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Bild­stein und sein Mes­merhaus: Kraftorte über dem Bodensee

Bildstein im Vorarlberg. Die Lage mit Blick über den Bodensee und auf die Rheinmündung verursacht bereits bei der Reiseplanung Kopfkino.

von Ulrich Knoll im Januar 2019

Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv. Er ist im January 2019 erschienen, möglicherweise sind nicht mehr alle Details aktuell.

 Bild­stein und sein Mes­merhaus: Kraftorte über dem Bodensee in  /

Kurz nach der Ankunft weitet nicht nur der spät­abend­liche Blick auf das Lich­termeer am See – weit weg! – meinen Horizont. Vor allen anderen Ein­drücken ist es die magische Stille des kleinen Dorfes rund um die Basilika Mariä Heim­su­chung, die mir sofort auf­fällt. Falls Stille einen „Klang“ hat: auf mich wirkt sie erhaben, friedvoll und erdet mich unwill­kürlich.

Gerade erst dem Auto ent­stiegen, meine ich ein­zelne Regen­tropfen fallen zu hören. Eine Katze huscht nahezu lautlos vorbei. Dann wieder Stille. Der All­tags­stress ist sofort weit weg. Hier haben wir uns also jah­relang ahnungslos im „Stop and go“ –auf dem Weg nach Süd­frank­reich — ganz in Sicht­weite am Bodensee vor­bei­ge­schoben. Und, auch wenn Frank­reich immer eine Reise wert ist und bleiben wird, frage ich mich kurz ungläubig, warum wir bislang nicht ein ein­ziges Mal in Bregenz links abge­bogen sind. Zehn Minuten später wäre man auch schon da gewesen. Ange­kommen.

Während ich noch sin­nierend auf das Ensemble der denk­mal­ge­schützten Holz­häuser rund um die Basilika blicke, setzt diese mit ihrem „Salve Regina“ zu einem zarten Geläut an. In der Stadt würde man die mar­kante, aber unauf­dring­liche Ton­folge viel­leicht über­hören. Hier hin­gegen sind die Sinne geschärft. Und so werden die fünf Auf­takttöne des Mari­en­liedes in den fol­genden Tagen nicht nur den Grund­rhythmus der 800-Seelen-Gemeinde über dem Rheintal, sondern auf Zeit auch den unseren bestimmen.

Noch ehe ich das Haus über­haupt betreten habe, weiß ich, dass ich an einem beson­deren Ort ange­kommen bin. Warum hier auf einem Plateau über dem Rheintal seit 1662 die heutige Basilika an der Stelle einer Vor­gän­ger­ka­pelle thront, erschließt sich unwill­kürlich. Das impo­sante Bauwerk ist schon aus der Ebene weithin wahr­nehmbar. Und weckt bereits bei der Anfahrt — und damit quasi noch im Bereich des Irdi­schen — den Wunsch zum sofor­tigen Auf­stieg.

Wohnen im Bau­denkmal, damals

Das Erste, was mir nach der mar­kanten, dreifach gedeckten Fich­ten­schin­del­fassade auf­fällt, ist die wuchtige Haustüre mit den Initialen FJB 1905. Sie ver­weist auf Franz Josef Böhler, einen der Urahnen der heu­tigen Gast­ge­berin Evi Haller. 1905 erwarb der Schreiner das über 200 Jahre alte Haus, dessen genaues Baujahr unbe­kannt ist.

So kam das Haus auch zu seinem heu­tigen Namen. Denn der Urgroß­vater versah mehr als sechs Jahr­zehnte lang den Mess­dienst in der Basilika und führte im Mes­merhaus unter äußert beengten Ver­hält­nissen im ersten Stock des Anwesens eine Schrei­nerei. Holzbau und –ver­ar­beitung, wie sie im gesamten Bre­gen­zerwald in hoher Qua­lität noch heute typisch und häufig anzu­treffen sind, haben hier im Haus und in der Familie also schon eine lange Tra­dition. Somit erschließen sich mir auch gleich zwei der drei Woh­nungs­namen, mit denen die Gast­ge­berin der Fami­li­en­ge­schichte Rechnung getragen hat: Franz Josef und Ludovika, seine Frau.

