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Manzara Istanbul und Ayvalik

Das Reisen in unseren bewegten Zeiten hat in den letzten Monaten eine völlig neue Bedeutung bekommen: Während die einen ihr Land verlassen, um zu überleben, machen sich andere Menschen Gedanken über ihren Jahresurlaub.

von Gabriele Kern-Altındiş, mit Vorworten von Christiane Pfau und Britta Krämer im März 2016

Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv. Er ist im March 2016 erschienen, möglicherweise sind nicht mehr alle Details aktuell.

 Manzara Istanbul und Ayvalik in  /

Das Reisen in unseren bewegten Zeiten hat in den letzten Monaten eine völlig neue Bedeutung bekommen: Während die einen ihr Land ver­lassen, um zu über­leben, machen sich andere Men­schen Gedanken über ihren Jah­res­urlaub. Flucht und Eska­pismus sind ver­wandt und doch so ver­schieden. Während wir jede Woche wun­derbare Häuser prä­sen­tieren, in denen man auf besondere Weise Ferien machen kann, haben Hun­dert­tau­sende kein sta­biles Dach über dem Kopf – geschweige denn eine Heimat. Wir wissen, dass der Grat schmal ist, auf dem wir uns bewegen, und gleich­zeitig halten wir die Fahne hoch für das, was wir lieben: Gute, bei­spiel­hafte Archi­tektur. Eine Bekannte hat vor kurzem gesagt: „Nach­richten über Kul­tur­er­eig­nisse sind momentan eigentlich das Einzige, was einen irgendwie noch positiv stimmt.“ Die Con­ditio unserer Zeit ist in jedem Gedanken präsent, bei den Betreibern ebenso wie bei den Gästen, die die URLAUBS­AR­CHI­TEKTUR-Häuser bewohnen. Besondere Häuser ziehen besondere Men­schen an: Die Häuser, die auf urlaubsarchitektur.de prä­sen­tiert werden, sind kom­pri­mierter Aus­druck von Bau­kultur. Dies zu bewahren, ist eine Maß­nahme gegen die Bar­barei der Gegenwart.

Chris­tiane Pfau

Erdoğan Altındiş und Gabriele Kern-Altındiş sind die visio­nären Macher von Manzara Istanbul und Manzara Ayvalik: Mer­di­venli Ev / Kay­nakli Ev: In Istanbuls Stadtteil Karaköy betreibt das Archi­tek­ten­ehepaar ein dezen­trales Apart­hotel mit 25 spek­ta­ku­lären Woh­nungen, die behutsam restau­riert wurden und deren Pan­orama einem schlicht den Atem ver­schlägt. An der tür­ki­schen Küste im male­ri­schen Fischerort Ayvalik warten seit einem halben Jahr ein­drucksvoll restau­rierte Häuser im alten Dorfkern auf Gäste mit Sinn für Ästhetik, Meer­idylle und Zitro­nen­baumduft. Das Projekt Manzara (zu dt.: Ein­sicht, Aus­sicht, Weit­sicht) ist viel mehr als nur das Bestreben zweier Archi­tekten, alte Bau­sub­stanz mit neuem Leben zu füllen. Manzara ist eine Lie­bes­er­klärung an eine Stadt, die Orient und Okzident seit jeher auf ein­zig­artige Weise mit­ein­ander verwebt. Manzara ist gelebter Kul­tur­aus­tausch und die Feri­en­woh­nungen ein beein­dru­ckend har­mo­ni­sches Zusam­men­spiel von mini­ma­lis­ti­scher Ein­fachheit und Tausend und einer Nacht. Manzara ist eine herz­liche Ein­ladung an alle Rei­senden, sich bezaubern, ver­führen und inspi­rieren zu lassen.

Britta Kraemer

Es scheint als gerate mitt­ler­weile die ganze Welt aus den Fugen. Mit dem Anschlag in Paris endete das letzte Jahr, mit dem in Istanbul begann das neue. Neben dem Kli­ma­wandel und seinen Folgen, erwartet die Welt nun mit der Flücht­lings­krise, aus­gelöst durch Kriege und wach­sende gesell­schaft­liche Insta­bi­lität, auch eine große wirt­schaft­liche und huma­nitäre Her­aus­for­derung. Das pro­phe­zeien mitt­ler­weile alle ein­schlä­gigen Experten. Und letzt­endlich ist auch jeder ein­zelne von uns, ob mit­telbar oder unmit­telbar, für diesen Zustand mit­ver­ant­wortlich.

Der poli­tische Kurs der tür­ki­schen Staats­re­gierung macht es für viele derzeit nicht leicht, Gefallen an einer Reise in die Türkei zu finden. Tou­ris­mus­experten kennen solche Ent­wick­lungen bereits aus den Zeiten als z.B. George W. Bush die USA und Silvio Ber­lusconi Italien regierten. Damals hatte dieser Wirt­schafts­zweig starke Ein­bußen zu ver­zeichnen, viele kleine, ambi­tio­nierte und mutige Unter­nehmen mussten sogar ganz auf­geben. Dies droht nun auch der Türkei und wird dieses Land mit beson­derer Härte treffen. Viele Exis­tenzen sind bereits bedroht, die Folgen unab­sehbar, denn zur wirt­schaft­lichen Kata­strophe kommt die innen­po­li­tisch unge­löste Frage der kur­di­schen Eman­zi­pa­ti­ons­be­wegung, die das Land zu spalten droht. Lang­fristig wird dieser Kon­flikt, direkt oder indirekt, auch wieder nach Europa gelangen.

