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Charles O. Job: Die Kunst der Fügung

Wir haben uns mit dem Schweizer Designer über Haltung und Neugierde unterhalten. Und über seinen spannenden Lebensweg – vom Architekten und Stadtplaner zum Designer, von Lagos über London nach Zürich und in die Welt.

von Jan Hamer & Ulrich Stefan Knoll im Dezember 2025

 Charles O. Job: Die Kunst der Fügung in  /

Hallo Charles! Wie geht es dir und wo erreichen wir dich gerade?

Gut, danke! Aktuell bin ich in Zürich, zu Hause.

Apropos Zuhause: Du bist in Nigeria geboren und hast zwi­schen­zeitlich auch in London gelebt. Wie genau sind denn deine Lebenswege ver­laufen?

Ich bin in Lagos geboren. Mein Vater war bei der Bank von Nigeria und wurde nach London ver­setzt, als ich 15 war, um dort die Depen­dance auf­zu­bauen. Ich habe dann in Schottland mein Abitur gemacht und Archi­tektur und Städ­tebau an der Oxford Brookes Uni­versity stu­diert. Dort habe ich übrigens meine Frau ken­nen­ge­lernt – ihr kennt sie ja als Part­nerin eures Netz­werks gut.

Und dann bist du Designer geworden?

Ja, das sind komische Wege, die man macht. Übrigens unter­richte ich immer noch Archi­tektur als Dozent an der Berner Fach­hoch­schule. Bauen will ich nicht mehr, sondern nur unter­richten.

Das Bauen war mir einfach zu komplex
und zu groß. Es braucht sehr, sehr viele Leute, wahn­sinnig viel Zeit … und dann muss
man immer neu anfangen – einfach zu lang­wierig.

Ja, aber du hast schon auch gebaut?

Ja klar! Als ich in die Schweiz gekommen bin, habe ich bei Santiago Calatrava gear­beitet. Aber Archi­tektur war eigentlich nie so mein Ding, das Bauen fand ich immer ein bisschen mühsam – es dauert so lang und da sind so viele Leute, die mit­reden.

Und dann kam irgendwann der Punkt, an dem du beschlossen hast, dass du etwas anderes machen musst?

Genau. Irgendwann wies mich ein Kollege bei Calatrava darauf hin, dass an der ETH Assis­tenten für den Unter­richt gesucht werden. Die Lehre fand ich sehr spannend und habe die Stelle auch bekommen … so war das.

Jetzt sind wir aber immer noch nicht beim Designer ange­kommen …

Ent­werfen fand ich schon immer cool, auch in der Archi­tektur. Und da ich an der ETH nur in Teilzeit beschäftigt war, habe ich ange­fangen bei Design-Wett­be­werben mit­zu­machen. Das hat einfach Spaß gemacht. Dann habe ich ein paar Preise gewonnen und so bin ich langsam ins Design rein­ge­rutscht.

Aber Design unter­richtest du nicht, oder?

Das ginge gar nicht in der Schweiz, da ich ja keine Design­aus­bildung habe.
Ich könnte das auch nicht, mir fehlt da das theo­re­tische Wissen rund um die ganze Sys­te­matik, Mate­ria­lität und Her­stel­lungs­ver­fahren.

Das Wich­tigste: Sich eine Haltung erar­beiten und neu­gierig bleiben.

Weil wir gerade bei deiner Lehr­tä­tigkeit waren: Was ist das Wich­tigste, das du deinen Student:innen mit auf den Weg geben willst?

Ich finde es wichtig, dass die Stu­die­renden eine eigene Haltung ent­wi­ckeln. Ich beteilige mich ja an wirklich vielen Wett­be­werben genau aus diesem Grund: Ich will her­aus­finden, was meine Haltung zum Thema ist. Auf dem Weg dahin muss man viel pro­bieren, viel­leicht auch scheitern, ehe man zum Punkt kommt. Ein anderes, wich­tiges Thema ist es, neu­gierig zu sein und zu bleiben. Viele Stu­die­rende wollen nichts falsch machen und sind für meinen Geschmack nicht neu­gierig genug.
Daher fange ich meine Vor­le­sun­genganz absurd an: Sie müssen erst mal Wörter räumlich ver­orten. Erleb­nis­räume heißt die Übung. Wir gehen raus, suchen uns einen Standort und machen dort eine Analyse, Skizzen. Und dann frage ich: „Was ist das für ein Ort, wie würdet ihr ihn beschreiben?“. Im Studio sollen sie dann einen Raum schaffen, der das Phä­nomen, das sie in Worte gefasst haben, trans­por­tiert. Viele Stu­die­rende sind da erst einmal total konfus. Es hilft aber defi­nitiv, eine eigene Haltung zu ent­wi­ckeln. Und die Neu­gierde zu befördern.

