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alte säge & Iselhof — Vom muße­vollen Menschsein, klaren Visionen und einem sin­genden See

Ein kleiner Kosmos für sich. Ruhe, Natur und selbstbestimmtes Urlaubsglück: Alles kann, nichts muss.

von Britta Krämer im Oktober 2020

Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv. Er ist im October 2020 erschienen, möglicherweise sind nicht mehr alle Details aktuell.

 alte säge & Iselhof — Vom muße­vollen Menschsein, klaren Visionen und einem sin­genden See in  /

Ob Erich Kästner je am Weis­sensee gewesen ist, ent­zieht sich dem Wissen der Autorin. Aber seine Fest­stellung “Man ist schon Stammgast, oder man wird es.” wurde für die Lien­zerin Angela Frey zum Leit­motiv. Sie hat als Quer­ein­steigern zum Tou­rismus gefunden und fand sich mir nichts dir nichts mitten in ihrer Berufung wieder: Unter dem Label “Zimmer Frey” erdenkt sie besondere Urlaubsorte, die heilsame Natur, gute Archi­tektur und lokale Eigen­heiten zu einem har­mo­ni­schen Drei­klang ver­weben. Inmitten gran­dioser Land­schafts­sze­narien ent­stehen Kraft­plätze von inspi­rie­render Klarheit und indi­vi­du­ellem Charme. Sie stupsen Seele und Sinne an und scheinen unsichtbare Fühler zu haben – für unaus­ge­spro­chene Wünsche, ver­gessene Erin­ne­rungen, für kleine und grosse Träume. Trifft man als Gast auf derlei Orte die so selbst­ver­ständlich in Resonanz mit den eigenen Sehn­süchten gehen, dann pas­siert es schon einmal, dass man ganz unver­hofft zum Ha­bi­tué wird.

© Ramona Waldner

Alpen­fjord.

Nördlich von Her­magor erstreckt sich entlang der Aus­läufer der Gail­taler Alpen auf 930 Metern über dem Mee­res­spiegel der höchst­ge­le­genste Badesee Kärntens: Der Weis­sensee. Lang und schmal wie ein Fjord schmiegt er sich an die wild­ro­man­tische Ufer­land­schaft aus Schilf­zonen, tief her­ab­hän­genden Weiden und Feucht­wiesen. Auf­grund seiner unter­schied­lichen Was­ser­tiefen leuchtet er in tau­sendfach chan­gie­renden Nuancen von Blau, Türkis und Sma­ragdgrün und gleicht einem gigan­ti­schen impres­sio­nis­ti­schen Gemälde. Seinen Namen ver­dankt er dem mar­kanten weissen Rand aus Kalk­stein-Abla­ge­rungen, der den See wie ein Hei­li­gen­schein umgibt und seine Farben noch inten­siver erscheinen lässt. Der Weis­sensee wird durch unter­ir­dische Quellen und von zwei Zuflüssen gespeist und hat — eine wirk­liche Sel­tenheit — Trink­was­ser­qua­lität. Dank des unge­wöhnlich sau­beren Wassers kann man bis zu sechs Meter tief in die blau­grüne Unter­was­serwelt blicken. Scuba diving nach Kärntner Art!

© Ramona Waldner

See­sym­phonie.

6,5 Qua­drat­ki­lo­meter meist stilles, mal gur­gelndes, plät­scherndes, schwap­pendes Wasser. Nur ein Drittel der Ufer­zonen ist bebaut und rund um den See erstreckt sich ein weit­läu­figes Land­schafts­schutz­gebiet mit einer arten­reichen Flora und Fauna. Es zirpt und zwit­schert im Schilf, Enten­fa­milien ziehen quakend ihre Runden, See­fo­rellen, Fluss­barsche, Karpfen und Hechte tummeln sich in der blauen Tiefe. Ab und an kräuselt ein sprin­gender Fisch die glatte Was­ser­ober­fläche, dreht eine Pirouette in der Luft und wirbelt sich in hohem Bogen zurück ins nasse Habitat. Kanu­fahrer und Stand-up-Paddler geniessen die stille Weite des Wassers wenn die Mor­gen­nebel den See in eine mys­tische Atmo­sphäre tauchen. Im Sommer sonnen sich die Bade­gäste auf den Lie­ge­wiesen am Ufer und erfreuen sich der ange­nehmen Tem­pe­ra­turen des Sees, der bis zu 24° C warm wird.

© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner

Und im Winter? Im Winter ereignet sich all­jährlich ein ein­zig­ar­tiges Schau­spiel: Der Weis­sensee friert voll­ständig zu und ver­wandelt sich in die größte Natur­eis­fläche Europas. Das Schilf, die Boots­stege, Bojen, Was­ser­blasen und selbst die Zeit ver­harren still und starr in der ver­wun­schenen Eis­land­schaft. Dann ziehen Schlitt­schuh­läufer ihre Runden über die exzellent prä­pa­rierten Bahnen: pfeil­schnell die Profis, vor­sich­tigen Schrittes die Anfänger, rut­schend und schwanz­we­delnd die Hunde. Scharfe Kufen gleiten über die glit­zernde Eis­fläche, Fami­li­en­väter kreiseln johlend und mehr oder weniger elegant um die eigene Achse und den Kindern geht vor lauter Glück und roten Backen so ziemlich niemals die Puste aus. Doch ganz urplötzlich halten sie inne und lau­schen andächtig, dann nämlich, wenn der See zu singen anfängt. Auf­grund von Tem­pe­ra­tur­un­ter­schieden und den daraus resul­tie­renden ther­mi­schen Span­nungen “arbeitet” das Eis und ver­ur­sacht geheim­nis­volle Klänge unter der See­ober­fläche: es knallt, schnalzt, murmelt und seufzt seine eigen­tüm­liche, ein­dring­liche Weis­sensee-Sym­phonie.

© Britta Krämer
© Britta Krämer
© Britta Krämer
© Britta Krämer

Jungmann’s Ensemble.

In der Orts­fraktion Neusach fliesst der Mühlbach freundlich rau­schend in den Weis­sensee. Einst ver­sorgte er ein ans Bachbett angren­zendes Sägewerk mit Energie. 2010 kaufte Angela Frey das Grund­stück der alten Säge und betraute den Lienzer Archi­tekten Peter Jungmann mit der Aufgabe, hier, nur zwei Geh­mi­nuten vom Seeufer ent­fernt und inmitten eines wert­vollen Öko­systems, auf einer Fläche von 2800 Qua­drat­metern ein beson­deres Refugium für Urlauber zu ent­werfen.
Jungmann sanierte das alte Sägewerk von Grund auf und ver­wan­delte den ehe­ma­ligen Indus­triebau mit viel Fein­gefühl und raf­fi­nierten Lösungen in gross­artig-schlichte Urlaubs(t)räume.

© Ramona Waldner

Zunächst ent­standen vier Feri­en­woh­nungen im Haupthaus — Bug, Steg, Heck — sowie eine Wohnung im Anbau: Flosse. Beim Betreten der Woh­nungen inha­liert man den Duft von geöltem Lär­chenholz und die Sinne ent­spannen sich beim Anblick der klaren, schnör­kel­losen Gestaltung und der weiten Sicht in die Land­schaft. Die glatten Holz­ele­mente wollen gestrei­chelt werden, nichts ist über­flüssig, jeder Zen­ti­meter ist klug geplant.

Hier dreht sich alles um bedürf­nis­ori­en­tierte Raum­kon­zepte die kon­tras­tie­rende Ele­mente ent­weder stimmig zusam­men­führen oder ihnen eine gleich­wertige Daseins­be­rech­tigung zuge­stehen: Innen und Aussen, stiller Rückzug und kom­mu­ni­ka­tives Mit­ein­ander, open space und intro­ver­tiertes Nest. Schie­be­türen ver­schwinden lautlos in der Wand, lösen oder zeigen Grenzen auf und lassen Ent­fal­tungs­räume ent­stehen, die die Bewohner fle­xibel ver­ändern können: Loft oder Koje, stilles Atelier oder quirlige Spiel­wiese, kuli­na­rische Tafel­runde oder Think Tank mit See­blick. Lichte Weite, unge­wöhn­liche Raum­höhen, jede Menge Holz und riesige Pan­ora­ma­fenster schaffen ein stim­miges Kon­tinuum von Archi­tektur und Natur.