Auch das Gast­ge­werbe ist nicht gänzlich neu im Mes­merhaus. Bereits Evis Groß­tante Maria Böhler ver­mietete von 1966 – 1997 Pri­vat­zimmer im Haus. Wie die Ein­träge aus dem Gäs­tebuch ein­drucksvoll belegen, war sie eine umsichtige und beliebte Gast­ge­berin. Ihr zu Ehren wurde die dritte Wohnung benannt.

Von der Schrei­nerei zum Urlaubs­do­mizil

Nach dem Tode Maria Böhlers stand das Haus einige Jahre leer. Evi Haller, die in ihrer Kindheit viel Zeit in Bild­stein ver­bracht hatte und der das Haus ans Herz gewachsen war, stand 2009 vor einer großen Her­aus­for­derung. Sie hatte das Mes­merhaus als his­to­ri­sches Erbe ihrer Familie über­nommen. Es war somit ihre Aufgabe eine sinn­volle Nutzung für das Haus zu finden. Auf­grund der außer­ge­wöhn­lichen Archi­tektur und der expo­nierten Lage, lag es auf der Hand, daraus ein ein­zig­ar­tiges, inno­va­tives, tou­ris­ti­sches Angebot zu schaffen. Gesagt – getan. Das Gast­ge­bersein hatte sich schnell zur abso­luten Lei­den­schaft von Evi Haller ent­wi­ckelt. Wer hierher kommt, merkt schnell, dass die Gast­geber-Gene ihrer Groß­tante auch in ihrer DNA fest ver­ankert sind.

Da das Haus Teil des unter Denk­mal­schutz gestellten Ensembles rund um die Basilika ist, war der Umbau keine leichte Aufgabe. Aber eine Loh­nens­werte, denn das Haus ist seit seiner Fer­tig­stellung 2012 ein Schmuck­stück am Platz. Außen wurde das denk­mal­ge­schützte Haus mit der Schin­del­fassade und den vielen Fenstern kaum ver­ändert. Innen hin­gegen hat ein neues Zeit­alter begonnen. „Das his­to­rische Flair der Hülle wird berei­chert durch eine moderne Gestaltung, die zeit­ge­mäßes Wohnen möglich macht und die Mystik des Ortes trotzdem spüren lässt“, erklärt Evis Mann Bau­meister Jürgen Haller.

Ent­kernung im Denkmal

Da sich die Auf­lagen des Denk­mal­schutz­amtes Wien auf die Fassade bezogen, deren Typus und Pro­por­tionen fach­ge­recht in Stand gesetzt werden mussten, zogen die Betreiber den Archi­tekten Christian Lenz hinzu, welcher seine Erfah­rungen in der Sanierung denk­mal­ge­schützter Häuser ein­brachte. Die Fassade wurde bis auf die Strickwand ent­kernt und völlig neu auf­gebaut, zudem eine neue Boden­platte ein­ge­zogen.

Im Inneren war kaum etwas zu retten, selbst Aus­stat­tungs­stücke konnten nur in Ein­zel­fällen erhalten werden. So hatte Jürgen Haller hier also, abge­sehen von den Raum­höhen und den Fens­ter­vo­lumina, freie Hand. Seinem Leitsatz „Die beste Lösung ist immer anders“ folgend und damit der Maxime, jedes Bau­vor­haben als Unikat und als indi­vi­duelle Lösung für die ört­lichen Gege­ben­heiten und Bedürf­nisse zu rea­li­sieren, ist er gerecht geworden.