Es geht dir also auch darum, dass der oder die Ein­zelne lernt, sub­jektiv zu benennen, was die Qua­li­täten eines Raumes sind und welches Potenzial dort schlummert?

Genau.

Noch mal kurz zurück zu deinem Wechsel von der Archi­tektur zum Design. Du bist dann vom Archi­tek­turbüro aus quasi direkt zu den essen­zi­ellen Dingen des Wohnens – und vor allen Dingen zum Thema Stühle – gegangen, kann man das so ver­kürzen?

Ja, genau. Ich war immer sehr fas­zi­niert von Klei­nig­keiten, also ganz kleinen Sachen.  Aber bei Calatrava – ein Genie, wenn man mich fragt – gibt es keine kleine Sachen. Alles ist immer sehr groß und sehr komplex.  

Und jetzt bist du in deinem Maßstab ange­kommen, kann man das so sagen?

Ja, kann man sagen. Ich war immer fas­zi­niert von Gegen­ständen, so ganz kleine Sachen: Leuchte, Stühle, Bänke und so. Das hat mir wirklich gefallen, weil man das auch alleine machen kann, ohne Team. Und eben eine Haltung dazu ent­wi­ckeln muss. Was finde ich cool an einem Stuhl oder an einem Regal – also ganz banale All­tags­ge­gen­stände, die wir alle jeden Tag benutzen. Das hat mich mehr fas­zi­niert als irgend­welche große Bauten.

Wie könnte denn ein Haus aus­sehen, das deiner Auf­fassung ent­spricht? Eines, das so einfach ist, dass man es alleine ent­werfen und bauen kann – ist das denkbar?

Auch wenn ich nicht der Architekt in Vals war: Ich finde, dass Archi­tektin Reidun Dolva Grand das Haus Ariasana gemeinsam mit meiner Frau sehr gut gemacht hat. Das ist ein Maßstab, den ich cool finde, es gibt keine Bana­li­täten und den Grad der Detail­lierung finde ich sehr schön. Räume, kleine Details und Farb­lichkeit – das sind die Dinge, die mich fas­zi­nieren.

Das heißt, du hast an dem Haus selbst gar nicht als Architekt mit­ge­wirkt?

Wir haben natürlich viel darüber dis­ku­tiert, aber als Architekt habe ich mich da her­aus­ge­halten. Ich war da eher ein Con­sultant.

Oh, Respekt. Das können ja nur sehr wenige Architekt:innen!

Das fällt mir nicht schwer. Ich bin kein großer Domi­nator und meine Frau hat einen sehr guten Geschmack. Insofern gab es höchstens hie und da Dis­kus­sionen, wenn ich nicht ganz ein­ver­standen war.

Da ihr sicher regel­mäßig in eurem eigenen Feri­enhaus seid: Wie siehst du die Ent­wicklung von Vals in den letzten Jahren?

Den sei­ner­zei­tigen Plan, ein neues Turm­hotel errichten zu wollen, fand ich falsch. Viel­leicht war das aber auch nur PR, wer weiß. Jeden­falls bin ich froh, dass Thom Mayne den nicht gebaut hat. Er ist ein guter Architekt, keine Frage; aber für Vals hätte ich das kata­strophal gefunden. Dass das zur Therme zuge­hörige Hotel eine Auf­fri­schung erfahren hat, finde ich hin­gegen gut. Viel­leicht ist es jetzt ein bisschen sehr 5 Sterne plus, aber die mit Star­ar­chi­tekten umge­stal­teten Räume ziehen ganz offen­sichtlich Publikum an.
Ins­gesamt bin ich froh, dass Vals immer noch diesen Cha­rakter eines kleinen Dorfes behalten hat und im Ver­gleich zu anderen Berg­dörfern sehr ursprünglich geblieben ist.

Hast du denn selbst schon ein Feri­enhaus geplant?

Nein, bis jetzt nicht. Ver­mutlich wäre es wenig spek­ta­kulär. Ich fand Reduktion schon immer schön. Da hat das Auge Zeit, sich zu gewöhnen. Und dann nach und nach inter­es­sante Dinge zu ent­decken.