Jede Wohnung hat ihren ganz eigenen Grundriss, Mood und Cha­rakter, doch es gibt einen roten Faden: tief ent­spanntes Wohl­gefühl. Es durch­flutet Wohn­räume, Saunen, Bäder und Schlaf­zimmer. In den Kaminöfen lodert das Feuer, kuschelig warme Schaf­felle laden auch bei kaltem Wetter auf die Ter­rassen ein: Draussen sein, die Bergluft inha­lieren, dem See noch ein Stückchen näher kommen. Archi­tektur und Aus­stattung ergänzen sich in der alten Säge ganz fabelhaft, denn sie haben ein und das­selbe Bestreben: das muße­volle Menschsein zu jeder Jah­reszeit.

© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner

Glä­serne Gar­ten­häuser.

2016 bekam die alte Säge Nach­wuchs: Anker und Boje, zwei Neu­bauten im wild­ro­man­ti­schen Garten, für die Architekt Peter Jungmann just mit dem Kärntner Lan­des­bau­preis 2017 (Aner­kennung) aus­ge­zeichnet wurde. Intro­ver­tierte Offenheit ist hier kein Paradox sondern bau­meis­ter­hafte Prä­misse. Die Bauten heben sich markant gegen die Land­schaft ab und fügen sich mit ihren grasbe­wach­senen Flach­dä­chern dennoch har­mo­nisch in den topo­gra­phi­schen Kontext ein. Die Ein­gangs­be­reiche beider Häuser sind mit Kor­ten­stahl ummantelt, ihre rost­braune Sil­houette weckt Asso­zia­tionen an Erd­schollen oder Schiffs­schorn­steine die aus dem Boden ragen. 4,5 Meter hohe Fenster lassen von hier aus Licht in die tie­fer­lie­genden, ins Erd­reich ein­ge­bet­teten Schlaf­zimmer dringen. Innen gehen rauher Sicht­beton, Lär­chenholz, Natur­stein und Glas eine gross­artige Sym­biose ein und ver­strömen eine warme, fast kon­tem­plative Atmo­sphäre. Zum See hin lösen breite Glas­fronten die Grenzen zwi­schen innen und aussen auf und ver­mitteln das Gefühl, mitten im blü­henden oder schnee­be­deckten Garten zu wohnen. Anker und Boje. Häuser, die Halt geben.

© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner

Hei­liger Schwitz­kasten.

Halt geben — noch eine Prä­misse. In der Tat kommt man nicht umhin, auf Schritt und Tritt über Plätze und Annehm­lich­keiten zu stolpern, die den Urlaub berei­chern, die erden und beflügeln zugleich. Der Garten ent­faltet seine heilsam-heitere Wirkung und erinnert uns daran, wie gut es tut, in der Natur zu sein. In den gemüt­lichen, offenen Gie­bel­be­reichen thront man über den Dingen, die Vogel­per­spektive schenkt klare Ein­sichten und neue Blick­winkel.
Die Sauna einer jeden Feri­en­wohnung ist ein archi­tek­to­ni­sches Unikat und wird zum stillen Tempel für Körper, Geist und Seele: Ein­ge­hüllt in wohl­tuende Hitze inha­liert man das äthe­rische Aroma heisser Dampf­auf­güsse, der Gedan­kenlärm ver­stummt all­mählich und macht Raum für fried­liche Ent­spannung. Draussen murmelt der Mühlbach leise sein Mantra. Die hei­ligen Schwitz­kästen der alten Säge sind nicht der einzige aber ein ver­dammt guter Grund, auch und gerade dann an den Weis­sensee zu kommen, wenn es nieselt, regnet, stürmt und schneit. Je wilder das Wetter draußen tobt, umso woh­liger fühlt sich die Wärme drinnen an.

© Ramona Waldner
© Ramona Waldner

Bade­hütte.

