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Rei­se­fieber #42: Sprachen sind heute alles

Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv. Er ist im July 2015 erschienen, möglicherweise sind nicht mehr alle Details aktuell.

Rei­se­fieber — die Kolumne von Wolfgang Bachmann auf URLAUBSARCHITEKTUR

Immer wieder wird von Lesern die Frage gestellt, ob das viele Reisen unser Leben nicht sub­stan­ziell ver­ändert hat, ob wir unsere Nachbarn in Süd­tirol, Holland und auf den Sey­chellen jetzt nicht besser ver­stehen? Außerdem kur­belten Reisen doch den Konsum an, wir ver­langen jetzt auch Sushi in Wat­ten­scheid und wissen, dass im Napa Valley Weine pro­du­ziert werden und keine Hand­ta­schen. Da ist sicher etwas dran. Man spürt unseren poly­glotten Umgang schon an unserer Sprache. Ohne Eng­lisch zum Bei­spiel können Sie heute kein Unter­nehmen mehr leiten. Hier hat die Ent­wicklung an zwei Enden begonnen. Von unten comitten sich die Ver­treter in ihren mee­tings bei einem round table und ver­ein­baren die steps, da es ja nicht um peanuts geht und ihre Abteilung nicht länger die cashcow des Unter­nehmens sein kann. Von oben ant­wortet das Haus, indem es alle Bereiche und alle Mit­ar­beiter mit inter­na­tional geläu­figen Begriffen aus­zeichnet. Das ver­langt zunächst genaues Hin­hören, wenn der Kollege Eberle vom sales sich in seinem Schwä­bisch als key accounter vor­stellt. Gemach, das sind Anfangs­pro­bleme.

Fran­zö­sisch, immer noch die Sprache der Diplo­maten, ist dagegen aus der Mode gekommen. Beim Reit­sport, in Spiel­banken oder in tra­di­tio­nellen Kon­di­to­reien und Par­fü­merien hört man bis­weilen noch Nasales bei den Bestel­lungen. Spa­nisch konnte sich nicht durch­setzen. Diese zwi­schen Zunge und Lippen gelis­pelten Laute ver­meidet man tun­lichst, wenn man seine tapas bestellt.

Kommen wir zum Gewinner des Sprach­im­ports. Ein­deutig Ita­lie­nisch! Es hat nichts mit Pisa zu tun, obwohl man bei der Bil­dungs­be­wertung ruhig auch mal an die ältere Gene­ration denken sollte. Kein Architekt, Rechts­anwalt oder Apo­theker, der nicht den unent­behr­lichen Jargon des Pro­secco-Gürtels beherrscht! Damit kann man zeigen, dass man dazu­gehört. Früher brauchte man eine Alfa, um die ragazze von nebenan zu beein­drucken. Heute bestellt man due cap­pucci! Dass die kell­nernde Aus­hilfe das als zwei Cap­puc­cinos wei­tergibt, ist Anlass zu einer tisch­über­grei­fenden Debatte. Hier lässt sich Boden gut­machen: Non ci credo, non è pos­sibile!

Ja, ich kann das bestä­tigen. Das Reisen hat unsere Kultur nach­haltig ver­ändert. Es muss kein schlechtes Omen sein, dass sie an der Wal­dorf­schule Rus­sisch lehren.

Wolfgang Bachmann war Chef­re­dakteur und danach Her­aus­geber der Archi­tek­tur­zeit­schrift “Bau­meister”. Neben seiner jour­na­lis­ti­schen Arbeit ist er weithin bekannt für seine oft augen­zwin­kernden Kolumnen z.B. im Bau­meister und für die Süd­deutsche Zeitung. Wolfgang Bachmann schreibt ab 2014 regel­mässig für URLAUBSARCHITEKTUR.

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