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 Mit­tendrin. Die Küche in  /

Mit­tendrin. Die Küche

Das pas­sende Feri­enhaus zu finden, ist kein leichtes Unter­fangen, nicht als Paar, nicht als Familie, und schon gar nicht gemeinsam mit Freunden und Freun­dinnen. Die Bedürf­nisse sind häufig einfach zu ver­schieden. Ins­be­sondere die Küche ist ein Raum, bei dem die Vor­stel­lungen aus­ein­an­der­gehen: Während sich die einen eine offene Küche als Ort des sozialen Mit­ein­anders wün­schen, stören sich die anderen am unauf­ge­räumten Geschirr und dem Essens­geruch im Wohnraum und würden beides am liebsten hinter einer Türe weg­sperren. Auch die Aus­stattung wird häufig schon im Vorfeld über­prüft: Gibt es eine Spül­ma­schine, genügend Pfannen, eine Bialetti?

Jede gute Party endet in der Küche – das wissen wir alle. Die Küche ist ein gemüt­licher Ort für unge­zwun­genes Bei­sam­mensein, hier kann man unge­stört kom­mu­ni­zieren, während nebenher in Töpfen gerührt oder abge­spült wird. Schon vor vielen hundert Jahren war die Küche das Zentrum jedes Haus­halts – damals aller­dings vor allem des­wegen, weil sie der wärmste Raum im Haus war. Auf dem Weg von der offenen Feu­er­stelle bis zur modernen Wohn­küche liegen viele Sta­tionen: von der Schwarz­küche des Mit­tel­alters über die sepa­rierten Küchen des Adels bis hin zur Frank­furter Küche. Letztere kon­zi­pierte die Wiener Archi­tektin Mar­garete Schütte-Lihotzky in den 1920 Jahren – auf kleinstem Raum sollte alles platz­sparend, auszieh- oder aus­klappbar sein, damit die Frau neben der Küchen­arbeit noch genügend Zeit für die Familie hatte. Der Trend zur immer klei­neren Küche, dessen Höhe­punkt in den 1970er Jahren erreicht wurde, hat sich im Laufe der letzten Jahr­zehnte wieder umge­kehrt. Tat­sächlich spiegelt kein Raum den gesell­schaft­lichen Wandel mehr wider als die Küche.

Mitt­ler­weile ist Kochen an sich gesell­schafts­fähig geworden – ja, mehr als das: Es ist Aus­druck eines Lebens­ge­fühls und ein wich­tiger Aspekt des sozialen Mit­ein­anders. Damit rückt die Küche auch räumlich (und sti­lis­tisch) in Richtung Wohn­zimmer. Die Küche wird zum Raum im Raum – vom Wohnraum abge­trennt nur, wenn über­haupt, durch einen Tresen oder eine Koch­insel. Das Kochen wird zum Erlebnis, jährlich erscheinen Tau­sende von Koch­bü­chern, es gibt unzählige Koch­shows und in jüngster Zeit noch mehr Blogs und Instagram-Accounts, die die besten Rezepte von der exqui­si­testen Kürbis-Apfel-Tarte bis hin zum japa­ni­schen Mochi-Eis zeigen. Die gesell­schaft­liche Funktion des Kochens beschrieb Otl Aicher schon in den 1980er Jahren mit seinem Buch „Die Küche zum Kochen. Werk­statt einer neuen Lebens­kultur“, einem Plä­doyer für die offene Küche als Mit­tel­punkt des Zusam­men­lebens. Ins­be­sondere legte er Wert auf die optimale Aus­stattung der Küche: rich­tiger Stuhl, opti­males Licht, per­fekte Küchen­geräte. Heute stehen Funk­tio­na­lität und Design in der Küche gleich­be­rechtigt neben­ein­ander – wobei ins­be­sondere Männer neben dem Kochen gerne auch über die lei­seste Spül­ma­schine oder den besten Mes­ser­schleifer phi­lo­so­phieren. Und was das Design angeht: Jede und jeder möchte seinen per­sön­lichen Stil auch in der Küche aus­leben können, ohne dabei auf Prak­ti­ka­bi­lität ver­zichten zu müssen, ob Industrie-Chic, skan­di­na­vische Gemüt­lichkeit oder ele­gante Schlichtheit. Die Küche bleibt dabei aber immer eines: ein Ort des zwang­losen Aus­tau­sches, inmitten des Geschehens.

