brändle hat viele tolle Empfehlungen! Bregenz und Dornbirn bieten Kunst, Shopping und Kulinarik. Die Sauna ist klasse, die Zimmer sehr angenehm. Wir waren im Winter da und stellen es uns für Sommer auch super vor!