Ulla Hell: Im Dialog mit der Topografie – Landschaft weiterbauen
Ihre Erdung und ihre besondere Formsprache bezieht die Südtiroler Architektin aus der Verwurzelung in ihrer Heimat in den Dolomiten. Neue Ansätze entstehen aber gerne auch durch den Austausch im internationalen Netzwerk Plasma Studio.
Hallo nach Südtirol! Eines deiner neuesten Projekte ist das jüngst eröffnete Reinhold Messner Haus in Sexten. Wie kam es zu dem Auftrag für die Umnutzung der alten Bergstation?
Die Idee eines Reinhold Messner Museums liegt fast 30 Jahre zurück. Reinhold Messner und mein Schwiegervater Willi Rainer hatten sich zu der Zeit kennengelernt. Und da Reinhold Messner in den Südtiroler Dolomiten einen Standort suchte, waren sie über viele Jahre lose in Kontakt geblieben.

Als die Seilbahnstation am Helm, die von Sexten ins Skigebiet führt, an ihre Kapazitätsgrenze stieß und durch eine Kabinenbahn ersetzt wurde, gab es plötzlich diese alte, leerstehende Seilbahnstation – mit einem richtig tollen Panoramafenster in die Sextener Dolomiten. Man steht da auf 2000 Metern und blickt aus der Distanz horizontal in die Berge hinein. Der trapezförmige Ausblick fängt den Blick vom Veneto bis ins Pustertal über 180 Grad ein. Reinhold Messner war begeistert, und auch die Seilbahnbetreiber begrüßten die Idee eines öffentlich zugänglichen, kulturell genutzten Gebäudes unter der Leitung von Reinhold Messner.

Auf genehmigungstechnischer Ebene war das ein Kraftakt. Denn die gesetzliche Lage sieht eigentlich vor, dass bei der Errichtung einer neuen Seilbahnstation die alte abgebrochen werden muss. Das macht natürlich generell vollkommen Sinn, es war aber in dem Fall ein Glück, dass es nicht so weit kam. Denn es handelt sich um einen enorm massiven Betonbau, der über einen Spannschacht 17 Meter tief in der Erde verankert ist und Mauern von bis zu 160 cm aufweist.
Als mittlerweile in Sexten ansässige Architektin und über die Bekanntschaft meines Schwiegervaters mit Reinhold Messner wurde mir die Planung übertragen.


Die ehemaligen Seitenschiffe der Station habt ihr abgebrochen, richtig?
Ganz genau. Die Hauptform ist ein sehr formschönes Gebäude. Und dann gab es über die Zeit kleine Anbauten, die lagen wie kleine Warzen drumherum.
Natürlich war es für uns ein großer Diskussionspunkt, ob es legitim ist, diese Teile zu entfernen und stattdessen eine neue Eingangssituation zu schaffen, wenn wir uns mit einem Upcycling-Projekt beschäftigen.
Den Ausschlag hat wieder mal das Thema Landschaft gegeben. Durch das Abbrechen der Dächer der Anbauten konnten wir ein neues Landschaftsdach einziehen und die aufgeladene Gesamtsituation mit dem benachbarten Self-Service-Restaurant der Aufstiegsanlagen, einem Kinderspielplatz mit allen möglichen Attraktionen und den Skipisten ein wenig beruhigen. Wer von hier aus auf den Karnischen Höhenweg will, der findet nun auf der abgewandten Seite einen ruhigen Platz mit Blicken Richtung Veneto und der Sextener Sonnenuhr.
Das umgenutzte Gebäude sollte als Reinhold Messner Haus zu einem Erzählort werden, der die Werte des Bergsteigers vermittelt.
Wie müssen wir uns einen Erzählort genau vorstellen?
Alles, was man im Innenraum sieht, trägt die Handschrift von Reinhold Messner und seiner Frau. Sie sind selbst immer wieder mal da und bringen neue Exponate und arrangieren sie. Da ich von Anfang an wusste, dass das eine Art Work in Progress sein würde, war klar, dass das Haus alles aushalten können muss, was der Nutzer danach damit macht.
Als ich zum allerersten Mal im Gebäude war, war sofort klar, dass neben der besonderen Aussicht vor allem der Raum, in dem sich vormals die Gewichte bewegt haben, um die Bewegung auf den Berg überhaupt zu ermöglichen, faszinierend ist.