Viel­leicht kann man die Frage von vorhin auch andersrum stellen: Was ist dir im Urlaub wichtig – welche Bedürf­nisse hast du, was ist ver­zichtbar?

Wenn ich nach drei­stün­diger Fahrt in Vals ankomme, genieße ich immer besonders den Aus­blick auf das Dorf. Die Sicht­be­ziehung ist für mich ele­mentar. Das erdet und ich weiß, dass ich hier bin. Nicht irgendwo. Viel mehr brauche ich – viel­leicht abge­sehen von der wun­der­baren Bergluft – eigentlich nicht.
Der Aus­blick macht wirklich den Unter­schied. In Zürich habe ich Stühle, in Zürich habe ich Bücher; aber diese Aus­sicht habe ich nur in Vals!

Meine Ent­würfe sind einfach.
Das hat nichts mit Mini­ma­lismus zu tun – eher damit, aus dem Kleinen das Maximale zu machen.

Stühle sind natürlich trotzdem ein gutes Stichwort. Wenn man deine Ent­würfe anschaut, hat man das Gefühl, dass sie extrem trans­parent sind, was die Füge­technik angeht. Und zudem modular und zer­legbar. Alles erscheint wahn­sinnig einfach und logisch. Wie kommst du zu solchen Lösungen?

Das hängt stark mit meiner Kindheit zusammen. In Nigeria haben alle Kinder ihre Spiel­zeuge mehr oder weniger selber gemacht. Es war – vor 60 Jahren – normal, auf die Straße zu gehen und zu schauen, was man findet. Je nachdem, was wir gefunden haben, haben wir daraus etwas kon­struiert. Wir haben uns also leiten lassen von dem, was wir finden. Das eigent­liche Thema war aber das Zusam­men­fügen: Wie kriege ich diese Dinge zusammen, das es am Schluss Sinn macht? Wenn du ein Kind bist, muss das eini­ger­maßen einfach sein – ansonsten kriegst du es eh nicht hin. Nicht im Sinne von Mini­ma­lismus. Ich würde das eher als Maxi­ma­lismus bezeichnen: Wie kann ich aus dem Kleinen das Maximale machen? Die Kunst war eigentlich die Fügung – wie kann ich alles so einfach und sinnvoll wie möglich zusam­men­bringen? Das ist das Thema, dass mir bis heute geblieben ist.

Meistens geht ja Dingen, die am Ende ganz leicht und logisch aus­sehen, ein langer Weg, oft auch ein lang­wie­riger Prozess voraus. Wie gehst du bzw. ihr das an – du hast ja sicher ein Team an deiner Seite?

Nein, ein Team habe ich nicht. Ich habe Skiz­zen­bücher, in denen ich wahn­sinnig viel arbeite. Und ein kleines Studio, in dem ich viel bastele. Dort mache ich oft Kar­ton­mo­delle. Die lasse ich dann ein paar Wochen stehen und schaue sie mir immer wieder an. An dem Punkt, wo ich merke, dass ich keine Fragen mehr habe, weiß ich, dass es eini­ger­maßen stimmig ist. Ich muss es also nur so lange anschauen, bis ich das Gefühl habe, dass ich es nicht mehr viel ein­facher machen kann.

Damit gehe ich zu einem Kol­legen von mir, wir besprechen das und er baut einen Pro­totyp. Er ist Schreiner, hat Schmuck stu­diert und war Möbel­bauer. Das funk­tio­niert super.

Habt ihr feste Partner in der Zusam­men­arbeit mit Pro­du­zenten, oder wie läuft das?

Bis jetzt mache ich das alles für mich, ich habe also keine Auf­träge. Wenn es einen Pro­to­typen gibt, ver­suche ich einen Pro­du­zenten zu finden. Das ist viel­leicht nicht nach­haltig, weil es so viel Zeit und Energie kostet. Aber ich unter­richte ja noch, das heißt, ich habe wenig Zeit. Ein Vorteil ist es auf jeden Fall, dass ich alles in meinem Tempo angehen kann.

Heißt das, dass du nach Februar mehr Zeit fürs Design hast, wenn du nicht mehr unter­richtest?

Ja, genau. Ich arbeite dann mit ver­schie­denen Firmen zusammen, z.B. mit einem  Leuch­ten­her­steller. Da freue ich mich schon total drauf!

Hast du denn schon Leuchten ent­worfen?

