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Haupt­saison – Zeit für Beschwerden

Beschwerden in der Haupt­saison sind ein Thema für sich, findet unsere Ver­mie­terin. Was sie rund um die Som­mer­ferien besonders umtreibt, lesen sie hier.

im August 2023

 Haupt­saison – Zeit für Beschwerden in  /

Einmal im Jahr bekomme ich einen blauen Brief. Er ist zwar nicht blau und meist ist es eine Mail, aber es fühlt sich so an wie damals, wenn man in der Schule etwas aus­ge­fressen hatte und die Eltern darüber infor­miert wurden. Den Zeit­punkt kann ich mitt­ler­weile vor­her­sagen: Es ist Haupt­saison. Und schlechtes Wetter. Der per­fekte Zeit­punkt für Beschwerden.

Es gibt immer mal wieder Gäste, die etwas zu bemängeln haben. Zum Glück pas­siert das bei uns sehr selten und meist sind es Klei­nig­keiten, die schnell behoben werden können. Und wenn nicht, dann hilft ein per­sön­liches Gespräch. Wenn Gäste merken, dass wir uns kümmern, dann ist eine kaputte Spül­ma­schine ein tech­ni­sches Problem, ein zu hartes Kopf­kissen schnell aus­ge­tauscht — alles kein Drama.

Es gibt aber eine Son­der­ka­te­gorie: die Haupt­sai­son­be­schwerde. Diese ist anders, meist detail­lierter, ten­den­ziell pin­gelig und oft über das Ziel hin­aus­ge­schossen. Und sie erreicht uns erst, wenn der Gast wieder zuhause ist. So wie bei einem Ehepaar, das drei Wochen im Sommer bei uns gebucht hatte. Sie hätten, so schrieben sie, den gesamten Urlaub hinter geschlos­senen Vor­hängen ver­bracht. An eine Nutzung der Ter­rasse sei nicht zu denken gewesen. Ent­weder es hätte geregnet oder Fuß­bälle seien auf den Kaf­fee­tisch gefallen. Detail­liert zählten sie auf, was alles nicht passte und fehlte. Und das war wirklich eine Menge. Auch Dinge, die wir gar nicht ver­sprochen hatten. Um ihren Unmut deutlich zu unter­streichen, schrieben sie als Fazit, dass es bessere und preis­wertere Feri­en­woh­nungen gäbe und diese lägen dann auch noch näher am Strand. Treffer, ver­senkt! Oder ein Gast, der mir schrieb, sie hätten einen schönen Urlaub gehabt, aber seien wegen des schlechten Wetters bereits früher abge­reist. Anschließend zählte er auf, was ihm alles nicht gepasst habe und endete mit einem feh­lenden Aschen­becher. Aber, dachte ich leise, den hätten wir ihm doch geben können. Warum hat er nicht gefragt?

Bei der Kate­gorie Haupt­sai­son­be­schwerde geht es, so habe ich in all den Jahren gelernt, nicht um Pro­bleme, die gelöst werden könnten. Etwas ist schief­ge­laufen im Urlaub und ein Schul­diger bzw. eine Schuldige muss gefunden werden. Petrus hat keine E‑Mail-Adresse, Vermieter:innen schon. Manchmal frage ich mich, ob Gäste, die solche Mails schreiben, über­haupt eine Antwort erwarten? Und was schreibe ich Ihnen?

Aus­löser, die Men­schen den Urlaub ver­hageln, gibt es viele. Und natürlich sind schlecht geputzte Woh­nungen oder falsche Ver­spre­chungen ein trif­tiger Grund dafür. Doch darum geht es nicht in den Gene­ral­ab­rech­nungen. Hier werden Klei­nig­keiten addiert und zu einer großen Gewit­ter­wolke auf­ge­bauscht. Und ich frage mich, sind es viel­leicht Gäste, die früh buchen, die sich bewusst für ein Objekt ent­scheiden, obwohl noch viele andere frei waren? Und jetzt sind sie ent­täuscht von der gebuchten Unter­kunft, viel­leicht aber auch von sich selbst und ihrer Ent­scheidung? Oder liegt der Grund im Haupt­sai­son­preis? Während in der Neben­saison ein bel­lender Hund im Dorf ein kleines Ärgernis ist, driften Problem und Pro­blem­ge­wichtung mit jedem zusätz­lichen Euro weiter aus­ein­ander. Oder liegt es daran — wie Psy­cho­logen gerne in Som­mer­loch­in­ter­views erklären — dass Urlaub für viele Paare und Familien eine Zer­reiß­probe ist? „Die Com­plaint Season beginnt“ hat neulich ein befreun­deter Ver­mieter gesagt. Und während manch einer dahinter eine neue Netflix-Serie ver­mutet, wussten wir beide sofort, was gemeint war.

Gegen schlechtes Wetter kann ich als Ver­mie­terin nichts machen. Und gegen falsche Erwar­tungen auch nicht. Aber wir können feh­lende Aschen­becher nach­reichen, Fußball spie­lenden Kindern die Vor­teile der Dorf­wiese schmackhaft machen oder alle Ersatz­kissen zum Pro­be­liegen her­aus­suchen. Wenn wir die Pro­bleme kennen, dann kümmern wir uns. Wir müssen eben nur wissen, dass es ein Problem gibt. Und da nutzt eine E‑Mail nach dem Urlaub nichts mehr. Dann ist es für beide Seiten leider zu spät.


Ver­öf­fent­licht: Juli 2023

Coverfoto: Anja Bau­ermann / Uns­plash

Ein Kommentar

Genial, genauso sehe ich das als Ver­mie­terin das auch

Claudia Frei sagt:

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