Insofern war wichtig, dass die Besucher:innen beim Betreten zuerst einmal diese technisch doch sehr beeindruckenden Räumlichkeiten sehen. Dort haben wir auch die vertikale Erschließung vorgenommen. Man taucht also über diesen großen Spannschacht ab und in das Haus hinein und kommt erst dann in die Räumlichkeiten, die vormals unter den Seilbahneinfahrten lagen. Um diese für alle Menschen zugänglich zu machen, mussten wir das Niveau etwas anheben. Statt mit Rampen zu arbeiten, haben wir eine kontinuierliche Ebene geschaffen, die an einen Skatepark erinnert. Und erst hier kommt das riesige, leicht nach außen geneigte Panoramafenster zum Tragen. Ebenfalls cool am Projekt fand ich den Brandschutz …

Moment mal …, dass eine Architektin oder ein Architekt den Brandschutz cool findet, ist selten!
Ja, doch. Eigentlich hätten wir die gesamte Stahlstruktur mit Brandschutzfarbe beschichten müssen. Oder sie ummanteln, was aber zum Verlust des Gefühls für dieses technische Gebäude geführt hätte. Sprinkleranlagen waren aufgrund des Wassermangels am Berg ohnehin keine Option.
Wir haben dann einen Brandschutzplaner gefunden, der eine andere Berechnungsmethode anwendet. Dabei ist es hauptsächlich um die Fluchtwegsplanung gegangen und die Festsetzung der Anzahl der Menschen, die sich im Gebäude aufhalten dürfen. So konnten wir die technische Herkunft des Gebäudes ganz pur erhalten und erlebbar machen und gleichzeitig die nötige Sicherheit gewährleisten.
Ein sehr schönes Projekt! Wird es gut vom Publikum angenommen?
Durchaus. Es ist natürlich eine gewisse Attraktion, dass Reinhold Messner selbst relativ oft hier ist. Man merkt vor Ort, dass hauptsächlich Menschen kommen, die wirklich mehr über ihn erfahren möchten. Es gibt dort etwa ein Archiv, wo man in seinen Büchern blättern und Fotos anschauen kann. Das wird sehr gut angenommen. Alle Punkte, die mir bereits zu Beginn wichtig waren, konnten in der Planung umgesetzt werden. Und es war zudem eine sehr interessante Aufgabe, das Spannungsfeld zwischen Auftraggeber und Nutzer zu koordinieren.
Anderes Thema: Wir schauen ja immer gespannt auf den Komplex rund um euer Familienhotel Rainer und die Evolution der Architektur. Bei Paramount Alma hast du das selbst mal als kontinuierliche Erweiterung betitelt.
Richtig. Auch momentan ist schon wieder einiges in Planung: Bei der Königswarte Strata erneuern wir aktuell nach innen.


Das betrifft gerade die ältesten Zimmer und liegt vorwiegend daran, dass die Ferienwohnungen seinerzeit nicht für den Urlaub von Familien konzipiert waren, was sich über die Jahre als unser Schwerpunkt herauskristallisiert hat. Außerdem wurde dem Thema Kochen seinerzeit kein großer Stellenwert eingeräumt. In der Hinsicht sind die Ansprüche der Gäste einfach gestiegen.
Werdet ihr auch an der Raumstruktur arbeiten, vergrößert ihr etwa Zimmer?
Nicht primär. Wir haben doch eine Anzahl an Zimmern, in denen man sehr großzügig wohnen kann und die auch für größere Familien geeignet sind. Insofern glaube ich, reicht das Angebot.


Und eure Projekte geht ihr alle gemeinsam als Familie an?
Ja. Es ist zwar nicht immer einfach, über mehrere Familien und Generationen hinweg zusammenzuarbeiten. Vielleicht dauern Entscheidungen im Familienkonglomerat auch länger und Diskussionen über Qualitätsstandards nehmen mehr Raum ein … aber diese Entscheidung haben wir getroffen und finden sie auch spannend – samt den nötigen Reibungsstellen.