Auch in vielen Feri­en­häusern ist die Küche ein zen­traler Raum – häufig sogar der größte, während die Schlaf­zimmer zu reinen Funk­ti­ons­räumen werden. Ein Glück für alle, die im Urlaub gerne gemeinsam kochen, ob als Familie oder mit Freunden. Die Küchen­aus­stattung und die Ansprüche daran sind aller­dings sehr unter­schiedlich. Manchmal freut man sich über die klare Schlichtheit der Innen­ein­richtung eines Hauses, bis man fest­stellen muss, dass sich diese auch im Inneren der Küchen­schränke fort­setzt und man nach dem Abend­essen sofort abspülen muss, um für das Früh­stück saubere Teller zu haben. Oder man muss die Pasta für das gemein­schaft­liche Kochevent mangels geeig­neter Töpfe in drei Etappen kochen. In anderen Küchen wie­derum findet man sogar eine Saft­presse oder einen Pürierstab – und wenn es ganz gut läuft, sogar einen Milch­auf­schäumer. Aber das ist so selten, dass dieser eigentlich immer Teil unseres Gepäcks ist – oder es wird einer nach­ge­kauft, mitt­ler­weile haben wir schon drei Stück.

Unsere eigene Küche ist offen – da liegen wir wohl (noch) im Trend. Nichts lässt sich weg­sperren, daher hat die Ein­richtung natürlich auch bei uns einen großen Stel­lenwert. Eine Türe werden wir sicher nicht ein­bauen, aber manchmal gibt es ja auch Zimt­schnecken – und den Duft mögen wir zum Glück alle gerne.


Text: Tina Barankay, Dezember 2021

Autoreninfo: Tina Barankay ver­bindet ihre Lei­den­schaft für Ästhetik und Gestaltung seit vielen Jahren mit ihrer beruf­lichen Tätigkeit. Als freie Jour­na­listin und Bera­terin ver­öf­fent­licht sie Bei­träge, rea­li­siert Publi­ka­tionen und ent­wirft Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zepte in den Bereichen Archi­tektur, Interior und Design.

Ein kleiner Nachtrag:

Wir freuen uns sehr über die zahl­reichen Kom­mentare unter den letzten Posi­tionen und gehen gerne mit Ihnen in den Dialog. In Zusam­menhang mit dem Thema Küche würde uns inter­es­sieren, was Sie häufig in Ihrem Feri­enhaus ver­missen oder viel­leicht sogar immer im Urlaubs­gepäck haben. Viel­leicht einen Milch­auf­schäumer?

2 Kommentare

Wir hatten in diesem Jahr das Glück in etlichen Urlaubs­ar­chi­tektur-Häusern und Woh­nungen eine oder zwei Wochen ver­bringen zu dürfen. Und während wir diesen Kom­mentar ver­fassen, sitzen wir auch gerade in einer Wohnung (mit einer wun­der­baren Küche), die wir in der Urlaubs­ar­chi­tektur gefunden haben. Wir kochen auch auf Reisen gerne und oft, daher ist bei der Auswahl unserer Häuser die Qua­lität der Küche ein wich­tiges Kri­terium. Dennoch ist es immer wieder eine Über­ra­schung was man so vor­findet. Oft ist die Aus­stattung kom­plett und von guter Qua­lität, immer wieder aber auch eher mager. Daher fänden wir es sehr hilf­reich, wenn bei der Beschreibung der Häuser und Woh­nungen die Objekte her­aus­ge­hoben würden, die über eine außer­ge­wöhnlich gute Küche ver­fügen.
Was wir immer dabei­haben sind Geschirr­tücher, ein Kor­ken­zieher, meistens ein Schleif­stein und oft auch ein Küchen­messer. Eine gefüllte Pfef­fer­mühle ist auch ein gute Idee.

Wolfgang Deh sagt:

Ja, viele dieser Erfah­rungen können wir teilen. Auch wir legen grossen Wert auf eine gross­zügige , offene Küche zum gemein­samen Kochen. Leider mangelt es zu häufig an ver­nünf­tiger Aus­stattung. Vor allem bei Pfannen und Töpfen. In unserem Gepäck befinden sich häu­figer eine Kaffe-Kapsel-Maschine, oder zumindest eine French-Press. Ab und zu auch Messer, Geschirr­tücher, oder spe­zi­el­leres Inventar.
In unserem Archi­tek­turbüro ist die Küche auch oft “Dreh-und Angel­punkt”, Ort des Aus­tauschs und des krea­tiven Mit­ein­anders. Gekocht wird 3 mal die Woche, rein vege­ta­risch und wenn möglich mit lokalen Pro­dukten. Die Küche war und ist in allen Lebens­lagen der zen­trale Ort.

Ingbert Schilz sagt:

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