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Rei­se­fieber #45: Im Kin­der­wagen

Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv. Er ist im September 2015 erschienen, möglicherweise sind nicht mehr alle Details aktuell.

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Wenn ich mit meinen Eltern in Urlaub gefahren bin, hatte ich immer einen alten Taschen­ka­lender dabei. Darin zeichnete ich mit einem Blei­stift­stummel oder einem kleck­senden blauen Kugel­schreiber ame­ri­ka­nische Stra­ßen­kreuzer, die uns gerade überholt hatten. Sie impo­nierten mit ihren Dop­pel­schein­werfern und Heck­flossen, da kam unser Opel Kapitän einfach nicht mit. Sonst war ich mit dem Auto­fahren auf dem Rücksitz, bis­weilen sogar vorne zwi­schen den Eltern auf der unge­teilten Pols­terbank des Sechs­sitzers ganz zufrieden. Es gab weder Sicher­heits­gurte, noch Airbags, Nacken­stützen oder gar einen Kin­dersitz. Heute würde man sagen, das war doch kri­minell! Aber nach dem Krieg, als man endlich aus Bunkern und Armee­fahr­zeugen her­aus­krabbeln konnte, war es schon ein großer Sicher­heits­gewinn, dass man in seinem Fahrzeug nicht beschossen wurde.

Mein Vater chauf­fierte wie ein Kapitän, sein Auto hatte den Namen nicht umsonst bekommen. Unser Ziel hätten wir in einem alten Atlas mit den Grenzen von 1937 finden können. Aber diese Blöße gab sich Vater nicht. Er hatte in Erd­kunde auf­ge­passt und würde doch noch den Vier­wald­stät­tersee, Dan­nenfels oder Klos­ter­rei­chenbach finden! Etwas Aben­teuer war natürlich schon dabei. Das Auto wollte manchmal nicht anspringen, oder es konnte einen Platten geben. Dann hielt Vater einen Last­wagen an und bat den Fahrer, den kaputten Reifen zu wechseln. Dafür gab er ihm eine Schachtel Ziga­retten und zwei Mark extra. Ein Kapitän rührte doch kein Auto­werkzeug an! Außerdem konnte das Benzin knapp werden, das Kühl­wasser zu heiß, das Schie­bedach klemmen. Mutter regte das alles sehr auf.

Heute ist das anders. Die Autos finden ihren Weg allein, sie sind wohl­tem­pe­riert, mit ortho­pä­di­schen, beheizten Sitzen aus­ge­stattet, und statt eines knar­zenden Röh­ren­radios mit Zer­hacker begleitet uns Musik in höchster Wie­der­ga­be­qua­lität, die bei Bedarf von Infor­ma­tionen über Stra­ßen­zu­stand, Wetter, Börse und Weltlage unter­brochen wird. Das Kind ist in einen über­roll­taug­lichen Scha­lensitz geschnallt, der alle paar Jahre durch ein grö­ßeres, noch siche­reres Modell ersetzt wird. Es kriegt Saft und Kräcker, rechts­dre­hendes Müsli und glu­ten­freie Waffeln für die stra­pa­ziöse Reise. Außerdem ein Tablet und ein Smart­phone, weil das mit den Kin­der­kas­setten schon wieder vorbei ist. Die Eltern lesen Eltern­zeit­schriften, um keine früh­kind­lichen Traumata durch eine Urlaubs­reise zu ris­kieren. Eine Mutter regt das alles sehr auf.

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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