Ich habe schon Leuchten ent­worfen, auch einen Wett­bewerb für Philipps gewonnen. Aber bislang tat­sächlich nichts pro­du­ziert. Das ändert sich dann ver­mutlich bis zur nächsten Leuch­ten­messe in Frankfurt!

Zudem arbeite ich künftig mit einem Leuch­ten­her­steller in Süd­afrika zusammen. Das hat sich so ergeben, nachdem ich 2024 als Designer des Jahres in Süd­afrika aus­ge­zeichnet wurde und in Johan­nesburg aus­ge­stellt habe.

Also gute Leuchten mit einem schönen Design und am besten noch bezahlbar sind ja wirklich schwer zu kriegen – das ist doch wirklich eine Aufgabe!

Ja, da freue ich mich sehr darauf. Wobei ich schon auch ein bisschen Respekt habe. Es gibt ja bereits sehr, sehr viele und auch schöne Lampen. Insofern bin ich selbst gespannt, was meine Haltung zum Thema sein wird und was schluss­endlich dabei her­aus­kommt. Wenn ich es schaffe, etwas zu ent­werfen, das super­simpel ist, funk­tio­niert, zudem elegant und gleich­zeitig funk­tional ist, dann hätte ich mein Ziel erreicht. Schauen wir mal – eine gute Challenge, in jedem Fall!

Sind das dann Lampen für den Pri­vat­be­reich oder eher Office-Lampen?

Die Idee ist, dass sie für beide Bereiche funk­tio­nieren.

Wir sind sehr gespannt.

Ja, ich auch.

Du ver­folgst Archi­tektur und Gestaltung in Afrika sicher viel inten­siver als wir. Was fällt dir da auf?

Ich war ja vor zwei Jahren ein­ge­laden, die Design Week in Lagos zu kura­tieren. Und es hat mich sehr fas­zi­niert, dass es dort unglaublich viele junge und ganz neu­gierige Men­schen gibt. Wobei die alle eher für Galerien arbeiten wollen und in die Richtung coll­ec­table fur­niture gehen. Mich inter­es­siert aber mehr die Mas­sen­pro­duktion. Ich möchte lieber etwas für die nor­malen Men­schen dort pro­du­zieren. Das ver­suche ich gerade mit Pro­du­zenten in Süd­afrika und in Angola auf die Beine zu stellen. Der Markt dafür ist da, lediglich die Pro­duk­ti­ons­tech­niken und ‑stätten sind noch nicht ganz auf dem erfor­der­lichen Stand. Daran wird gerade gear­beitet.

Möbel für alle, nicht nur fürs Museum.

Und wie muss man sich das ange­dachte Design dazu vor­stellen?

Bis jetzt ist es so, dass viele Möbel ent­weder sehr teuer sind oder von Design her sehr his­to­ri­sierend wirken. Mein Ansatz wäre eher, bezahlbare Möbel zu machen, die vom Design her viel uni­ver­seller, moderner und zeit­loser sind – sich also bes­ten­falls auch über Afrika hinaus ver­kaufen lassen. Möbel für alle, wenn man so will.
Möbel, die nicht im Museum stehen, sondern die wirklich Jede:r kaufen kann.

Du warst gerade Teil der Jury des German Design Award. Welche Ein­drücke hast du gewonnen?

Ich bin immer sehr gerne in Jurys, weil man da sehr span­nende Men­schen aus unter­schied­lichen Branchen aus der ganzen Welt trifft und teil­weise mehrere Tage lang mit­ein­ander dis­ku­tiert. Man muss gut zuhören können, eine Haltung haben und gut argu­men­tieren können: Und manchmal auch Kom­pro­misse finden. Wenn mein Gegenüber etwa einen Entwurf mit vielen Farben favo­ri­siert, während ich mich bei­spiels­weise in eine sehr redu­zierte Arbeit mit japa­ni­scher Ästhetik ver­liebt habe, wird es einfach spannend!

Noch mal kurz zurück zur Lehre: Wir haben gesehen, dass du im Zuge von „Summer Schools“ mit deinen Student:innen unter anderem in Afrika unterwegs warst. Welche Impulse bringt das?

