Aus einer jahrhundertealten Scheune am Rand des Bergdorfes Vnà im Unterengadin entwickelte Architekt Christof Rösch ein dreigeschossiges Ferienhaus. Die äußere Hülle blieb nahezu unverändert, während im Inneren ein heller, großzügiger Wohnraum entstanden ist. Auf zwei Ebenen befinden sich jeweils ein Schlafzimmer mit Bad, dazwischen liegt der zentrale Wohnbereich mit Kamin und Küche. Durch die Hanglage öffnet sich jedes Geschoss zu einem unverstellten, je nach Wetter dramatischen Bergpanorama.
Großzügig fällt das Licht durch die traditionell ornamentierten Fassadenelemente ins Innere. Sie dienten einst der Belüftung des Heus und lassen sich öffnen oder temporär entfernen. Hinter der bestehenden Fassade ist eine dreigeschossige innere Glashaut eingefügt, die – je nach Zustand der äußeren Elemente – gefiltertes oder direktes Licht in die Räume lenkt und den Blick in die Landschaft inszeniert. Zwei kleine Dachfenster belichten zusätzlich Bad und Schlafbereich im Obergeschoss. Die bestehende Substanz wurde weitgehend erhalten und nur dort, wo es erforderlich war, mit einheimischem Holz und Kalk ergänzt. Je nach Tageszeit und Wetter verändert sich so die Atmosphäre im Haus – mal ruhig und gedämpft, mal weit und lichtdurchflutet.
Ein weitere prägnante Neuerung ist die freigestellte Nordwand, die sich vom Hang löst. Zwischen alter und neuer Konstruktion entstehen schmale Zwischenräume, die als Stauraum und kleine Innenbalkone dienen.
Die Chasa Favgia im auf 1.630 Metern gelegenen Vnà ist ein Ort der Ruhe. Direkt vom Haus führen Wanderwege in die Berge und Täler des Unterengadins. Etwa eine Stunde zu Fuß entfernt liegt der Hof Zuort, ein Swiss Historic Hotel mit ausgezeichneter Engadiner Küche. Zu Fuß oder mit dem gut getakteten Postauto erreicht man Scuol mit der Bogn Engiadina Scuol oder das historische Dorf Sent, das sowohl bei Skifahrenden als auch bei Giacometti-Fans beliebt ist.
Was geht hier
Wandern direkt ab Haus, Panoramawege mit Blick ins Inntal und zum Schweizerischen Nationalpark, Biken auf Naturwegen und alpinen Routen, Schneeschuhwandern, Langlaufen im Tal, Baden und Sauna in der Bogn Engiadina Scuol, Tagesausflüge im Unterengadin und nach Samnaun, regionale Küche in umliegenden Gasthäusern, kleine Kulturveranstaltungen in den Dörfern
Warum wir dieses Haus mögen
Ein archaischer Baukörper wird durch eine neue innere Glasschicht räumlich erlebbar, reduziert und doch überraschend vielschichtig.
Für wen passt dieses Haus
Paare oder Familien, die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen. Auch zwei Paare oder kleine Familien finden durch die Schlafräume im oberen und unteren Geschoss gut verteilte Rückzugsorte. Insgesamt gibt es zwei Doppelbetten sowie eine großzügige Schlafkoje. Kinderbett, Kinderstuhl und Kindersicherung sind vorhanden.
Nachhaltigkeit
Transformation einer bestehenden Scheune ohne zusätzliche Bodenversiegelung, Wiederverwendung von Baustoffen, Einsatz regionaler und nicht industrieller Materialien, Innendämmung mit Stampfhanfkalk und Kalkputzen aus Dolomitkalk und Sand des nahegelegenen Inns. Heizsystem mit Luftwärmepumpe, Photovoltaik und Stückholzofen (emissionsarm bzw. CO₂-reduziert).
Details
| Region |
CH - Schweiz, Vna Engadin, Graubünden |
| Name | Chasa Favgia |
| Lage | Am Rand des kleinen, auf 1630 Höhenmeter gelegenen Bergdorfes Vna |
| Anzahl Gäste | Max. 4 Erwachsene und 2 Kinder |
| Fertigstellung | 2023 |
| Design | Christof Rösch, Basel/Sent |
| Architektur | alt & neu, historisch |
| Unterkunft | Ferienhaus |
| Kriterien | 1-4 (Haus/Wohnung), Berge, Familie, Wandern, Workation |
| Gleicher Architekt | Chasa Staila |
Verfügbarkeitskalender
Der Kalender zeigt die aktuelle Verfügbarkeit der Unterkunft an. An Tagen mit weißem Hintergrund ist die Unterkunft noch verfügbar. An Tagen mit dunkelgrauem Hintergrund ist die Unterkunft nicht verfügbar.
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