Dreifach ver­glaste Innen­fenster mit Pas­siv­h­aus­standard treffen seither auf Vor­fenster, die denk­mal­ge­recht als Kas­ten­fenster neu gefertigt wurden. Tra­dition und Gemüt­lichkeit ver­einen sich mit Komfort nach modernsten, auch ener­ge­ti­schen Anfor­de­rungen. Alle Feri­en­woh­nungen ver­fügen über gebürstete Eichen­böden, sind mit Vor­arl­berger Schrei­ner­möbeln aus­ge­stattet und Fich­ten­decken. Die Ein­richtung wird durch ita­lie­nische Desi­gner­stücke und ein modernes Licht­design ergänzt. Der Garten und die Sitzbank vor dem Haus stehen allen Gästen zur Ver­fügung. Auf Vor­be­stellung gibt es zudem Früh­stück an die Tür. Alter­nativ finden sie im Haus Mesmer’s Stadel mit aus­ge­wählten Pro­dukten für das leib­liche Wohl und in unmit­tel­barer Nähe einen rei­zenden Dorf­laden. Falls Sie es sich noch bequemer machen möchten: vor Ort haben Sie fuß­läufig die Wahl zwi­schen drei Gast­häusern, von gut­bür­gerlich bis gehoben.

Sollten Sie alleine oder zu Zweit kommen, ist viel­leicht Maria die richtige Wahl. Auf 30qm finden Sie alles, was das Herz begehrt. Samt schöner Aus­blicke auf den Dorn­birner Hausberg „Karren“ und die Basilika Maria Bild­stein.

Zu Zweit oder Dritt emp­fiehlt sich die etwas größere Wohnung Franz Josef, die auf rund 50 qm neben einem sepa­ratem Schlaf­zimmer auch über eine Aus­zieh­couch verfügt. Der Rund­um­blick von den Bergen über das Dorf Bild­stein bis zum Bodensee lässt sich auch von einem über­dachten Balkon aus genießen.

Prunk­stück des Hauses ist die zwei­ge­schossige Suite Ludovika, die sich über stolze 180qm erstreckt. Es erwartet Sie eine große Wohn­küche samt anschlie­ßender Loggia mit fan­tas­ti­schen Aus­blicken, ins­gesamt vier Schlaf­plätze und ein groß­zü­giger Wohn­be­reich unter dem Dach. Zwei Schwarz­blechöfen samt kusche­liger Plätzchen sorgen in der kalten Jah­reszeit für der­maßen viel Gemüt­lichkeit, das Sie die High­lights der Umgebung mög­li­cher­weise zu ver­passen drohen.

Natürlich kann auch das ganze Haus gemietet werden. Dann finden hier größere Familien mit Kindern, oft auch in Begleitung der Groß­eltern aus­rei­chend Platz. Die große Wohn­küche und der Wohn­be­reich im Dach­ge­schoss der „Ludovika“ sind ideale Auf­ent­haltsorte für das gesellige Mit­ein­ander. Rück­zugs­räume gibt es bei Bedarf auf­grund der getrennten Woh­nungen eben­falls aus­rei­chend.

Als würden Sie dazu gehören…

Egal, welche Wohnung Sie wählen, eines ist ihnen immer gewiss: die indi­vi­duelle Betreuung durch ihre Gast­ge­berin. Bereits im Vorfeld erhalten Sie maß­ge­schnei­derte Tipps für Ihren Auf­enthalt – ganz nach Ihren per­sön­lichen Vor­lieben und Inter­essen. Auch während des Auf­ent­haltes steht Ihnen Evi Haller bei Bedarf immer mit Rat und Tat zur Seite. Wenn Sie hierher reisen, werden Sie schnell merken, dass Ihre Gast­geber nicht zufällig mit einem Aner­ken­nungs­preis für Tou­rismus-Inno­vation von Vor­arlberg Tou­rismus aus­ge­zeichnet wurden.