Die viel­leicht schönste Sauna des Weis­sensees ver­steckt sich in Peter Jung­manns mehrfach preis­ge­krönten Badehaus direkt am Seeufer. Der schlichte Bau mit Sat­teldach inter­pre­tiert die For­men­sprache der lokalen Bade­hütten mit zeit­loser Reduktion aufs Wesent­liche. Eine archaische Haus­skulptur aus säger­auhem Lär­chenholz, dessen natür­liche Ver­wit­terung die Grenzen zwi­schen Land­schaft und Archi­tektur nach und nach auflöst. Zum Wasser hin ist das Badehaus fast voll­ständig ver­glast und man wird das Gefühl nicht los, der See gehöre einem ganz alleine.

© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner

Fischer’s Fritz

Die alte Säge ist ein kleiner Kosmos für sich und doch eng mit der lokalen Com­munity verwebt. Bei Mor­gen­grauen tapst Bäcker­meister Holzer höchst­per­sönlich auf leisen Sohlen vor jede Feri­en­wohnung und füllt die Brot­kisten von Anker, Flosse & Co mit duf­tendem Früh­stücks­gebäck. Wer Fisch liebt, kann diesen frisch geräu­chert bei Martin Müller bekommen — samt inter­es­santer Ein­sichten zur sanften See­fi­scherei. Und wem der Sinn mal nicht nach Kochen steht, der darf ein paar Häuser weiter im loe­wenzahn Jakob Lilgs kuli­na­rische Alchemie mit See­blick erleben: Der junge Spit­zenkoch wurde in Raffl’s St. Antoner Hof mit zwei Hauben aus­ge­zeichnet und eröffnete 2019 sein eigenes Restaurant ganz nah am alten Sägewerk.
Viele feine Annehm­lich­keiten und per­sön­liche Emp­feh­lungen ver­mitteln das sichere Gefühl, dass sich Angela Frey und Team ein­gehend aber still und leise Gedanken über ihre Gäste machen. Braucht man sie, sind sie da, ansonsten walten und wirken sie auf Zehen­spitzen und über­lassen die Gäste ihrem selbst­be­stimmten Urlaubs­glück. Alles kann, nichts muss.

Iselhof: Zimmer Frey, Klappe die Zweite.

Die wich­tigsten Zutaten des Frey’schen Urlaubs­kon­zepts — Orte, die Ruhe, Gebor­genheit und einen ganz indi­vi­du­ellen Charme ver­strömen, gepaart mit guter, zeit­loser Archi­tektur — haben aus dem alten Sägewerk eine Oase der Muse gemacht die ihre Gäste tief ent­spannt, ver­wöhnt und inspi­riert.
Der Erfolg am Weis­sensee wurde für Angela Frey zum Mut­macher und Kata­ly­sator für die Rea­li­sierung ihres neu­esten Pro­jektes und lang­ge­hegten Traumes: Den alten Stadel des Fami­li­en­an­wesens am Rande der Son­nen­stadt Lienz zu sanieren und zu einem beson­deren Refugium für indi­vi­duelle Ferien zu machen. Geträumt getan.
Sze­nen­wechsel: Ostirol. Lienz. Iselhof. Zimmer Frey, Klappe die Zweite.

© Ramona Waldner

Archi­tek­to­nische Drei­fal­tigkeit

Das Timing war perfekt: Tochter Valerie hatte 2016 gerade ihren Abschluss des Archi­tek­tur­stu­diums in der Tasche und war bereit für die Her­aus­for­derung, am Ort ihrer Kindheit her­kömm­liche Wohn-Gewohn­heiten auf den Kopf zu stellen und fri­schen Wind in die alten Mauern des Stadels zu bringen. Flan­kiert von Architekt Andreas Heidl gaben die Freys ihrer anfäng­lichen Vision Form, Inhalt und Seele. Das Ergebnis ist ein archi­tek­to­ni­sches Tri­ptychon aus altem Bestand und neuen Ele­menten, das mit Gegen­sätzen meis­terhaft jon­gliert und sie zu einer har­mo­ni­schen Einheit ver­bindet: Der Iselhof-Stadel mit den zwei Feri­en­woh­nungen Kuchl und Stube, die von Andreas Heidl geplante Villa Notsch, ein hoch­mo­derner Kubus aus Sicht­beton mit rie­sigen Kuckfenstern, und das alte Her­renhaus aus dem 13. Jahr­hundert. Drei Gebäude deren Fas­saden und Innen­leben nicht unter­schied­licher sein könnten und doch braucht es jeden ein­zelnen Aspekt dieses ungleichen Trios, um den Iselhof in seiner Ganzheit zu begreifen, um seine His­torie mit Leben zu füllen, sie in der Gegenwart zu ver­ankern und für die Zukunft wei­ter­zu­spinnen.