Mit den Summer Schools, die ich mit Prof. Dr. Axel Gampp ent­wi­ckelt habe und seit über 10 Jahrn gemeinsam leite, waren wir unter anderem in Indien, in Ägypten, in Riga und aktuell in Istanbul unterwegs. Auch hier geht es per se erst einmal um Haltung: Man befindet sich in einer anderen Kultur und lernt – bei­spiels­weise zum Thema Pavillon – was es für Bau­weisen gibt, wie so etwas vor Ort ent­worfen und gebaut wird. Und dann bauen wir das in Hand­arbeit – ganz prak­tisch, in zwei Wochen. Das ist immer wieder eines meiner High­lights des Jahres!
So lernen die Student:innen meiner Meinung nach am schnellsten: vor Ort, ohne Com­puter, mit den eigenen Händen.

Wichtig ist, dass die Student:innen Spaß dabei haben, dort und auch all­gemein beim Lernen. Wir ver­suchen nicht zu phi­lo­so­phisch zu sein, sondern lieber zu ver­mitteln, dass wir alle Archi­tektur durch unsere Sinne leben und erleben. Ich ver­suche zu ver­mitteln, dass man es spüren kann. Sie sollen ver­suchen zu spüren, was es heißt in einem Raum zu sein oder Möbel zu gestalten. All das wird für Men­schen gemacht und von uns allen benutzt. Insofern lässt es sich auch erspüren, wenn die Sinne dafür geschärft sind.

Noch mal zurück zu deinen Stühlen: Welche Neu­ig­keiten gibt es da?

Kürzlich war ich in New York. Das Studio Museum in Harlem hat für seine Kol­lektion drei Assem­blage-Stühle gekauft. Das erlebt man ja auch nicht alle Tage!

Glück­wunsch, Charles! Und herz­lichen Dank für das Gespräch.


Charles O. Job wurde in Lagos, Nigeria, geboren. Er erwarb sein Diplom in Archi­tektur und einen Master-Abschluss in Städ­tebau an der Oxford Brookes Uni­versity und sam­melte anschließend Berufs­er­fahrung in ver­schie­denen Archi­tek­tur­büros in London, Paris und Zürich.

Er war viele Jahre lang Juni­or­pro­fessor an der renom­mierten Eid­ge­nös­si­schen Tech­ni­schen Hoch­schule (ETH) in Zürich und wurde 2008 zum Pro­fessor für Archi­tek­tur­design-Theorie an der Berner Fach­hoch­schule ernannt, wo er wei­terhin in Teilzeit lehrt.

Sein Studio ist in den Bereichen Archi­tektur, Innen­ar­chi­tektur, Produkt‑, Möbel- und Licht­design tätig und betrachtet Archi­tektur in ihrer ganzen Vielfalt. Das ständige Streben nach ein­facher Inno­vation ist der rote Faden, der sich durch das breite Spektrum seiner Pro­jekte zieht.

Charles O. Job war Mit­glied zahl­reicher inter­na­tio­naler Desi­gn­jurys, dar­unter IF Germany, German Design Awards, Asia Pacific Interior Design Awards (APIDA), D&AD Awards Groß­bri­tannien, World Archi­tecture Fes­tival, Trinity Buoy Wharf Drawing Prize, Groß­bri­tannien, und Prix Lignum, Schweiz. Er hat zahl­reiche inter­na­tionale Wett­be­werbe gewonnen. Mehrere seiner Stühle wurden von nam­haften Design­museen wie dem Vitra Design Museum, dem Denver Art Museum und dem Studio Museum in Harlem erworben.

Interview: Das Gespräch führten Jan Hamer und Ulrich Stefan Knoll.

Fotos: Charles O. Job © Dominic Büttner (Titelfoto), SEQ © Dominic Büttner (2) © Charles O. Job (1/3), Afro-Sketch © Dominic Büttner (4), Afro-Sketch: Skizze und Muster © Charles O. Job (5), Haus Ariasana © Martin Hemmi (6–10), Luftbild Vals © Lukas Schweizer / Visit Vals AG (11), Haus Ariasana © Martin Hemmi (12), Mask: Ideen­skizze © Charles O. Job (13), Mask: Modelle © Charles O. Job (14), Mask: Pro­totyp © Dominic Büttner (15), Mask © Dominic Büttner (16), Assem­blage: Ideen­skizzen und Pro­totyp © Charles O. Job (17–19), Assem­blage © Dominic Büttner (20), Sketch: Ent­wick­lungs­phase © Charles O. Job (21), Sketch und Afro-Sketch, Pro­to­typen © Charles O. Job (22), Sketch © Dominic Büttner (23/24), Summer School Frank­reich © Charles O. Job (25–27), Summer School Indien © Charles O. Job (28/29), Assem­blage im Studio Museum © Isata Elizabeth Yansaneh (30/31)

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