„Sorg­fältig und wohl überlegt bis in die kleinsten Details ist das, was unsere Preis­trä­gerin mit Hilfe ihrer weit ver­zweigten Familie aus ihrem his­to­ri­schen Erbe an einem der schönsten Plätze Vor­arl­bergs gemacht hat: Die außer­ge­wöhn­lichen Urlaubs­wohn­räume in einem Bau­denkmal und die per­sön­liche Note der Urlaubs-Gast­ge­berin sind ein über­zeu­gendes Konzept für Men­schen, die für eine kurze Zeit an einem anderen Ort leben möchten, als würden sie dazu gehören.“ — Jury­be­gründung

Auch wenn es hier kaum etwas zu ver­bessern gibt, bereisen Evi und Jürgen liebend gerne selbst Gäs­te­häuser in Nah und Fern, um sich Anre­gungen zu holen. Wann immer es ihre Zeit erlaubt.

Pil­ger­stätte für Architektur‑, Kultur- und Natur­be­geis­terte

Archi­tek­tur­in­ter­es­sierte finden im nahen Bre­gen­zerwald, in Bregenz und in Dornbirn seit vielen Jahren bekann­ter­maßen zuver­lässig neue Inspi­ra­tionen. Weniger bekannt ist viel­leicht, dass das kleine Bild­stein für ein kul­tur­be­geis­tertes Publikum immer wieder eigene Aus­ru­fe­zeichen setzt. Sie müssen also nicht zwingend auf die nächsten Bre­genzer Fest­spiele warten, die Ihnen dann buch­stäblich zu Füssen liegen. Denn die in Bild­stein geborene Sopra­nistin Birgit Gisel­brecht-Plankel ver­an­staltet regel­mäßig übers Jahr hoch­rangige Kon­zerte in der Basilika — für Sie dann also fuß­läufig. High­lights sind u.a. die wie­der­keh­renden Gast­spiele des sym­pho­ni­schen Schram­mel­quin­tetts Wien, einer Grup­pierung der Wiener Sym­pho­niker, das über den Sommer auf den Bre­genzer Fest­spielen das Orchester zur Oper bildet. Oder Sie reser­vieren sich recht­zeitig Karten für den 1. Sonntag im August. Dann tritt tra­di­tionell das Barock­ensemble der Wiener Sym­pho­niker in der Basilika auf. Diese und alle wei­teren Termine finden Sie über die Website des Vereins Kultur in Bild­stein. Natürlich kann man hier auch zum Wandern oder Rad fahren her­kommen, das Drei­län­dereck und den Bodensee erkunden. Erste Tipps der Gast­ge­berin für Ihren Auf­enthalt finden Sie hier. Oder Sie lassen die Tage einfach ganz ent­spannt auf sich zukommen. Auch das geht hier ganz aus­ge­zeichnet.

Glän­zende Aus­sichten

Gespannt sein darf man auch auf das neue Projekt von Evi und Jürgen. Direkt in Mellau und damit im größten Ski­gebiet des Bre­gen­zer­waldes planen sie gerade zwei Häuser mit zehn Woh­nungen, Gemein­schafts­räumen und Well­ness­be­reich. Die Eröffnung ist für Weih­nachten 2019 geplant. Wir halten Sie auf dem Lau­fenden!


Von Ulrich Stefan Knoll, Januar 2019

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Das Haus

Apartment Mes­merhaus
Mes­merhaus
Apartment Mes­merhaus
Das Mes­merhaus gehört zum his­to­ri­schen Häuser-Ensemble rund um die barocke Wall­fahrts­kirche in der Ort­schaft Bild­stein am Fuße des Bre­grenzer Waldes mit Cine­ma­scope-Blick über den Bodensee.

Ein Kommentar

eine sehr authen­tische Wahr­nehmung und Beschreibung weil man das Gefühl hat der Autor ist am Ort oder der Ort beim Autor ange­kommen, also ich könnte jetzt gleich den Rucksack packen und mich zu den Aus­blicken und in die Stimmung dort begeben…

parkchalet-potsdam sagt:

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