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Richtig ankommen

Im dritten Teil unserer Reihe „Aus dem Leben einer Ver­mie­terin“ dreht sich alles um den psy­cho­lo­gisch wich­tigen Moment der Ankunft. Der Urlaub hat begonnen, aber ist man wirklich schon da?

im Mai 2022

 Richtig ankommen in  /

Ich erinnere mich sehr gut an eine Situation kurz nach unserer Eröffnung. Die Woh­nungen waren gerade fertig, alles glänzte und roch neu, wir waren so stolz auf das, was wir geschaffen hatten. Eine Frau, die als zweiter Gast eine Wohnung gebucht hatte, grüßte bei ihrer Ankunft kurz, stürmte an uns vorbei in die Wohnung und rannte durch alle Zimmer. Wir hörten Türen schlagen und den Klo­deckel klappen und wun­derten uns. War das viel­leicht eine geheime Feri­en­woh­nungs­tes­terin? Ein paar Minuten später trat sie mit ernstem Blick über die Schwelle und unter­richtete uns, dass sie Peter­si­li­en­blätter im Sieb der Spül­ma­schine gefunden hätte und dass bei so einer schlechten Pflege wir wahr­scheinlich nicht lange exis­tieren würden. Bäm – würde meine Teenager-Tochter jetzt sagen. Treffer, ver­senkt.
Während die Frau ihre Koffer tapfer aus dem Auto holte – scheinbar willens, ihren Urlaub an so einem unge­pflegten Ort zu ver­bringen – sah ich vor meinem inneren Auge die gerade gestartete Existenz bereits in Scherben liegen. So schwierig hatte ich mir mein Leben als Ver­mie­terin nicht vor­ge­stellt.

Heute weiß ich: Es ist der besondere Moment des Ankommens, wo Erwartung und Wirk­lichkeit auf­ein­an­der­treffen und wo Hunger, Harn­drang und hys­te­rische Kinder keinen klaren Gedanken zulassen. Wer jetzt auch noch an die Koffer denkt, die gleich wieder aus­ge­packt werden müssen und sich fragt, ob es über­haupt noch einen offenen Super­markt am Sams­tag­abend gibt, der ist für das Schöne nicht emp­fänglich und garan­tiert nicht im Urlaubs­modus. Andere Gäste wie­derum haben sich viel­leicht so lange auf den Urlaub gefreut, dem Partner immer wieder von der tollen Unter­kunft erzählt, die sie durch Glück gefunden haben, den Arbeits­kol­legen vor­ge­schwärmt und jetzt – passt das idea­li­sierte Bild nicht zur Ankunfts­rea­lität.

Meine Mit­ar­bei­terin erzählt mir regel­mäßig von Gästen, denen sie beim Ankommen nichts recht machen kann. Der Park­platz ist zu eng, die Treppen zu steil, es gibt nicht genügend Abla­ge­fläche im Bade­zimmer und dann auch noch der Garten …. Sah das nicht anders aus auf den Bildern? Ja, und wo ist eigentlich die ver­spro­chene Wasch­ma­schine? Immer freundlich lächeln, souf­fliere ich meiner Mit­ar­bei­terin.

Ein paar Tage später, wenn ich mich erkundige, ob die Gäste noch immer alles doof fänden, eine 180-Grad-Wende: Nein, sie seien alle super­zu­frieden, total nett, freuen sich, so einen schönen Ort gefunden zu haben und planen bereits jetzt wie­der­zu­kommen. Was ist pas­siert?

Der erste Ein­druck, für den man angeblich keine zweite Chance bekommt, scheint bei Urlaubs­un­ter­künften nicht ent­scheidend zu sein. Anders als in der zwi­schen­mensch­lichen Kom­mu­ni­kation, wo sich das Gehirn schnell festlegt und meist auch recht behält, muss ein Urlaubs­do­mizil oft erst erobert werden. Mit dem Ver­teilen der mit­ge­brachten Sachen setzt man seine per­sön­lichen Duft­marken und mit dem ersten Kaffee auf der Ter­rasse öffnet sich der Blick. Der lange Stau auf der Autobahn, ver­gessen; die letzte Mail, die nicht ver­sendet werden konnte, egal; die ver­gessene Son­nen­brille, die doch griff­bereit im Flur lag, nicht so schlimm. Manche benö­tigen zum Ankommen nur ein paar Minuten, andere ein paar Stunden, im schlimmsten Fall Tage. Gute Feri­en­woh­nungen können auf diesen Moment geduldig warten.


Ver­öf­fent­licht: Mai 2022

Titelbild: Anton Sharov via unsplash.com

3 Kommentare

In unseren Lieb­lings­hotels gibt’s am Empfang nach dem “Herzlich will­kommen. Schön, dass Sie da sind.” erst mal ein Getränk und einen kleinen Appe­tizer / Brotzeit aus der Küche und man führt uns auf die Ter­rasse, die Sofas, etc. “Ich komme dann gleich zu Ihnen mit den Anmelde-Unter­lagen…” heißt es dazu. 10 Minuten später, nachdem dann bei uns auch ein erster Teil der Seele ange­kommen ist, setzt man sich zu uns an den Tisch, die Sof­agar­nitur, etc. und erzählt erst mal ein Wenig von den Neu­ig­keiten im Haus, der Region, etc., bevor es dann zum admi­nis­tra­tiven Teil geht. Fazit: Wir stellen bei uns ein ganz anderes Ankommen fest. Wenn wir das Zimmer betreten, dann sind wir bereits (fast) im Urlaub. Viel­leicht sind’s deshalb unsere Lieb­lings­hotels geworden. Ich wette, das funk­tio­niert (zumindest bei uns) auch bei Feri­en­woh­nungen… :-)

Carsten sagt:

Wirklich nett geschrieben. Aus meiner Erfahrung hilft ein nettes “Ein­füh­rungs-Will­kommen” ganz gut. Man bleibt vor dem Haus stehen, erzählt ein wenig von der Geschichte der Wohnung, und wie man sie her­ge­richtet hat, fragt dann nach dem Anlass der Reise, begrüsst mau­lende Kinder separat und führt die Gäste dann selbst durch die Wohnung. So kommen die gestressten Men­schen erst einmal “runter” und sehen dann alles mit den den Augen des Ver­mieters ;). Natürlich gibt es immer noch Aus­nahmen, manches Mäkeln sollte man dann nicht so schwer nehmen und als Anregung etwas zu ver­bessern opti­mieren. Viel Glück wei­terhin!

Antje Peters sagt:

Sehr gut beob­achtet und schön for­mu­liert, doch sind starke Nerven und viel Erfahrung für den Umgang mit solchen Gästen von Nöten. Viel Kraft und eine grosse Portion Humor wünsche ich Besitzern und Ange­stellten für die Zukunft.

Susanna Rüegg sagt:

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