Obwohl auch wir aktuell diesen Trend stark zu spüren bekommen, erleben wir gleich­zeitig ein starkes Interesse daran, die Türkei und Istanbul gerade jetzt ken­nen­zu­lernen. Viele Gäste schreiben uns, dass sie aus Soli­da­rität mit den Men­schen hier ganz bewusst die Desti­nation Türkei wählen, um zu demons­trieren, dass sie sich nicht ein­schüchtern lassen und ihre Begeis­terung für das Land an nichts ver­loren hat.

Denn die Türkei und ins­be­sondere Istanbul, ist nach wie vor der ideale Ort, den Dialog zwi­schen Ost und West zu führen. Und an sinn­licher Schönheit ist diese Stadt wohl kaum zu über­treffen.

Mit so viel Anteil­nahme und Uner­schro­ckenheit hatten wir nicht gerechnet! Für uns ist das eine große Moti­vation. Wir werden daher „jetzt erst recht!“ wei­ter­machen und mit allen Mitteln, die uns zur Ver­fügung stehen, den Dialog zwi­schen den Kul­turen fördern. Viel­leicht können wir so lang­fristig einen kleinen Beitrag zur Ver­stän­digung und einem fried­lichen Mit­ein­ander bei­tragen.

Alle Ängste können wir unseren Gästen viel­leicht nicht nehmen. Und es gibt keine Garantie, in Istanbul oder Ayvalik mensch­lichem Leid, das uns auf den Straßen begegnen kann, immer aus dem Weg gehen zu können.

Aber wer kennt das nicht, dieses mulmige Gefühl, dass uns zunächst über­kommt, wenn wir in ein Flugzeug steigen und uns ins­geheim die Frage stellen, ob wir unbe­schadet unser Ziel erreichen werden?! Doch wir ver­trauen der Technik und den­je­nigen, die ihre Ver­ant­wortung ernst nehmen, und so gelingt es uns instinktiv, unsere Bedenken aus­zu­räumen. Denn nur so können wir unseren Träumen und Zielen folgen. Daran sollten wir immer fest­halten.

Natürlich haben auch wir, die wir in Istanbul leben, hin und wieder ein gewisses Gefühl der Beklemmung. Aber wie sagte schon Erich Kästner so schön: „Wer keine Angst hat, hat keine Phan­tasie“.

Und in Ayvalik? Ja, ein­zelne Flücht­linge beginnen dort ihre Odyssee in eine ver­meintlich bessere Welt. Krieg und Elend haben sie dann bereits hinter sich, aber ob sie je ihr Ziel erreichen werden, bleibt ungewiss.

Immer noch kommen viele Flücht­linge auch in Deutschland an. Dennoch leben wir unser Leben weiter, und das ist auch richtig so. Aber wir richten unseren Blick auf diese Men­schen. Viele Men­schen helfen, so, wie es in ihrer Macht steht, andere zeigen Anteil­nahme und Mit­gefühl, manche leider nur Ver­achtung. Aber: keiner kann sich der Situation ent­ziehen.

Wir alle können nur hoffen, dass sich die Lebens­um­stände auf der Welt für alle Men­schen glei­cher­maßen ver­bessern. Aber so schnell wird das leider nicht pas­sieren, das ist uns allen bewusst. Und so werden wir immer öfter auch direkt mit dem Schicksal der Men­schen kon­fron­tiert sein, die nicht so pri­vi­le­giert leben können wie wir. Doch wenn wir einfach nur weg­schauen, wird das weder die Situation ändern, noch unser Gewissen erleichtern. Diese Kon­fron­tation sollten wir nicht scheuen, sondern uns dabei stets ins Gedächtnis rufen: All die schönen Momente, die wir in unserem Leben genießen dürfen, sollte unser Mit­gefühl für andere Men­schen stärken.

Wenn wir in einer glo­ba­li­sierten Welt leben wollen, sind Miss­ver­ständ­nisse und Kon­flikte vor­pro­gram­miert. Nur die per­sön­liche Begegnung mit einer fremden Kultur lässt uns Toleranz, Respekt und Akzeptanz üben. Diese jetzt zu meiden, bedeutet einen großen Verlust für uns, die wir in Freiheit und Selbst­be­stimmung leben wollen. Wir dürfen Augen und Herzen nicht vor dem ver­schließen, was in dieser, unserer Welt vor sich geht!

Seit 2009 lebt Gabriele Kern-Altındiş per­manent in Istanbul. Gemeinsam mit Ihrem Mann Erdoğan Altındiş, dem Gründer des Unter­nehmens, hat sie Manzara stetig wei­ter­ent­wi­ckelt. Zunächst widmete sie sich mit Passion und viel Liebe zum Detail der Gestaltung von Innen­räumen, der Orga­ni­sation der Fir­men­struktur und der per­sön­lichen Gäs­te­be­treuung. Erst im Laufe der letzten Jahre scheint sie jedoch ihre wahre Bestimmung gefunden zu haben: gemeinsam mit ihrem Mann denkt sie sich immer wieder neue Pro­jekte aus, die einem Ziel folgen: den Dialog zwi­schen zwei Kul­turen, zwi­schen Ost und West und auch den vielen inter­es­santen Men­schen unter­ein­ander, denen die beiden auf unter­schied­lichste Weise ständig begegnen, zu fördern.

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