Was uns beim Besuch bei euch sehr überrascht hat, war der Altbau aus den 1970er Jahren mit diesem wunderbaren Bar- und Restaurantbereich, der eine ganz eigene architektonische Qualität hat.
Das war Mitte der 1970er Jahre einer der früheren Holzbauten in der Hotelarchitektur, und die Halle lebt noch heute von diesem Holzleimbau mit seiner ganz besonderen Atmosphäre und dem skulpturalen Ofen.


Das versuche ich mit allen Kräften zu erhalten, denn das ist das Herzstück des Hauses – nicht nur atmosphärisch, sondern auch was die Geschichte betrifft, die wir zu erzählen haben. Es war seinerzeit einfach extrem mutig und weitsichtig von meinem Schwiegervater, der Mitte der 1970er Jahre seine kleine Pension erweitern wollte und weit herumgefahren ist, um herauszufinden, was man bauen könnte. Dabei ist er irgendwann auf einen ganz jungen österreichischen Architekten gestoßen: Peter Thurner. Der war zu der Zeit gerade Studienabgänger und hat das Projekt dann für ihn mit sehr viel Engagement und Enthusiasmus entworfen. Da sich meine Schwiegereltern teilweise sogar von Gästen Geld leihen mussten, um das Projekt verwirklichen zu können, ist das schon ein besonderes Stück Familiengeschichte, das man unbedingt bewahren sollte.



Dazu gesellen sich mittlerweile die ultramodernen Gebäude auf der anderen Straßenseite, mit einer ganz anderen Architektursprache. Wie bist du, wie seid ihr auf diese faszinierende Formensprache gekommen?
Der ältere Teil vom Strata ist ebenfalls eine Architektur von Peter Thurner. Die geplante Erweiterung dazu sollte er eigentlich ebenfalls planen. Er aber fand, das käme gar nicht in Frage und sagte meinem Schwiegervater und meiner Schwägerin, die das Haus führt, dass sie ihm als Anfänger seinerzeit eine Chance gegeben hätten – jetzt hätten sie eine Schwägerin bzw. Schwiegertochter, die gerade mit dem Architekturstudium fertig sei und der man mit dem gleichen Vertrauen die Chance geben müsse.

So bin ich zu dem Auftrag gekommen und habe versucht, für meine Schwägerin und meinen Schwager ein Haus zu planen, das ihren Vorgaben entspricht. Diese waren – neben dem Budget – die besondere Lage mit dem wunderbaren Blick, den es einzufangen galt. Und man sollte Holz sehen und spüren können. Mir war es ein Anliegen, etwas zu schaffen, was mit der Topografie in Dialog tritt.
Daher haben wir auch nicht den Bestand weiter gebaut, sondern wir haben die Landschaft weiter gebaut, die wir dort vorgefunden haben.
Das war sehr mutig von den beiden, denn am Ende hatte man unter einem Dach eigentlich fast zwei Produkte, mit ganz unterschiedlicher Architektur.
Coole Geschichte, dass Peter Thurner dich da gewissermaßen reingestoßen hat!
Auf jeden Fall. Denn ich glaube nicht, dass sich mein Schwiegervater sonst getraut hätte, „diesem Mädchen“ die ganze Verantwortung zu geben. Zumal das tatsächlich eines meiner allerersten gebauten Projekte war, ich konnte ja noch nichts vorweisen.
Ist das Thema Landschaft weiterbauen bei deinen Büroprojekten einer der zentralen Ansätze?
Ich weiß jetzt nicht, ob es ein Hauptgestaltungselement ist. Es ist einfach oft den Orten geschuldet, an denen wir die Möglichkeit hatten, im Dialog mit der Topografie zu bauen. Welche Techniken, welche Mittel, welche Sprache wir da verwenden können, hat uns schon immer interessiert.