“Am Iselhof gehe ich einen Schritt weiter und baue auf dem reichen his­to­ri­schen Fundus des Iselhofs auf. Gemeinsam mit meinem Ehemann ent­wi­ckelte ich die Villa Notsch und den Stadel für Lieb­haber schöner Orte. Unter­stützt von Archi­tekten und Künstlern ent­steht hier ein Ort für Indi­vi­dua­listen. Ein­ge­bettet in die Wiesen und den Obst­garten, der Jahr­hun­derte über­dauert hat, erzählen die neuen Bleiben unter­schied­liche Geschichten. Diese wollen ent­deckt werden.
Auf Ent­de­ckungs­reise gehen meine Gäste auch im Garten, wo Oasen ent­standen sind, die wun­derbare Aus­blicke und viel Platz für jedermann bieten. Ein Besuch am Iselhof ist ein Ein­tauchen in meine Inter­pre­tation von Ferien. In eine Welt der hohen und hohlen Bäume, der weiten Wiesen und Fluren, in deren Mitte ein alter Stadel und ein klar struk­tu­riertes modernes Haus steht.”

© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner
© Ramona Waldner

Stadt, Land, Fluss.

Die Gäste des Iselhof-Stadels können aus den zwei Feri­en­woh­nungen direkt in den weit­läu­figen, idyl­li­schen Land­schafts­garten treten, der unmit­telbar an den Glet­scher­fluss Isel angrenzt. Hier kann man unter Apfel­bäumen träumen, der Kuh beim Grasen zusehen oder zum benach­barten Schloss Bruck schlendern. Lienz ist fuß­läufig erreichbar und über­rascht mit einem fast medi­ter­ranen Flair, male­ri­schen Gassen und netten Cafés. Die unmit­telbare Umgebung des Iselhofs ist eine wahre Wun­dertüte: hier kann man baden und biken, Drei­tau­sender besteigen oder vor urigen Alm­hütten die Aus­sicht geniessen. Man kann hier wandern und klettern, ski fahren und rodeln, man kann sich von kun­digen Kennern in die hei­mische Kräu­ter­kunde, die Stadt­ge­schichte oder in die Geheim­nisse des Schlipf­krap­fen­ma­chens ein­weihen lassen. Stadt, Land, Fluss und noch viel mehr. Ost­tirol ist über­ra­schend viel­seitig, liebens- und lebenswert. Weniger bekannt als seine alpinen Nachbarn scheint es bisher eine Tarn­kappe getragen zu haben und das ist gut so. Denn diese ver­steckte und wun­derbar authen­tische Ecke Öster­reichs ist genau der richtige Ort, um der Welt — der fre­ne­ti­schen — eine Zeit lang ganz ent­spannt und heiter abhanden zu kommen.

© Ramona Waldner

Text: Britta Krämer, Oktober 2020

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Die vor­ge­stellten Häuser

Apartment Alte Säge
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Ein altes Sägewerk am öster­rei­chi­schen Weis­sensee wurde umfassend reno­viert und beher­bergt sechs außer­ge­wöhn­liche Feri­en­woh­nungen.
Apartment Iselhof
Iselhof
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Bergwelt und Stadt­leben, Tra­dition und Moderne — ein Urlaub im Iselhof in Lienz in Ost­tirol hat viele Facetten. Man wohnt mitten im Grünen, gelangt aber in wenigen Minuten zu Fuß in das Zentrum der Klein­stadt.

Ein Kommentar

Dieser Beitrag trifft es sehr gut,wir waren gerade wieder für 1 Woche dort und haben es sehr genossen.
Per­fekter Ort zum ent­schleu­nigen und entspannen,sollte eigentlich nicht ver­öf­fent­licht und beworben werden.…Steg 1 auch ein­ge­schränkt bar­rie­refrei

c.k.63 sagt:

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