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Ihr könnt (immer noch) nach Hause gehen!

Warum Reisen bildet, aber längst nicht mehr Alle um jeden Preis bereist werden wollen.

von Britta Krämer und Ulrich Stefan Knoll im November 2021

 Ihr könnt (immer noch) nach Hause gehen! in  /

Wir leben in Zeiten des Umbruchs. Die Bal­lungs­ge­biete wachsen und werden nach­ver­dichtet, Miet­preise und Wohn­raum­bedarf steigen dort vie­lerorts mitt­ler­weile längst expo­nen­tiell. Während in der Provinz die Land­flucht zunimmt, alt­her­ge­brachte und gewachsene Struk­turen teils schwinden oder der Ausbau moderner Infra­struktur häufig noch stockt. Oder, genau in umge­kehrter Richtung, ehemals tou­ris­tisch unin­ter­es­sante Regionen wie etwa die Uckermark im Ber­liner Umfeld zunehmend „ent­deckt“ werden – und das offen­sichtlich in einem Maße, welches selbst hoch­rangige Medien wie DIE ZEIT zwi­schen­zeitlich auf den Plan rief.

Wieder andernorts haben Ever­green-Desti­na­tionen wie Venedig oder Mal­lorca die Nase voll von einem Land und Leute ent­wür­di­genden Over­tourism und ver­suchen sich mit spe­zi­fi­schen Initia­tiven der Tou­ris­ten­ströme zu erwehren, die via Bil­lig­flieger oder Kreuz­fahrt­schiff wie Heu­schre­cken­schwärme ein­fallen und ebenso plötzlich wieder ver­schwinden, ohne irgend­einen nen­nens­werten Mehrwert zu hin­ter­lassen.

Die Pan­demie mag dies­be­züglich zeit­weise eine Klammer gesetzt haben, doch die Pro­bleme sind dadurch nicht weniger brisant geworden.

Was das mit uns, mit URLAUBSARCHITEKTUR zu tun hat?

Viele Part­ner­häuser aus unserem Netzwerk liegen tra­di­tionell in eher ländlich geprägten Regionen. Dort hoch­wertige Gast­ge­ber­kultur und ‑archi­tek­turen ver­ortet zu wissen, erachten wir als kleine, wert­volle Schritte in Richtung zukunfts­wei­sender Rei­se­an­gebote – für und mit mehr Weit­sicht, kul­tu­reller Empathie und Sinn­haf­tigkeit.

Falls – wie in obigem Uckermark-Bei­spiel – tat­sächlich allzu kon­träre Stand­punkte oder gar Ver­wer­fungen ent­stehen sollten, werden wir diese (selbst)kritisch begleiten und konkret handeln. Denn die seit Jahren zu beob­ach­tenden Über­hit­zungs­ef­fekte (Grund­stücks­preise wie Gemüter betreffend) und die auch bereits vor und unab­hängig von Covid 19 auf­ge­tre­tenen Unru­he­zu­stände in der Rei­se­branche (Bucket lists, Over­tourism, Gen­tri­fi­zierung) stimmen auch uns bedenklich.

Urlaubs­ar­chi­tek­turen, die in Gegenden liegen, die bislang nicht oder noch nicht wieder ent­deckt worden sind und die noch für Furore sorgen könnten oder dies bereits still und heimlich tun, sind hier­gegen selbst­ver­ständlich kein All­heil­mittel. Aber sicher eben­falls kleine Schritte in die richtige Richtung.

Einige dieser ver­ges­senen Desti­na­tionen haben es im Zuge der Pan­demie zu einer gewissen „Renais­sance“ gebracht – wenn auch in gerin­gerem Maße als von uns erhofft und for­ciert. Zudem haben viele unserer Leser:innen im Zuge des pan­de­mie­be­dingt nochmals ver­knappten Ange­botes an Urlaubs­un­ter­künften anti­zi­piert, dass Häuser und Desti­na­tionen in „2. Reihe“ in Hin­blick auf einen Buchungs­erfolg deutlich viel­ver­spre­chender sind, vor allem aber mit uner­wartet posi­tiven Urlaubs­er­fah­rungen auf­warten konnten.

Wie weiter?

Gut gebaute Archi­tektur alleine kann selbst­ver­ständlich weder die Land­flucht (in die eine oder andere Richtung) auf­halten noch eine Trend­wende an über­lau­fenen Hot­spots her­bei­führen. Sie trägt aller­dings dazu bei, der­artige Ent­wick­lungen punk­tuell abzu­schwächen – mit­telbar zumindest. Und kann in Ver­bindung mit einer acht­samen Gast­ge­ber­kultur aus unserer Sicht sehr wohl rich­tungs­weisend sein, um Pro­jekte mit Leucht­turm­cha­rakter her­vor­zu­bringen.

In diesem Sinne freuen wir uns, wenn Sie über unser Netzwerk sinn­hafte und authen­tische Urlaubs­er­fah­rungen an den „Rändern des Tou­rismus’“ machen und dabei unbe­kannte Orte auf­spüren, die Sie – viel­leicht ent­gegen erster Ver­mu­tungen – inspi­rieren und berei­chern. Und mit deren Wahl Sie, ganz nebenbei, per­sönlich Ein­fluss darauf nehmen, wie es in der (Reise-)Welt lang­fristig wei­tergeht.

Unse­rer­seits ver­sprechen wir, zukünftig noch genauer und sorg­fäl­tiger hin­zu­sehen, wenn wir neue Partner:innen aus­wählen und dabei unser Augenmerk noch stärker auf Nach­hal­tigkeit in all ihren Facetten zu legen.

“Und wenn wir die ganze Welt durch­reisen, um das Schöne zu finden: Wir müssen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht.”

(Ralph Waldo Emerson)

Text: Britta Krämer und Ulrich Stefan Knoll, November 2021

Foto: © Drew Dau via unsplash.com

Der Beitrag erschien erstmals als Edi­torial unseres Buches URLAUBSARCHITEKTUR 2019. Auf­grund seiner nach wie vor hohen Aktua­lität wurde er lediglich um Erkennt­nisse am Ende der 2. Corona-Rei­se­saison erweitert.

Ein Kommentar

Ein her­vor­ragend geschrie­bener und so wich­tiger Beitrag, der mich sehr beein­druckt hat. Vielen Dank an die beiden Autoren.
Sehr gerne lese ich immer Ihre neuen Bei­träge und erfreue mich an den wun­der­schönen Objekten in herr­licher Umgebung und staune dabei immer wieder, wie unglaublich schön Archi­tektur in die ent­spre­chende Land­schaft ange­passt und sinnvoll gebaut werden kann.
Alles Gute Ihnen wei­terhin und freund­liche Grüße,
F.- B. Zerfaß

Franziska- Beate Zerfaß sagt:

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