Den Umgang mit der Umgebung und dessen Einfluss auf die Kubatur und Form – das empfinden wir schon sehr prägend! Aber, anderes Thema: Erzähl doch bitte mal etwas mehr über Plasma Studio. Ihr seid ja kein klassisches Büro, sondern eher ein internationales Netzwerk…
Wir haben uns in London kennengelernt, ich bin dann aber irgendwann nach Südtirol zurückgegangen – einerseits, weil es hier Anfang der 2000er Jahre eine große Nachfrage nach hochwertiger Urlaubsarchitektur im Tourismus gab. Und auch, weil ich die Nähe zu den Felsen, der Natur und die Bewegung darin einfach brauche. Meine Partner:innen Eva und Holger sind zuerst in London geblieben. Als wir 2010 einen Wettbewerb in China gewonnen hatten, sind sie dorthin gezogen und haben mit Chuan Wang einen Partner gefunden, mit dem wir auf Augenhöhe arbeiten konnten. Ein paar Jahre später ist Eva nach Singapur gezogen und Holger nach Hongkong, während es unseren Partner in Peking weiterhin gab. Mit Peter Pichler, der in Wien sitzt, gibt es zudem seit 2007 einen weiteren fixen Mitarbeiter. Im Schnitt arbeiten wir in einem Team von etwa acht bis zehn Personen.
Und wie arbeitet ihr dann konkret zusammen, wie entstehen Entscheidungen?
Die Arbeitsweise, wie wir sie alle irgendwo in der Covid-Zeit kennengelernt hatten, war eigentlich immer schon unsere Arbeitsweise. Vor allem in der Anfangsphase von Projekten ist das immer so ein Hin- und Herwerfen von Ideen. Die besten Projekte entstehen immer dann, wenn wir es schaffen, gut zusammenzuarbeiten. Sobald es in die Ausführung geht, geht das Projekt dann natürlich in die Hand des Einen oder der Anderen über.
Als Architektin will ich in Räumen denken und die Regisseurin bleiben.
Ihr schafft es also, euch ausreichend auszutauschen und Auseinandersetzungen zu führen?
Einerseits ist es eine Charakterfrage, wie viel man bereit ist zu diskutieren.
Andererseits muss man schon auch sagen, dass zwar die Anforderungen an uns als Architektenschaft steigen, die Honorare aber nicht. Da leidet dann die Diskussionsbereitschaft aus einem ökonomischen Grund. Ich versuche das oft so zu lösen, dass ich von Anfang an klarstelle, dass bestimmte Leistungen ausgelagert werden müssen, damit ich noch ausreichend Energie habe und Platz in meinem Kopf für die eigentliche architektonische Diskussion. Statt nur noch Paragrafen zufriedenzustellen oder eine zusätzliche Zertifikationsberechnung zu machen.
Wenn ich alles machen würde, bliebe von meiner Zeit am Ende des Tages gar nichts übrig und ich könnte vor allem nicht mehr an Architektur denken. Denn dann dächte ich nur noch in Zahlen, in Paragrafen, in Formeln – nicht aber in Räumen.
Als Architektin möchte ich natürlich am Ende doch die Regisseurin bleiben. Es muss schon der Anspruch sein und bleiben, dass man die Fäden in der Hand hat und das Projekt kontrolliert. Insofern halte ich es für besser, wenn bestimmte Themen von Fachplanern abgewickelt werden. Ehrlich gesagt hoffe ich, dass die nächste Generation das etwas klüger angeht.

Wie siehst du denn generell die Situation des Bauens in Südtirol, auch in Hinblick auf den Bettenstopp – wie hat sich die Situation in der Region entwickelt?
Der Bettenstopp wird effektiv umgesetzt, was ich für gut und richtig halte, weil es in Südtirol sehr viel unbebaubare Landschaft gibt und die verfügbare Fläche begrenzt ist. Wir sind geprägt von Tälern, und um in ein Tal hineinzukommen, braucht es eine Straße, welche in ihrer Dimension begrenzt ist – insofern müssen numerische Einschränkungen einfach sein. Was leider noch nicht stattfindet, ist eine numerische Beschränkung der Menschen, die sich in bestimmten Gebieten – im Speziellen in Skigebieten – aufhalten. Meiner Ansicht nach bräuchte es auch da gesetzliche Rahmenbedingungen.
Es gibt auf alle Fälle dieses neue Landesrahmenordnungsgesetz, das relativ strikt das Bauen im alpinen und landwirtschaftlichen Grün und die entsprechende Neuversiegelung von Flächen regelt – insofern ist bereits eine kleine Bremse eingeschaltet.
Das Statement können wir voll teilen. Anderes Thema: Du bist oder warst auch zum Thema „Frauen bauen anders“ aktiv.

