Ihr könnt nach Hause gehen!

Warum Reisen bildet, aber nicht mehr alle um jeden Preis bereist werden wollen

Wir leben in Zeiten des Umbruchs. Die Ballungsgebiete wachsen und werden nachverdichtet, Mietpreise und Wohnraumbedarf steigen dort meist exponentiell, während in der Provinz die Landflucht zunimmt, althergebrachte und gewachsene Strukturen eher schwinden oder der Ausbau moderner Infrastruktur häufig noch stockt. Wieder andernorts klagen Destinationen wie Barcelona, Dubrovnik, Venedig oder Mallorca über Overtourism und versuchen sich zunehmend der Touristenströme zu erwehren.

Was das mit uns, mit URLAUBSARCHITEKTUR zu tun hat?

Viele Partnerhäuser aus unserem Netzwerk liegen in eher ländlichen Regionen. Dort hochwertige Gastgeberkultur und -architekturen verortet zu wissen, erachten wir als kleine, wertvolle Schritte in Richtung zukunftsweisender Reiseangebote – für und mit mehr Weitsichtigkeit und Sinnhaftigkeit.

Andere Urlaubsarchitekturen liegen gar in Gegenden, die bislang nicht oder noch nicht wieder entdeckt worden sind und die noch für Furore sorgen könnten oder dies bereits still und heimlich tun. Auch hier freut es uns zu sehen, dass es immer mehr Beispiele für einen Tourismus gibt, mit dem Einwohner, Gäste und Natur vermutlich auch dauerhaft gut auskommen können. Falls Sie es noch nicht getan haben: Wagen Sie sich mal in Regionen, die sich noch freuen, entdeckt zu werden – der Harz im Herzen Deutschlands beispielsweise, das unberührte Galicien, ferner einsame Inseln vor Norwegen oder Schottland.

Wieder andere unserer Partnerhäuser liegen in bereits gut erschlossenen Urlaubsregionen. Aber selbst dort herrscht vielmals noch ein Mangel an hochwertiger Architektur, zumindest in der Summe.

In den Metropolen haben wir oft erst gar keine Partnerhäuser. Und wenn vereinzelt doch, dann wissen wir, dass sich hier Gäste und Gastgeber mit wahrhaftigem Interesse und auf Augenhöhe begegnen. Es herrscht ein ausbalanciertes Verhältnis vor, das nicht auf Aspekten der Quantität und der Beschleunigung basiert.

Gut gebaute Architektur per se kann selbstverständlich weder die Landflucht aufhalten noch eine Trendwende an überlaufenen Hotspots herbeiführen. Sie trägt allerdings dazu bei, derartige Entwicklungen punktuell abzuschwächen – zumindest mittelbar. Und in Verbindung mit passender Gastgeberkultur kann sie aus unserer Sicht sehr wohl geeignet sein, visionäre Projekte mit Leuchtturmcharakter hervorzubringen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie über unser Netzwerk viele authentische Urlaubserfahrungen machen und immer wieder neue Orte aufspüren, die Sie anregen und begeistern. Und mit deren Wahl Sie, ganz nebenbei, ein kleines Stück Einfluss darauf nehmen, wie es in der (Reise-)Welt weitergeht.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen spannende Entdeckungen an den „Rändern des Tourismus“ und viel Freude beim Kennenlernen neuer Gegenden und Domizile samt ihrer Gastgeber !

 

Hinweis: Bei diesem Text handelt es sich um das Vorwort zu unserem aktuellen Buch Selection 2019.

 

Foto @ олег реутов von Pixabay


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