Ich glaube, es braucht immer noch ein bisschen Ermutigung für junge Architektinnen, damit sie sich trauen, sich an die vorderste Front der Architektenschaft zu stellen und selbstbewusst ihren Weg zu gehen.
Frauen bauen meiner Meinung nach insofern anders, da sie eine höhere Bereitschaft an den Tag legen, zuzuhören. Meiner Erfahrung nach wollen wir besser verstehen – und sind dadurch sicher nicht die schlechteren Partnerinnen für eine Bauherrschaft als ein rein männliches Team.
Ich möchte einfach Wege aufzeigen, weil ich der festen Meinung bin, dass unser Beruf auch mit Familie und mit Kindern möglich ist – gerade bei projektbezogenen Zusammenarbeiten.
Wobei gerade im Baustellenbetrieb oft wenig Verständnis für familiäre Situationen herrscht – wenn die Baustelle ruft, eilt es!
Ja, meine Kinder beklagen sich auch manchmal, dass sie zu oft auf der Baustelle waren oder auf einer Messe … aber sie sind auch groß geworden. Und schließlich besteht unser Beruf ja bei weitem nicht nur aus Baustellen, sondern wir versuchen immer auch, Probleme zu lösen. Und das finde ich einen wahnsinnig spannenden Teil unserer Arbeit, dass wir uns der Lösung von Problemen widmen dürfen.
Das wäre ein schönes Schlusswort!
Ich möchte mich noch für eure Netzwerkarbeit bedanken, die ich schon sehr lange erlebe. Was ihr tut, ist für uns Gastgeber:innen sehr bereichernd und wertvoll. Und die Gäste, die über URLAUBSARCHITEKTUR kommen, sind schlicht Wunschgäste. Das passt einfach.
Danke für die Blumen und herzlichen Dank für das Gespräch, Ulla!
Ulla Hell studierte Architektur an der Universität Innsbruck, der Technische Universiteit Eindhoven und der Technische Universiteit Delft. Eine prägende Zäsur bildete ihr Aufenthalt in der Ciudad Abierta (Chile) — einem radikalen Experimentierfeld zwischen Architektur, Landschaft und Poesie, das ihren Blick auf Raum nachhaltig schärfte.
Es folgte London: Bei Plasma Studio arbeitete Ulla an der Seite der Argentinierin Eva Castro und des Deutschen Holger Kehne an internationalen Projekten, die sich durch konzeptuelle Klarheit und räumliche Präzision auszeichnen. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sich eine bis heute tragende Verbindung zu dem bewusst als Netzwerk verstandenen Büro.
Dann der bewusste Gegenpol: die Rückkehr in die Berge. In Sexten verankert, verbindet Ulla Hell heute internationale Praxis mit lokalem Kontext. Als Partnerin von Plasma Studio leitet sie das Büro in Südtirol und verantwortet Entwürfe in unterschiedlichsten Maßstäben – vom konzeptionellen Ansatz bis zur Umsetzung auf der Baustelle. Ihre Arbeit ist geprägt von Konsequenz, Ausdauer und einer guten Portion Idealismus.
Parallel dazu war sie bis 2022 in der Lehre an der Universität Innsbruck tätig und brachte dort ihre Haltung und Erfahrung in den akademischen Diskurs ein.
Interview: Das Gespräch führten Jan Hamer und Ulrich Stefan Knoll.
Fotos: Ulla Hell © Harald Wisthaler (Titelfoto), Reinhold Messner Museum © Florian Jaenicke (1/2, 4–7), Reinhold Messner Museum © Ulla Hell / Plasma Studio (3), Königswarte Strata © Cristobal Palma (8/9) © Hertha Hurnaus (10), Königswarte Strata © Ulla Hell (11), Familienhotel Rainer – Ansicht © Harald Wisthaler (12/14), © Privatarchiv Familie Rainer (13), Familienhotel Rainer – Innenansicht © Alex Filz (15) © Harald Wisthaler (16), Paramount Alma und Königswarte Strata – Topografische Einbettung © Ulla Hell (17), Paramount Alma (im Hintergrund Strata) © Hertha Hurnaus (18), Paramount Alma – Topografische Einbettung © Ulla Hell (19), Paramount Alma © Hertha Hurnaus (20), Appropriate_Bistro Bergsteiger @ Florian Jaenicke (21/22), Gebirgsstraße in den Dolomiten © Anton Rosca / Unsplash (23), Ulla Hell © Harald Wisthaler (24)
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