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Archi­tek­tur­wan­derung: Stille Bau­kunst in Bayern

Wer geht, hat Zeit. Zum Betrachten, Wahrnehmen, Auf- und Annehmen. Ob Natur, Architektur, visionäre Ideen oder sich selbst. In einem ersten Anlauf in Oberbayern wandern wir von Bad Aibling nach Bayrischzell. Überraschendes garantiert.

von Julia Hauch im August 2026

 Archi­tek­tur­wan­derung: Stille Bau­kunst in Bayern in  /

In der Ferne zeichnet sich das Mang­fall­ge­birge ab, in pas­tell­far­benen Schat­tie­rungen, als hätte jemand mit dem Radier­gummi über den Himmel gewischt. Es ist früh, die Luft noch frisch und das Licht weich. Bis zu den ersten Hügeln der Alpen­kette liegt noch ein Stück Weg. Mehr braucht es nicht, schließlich hat man sich ent­schlossen zu wandern. Keine Bergtour, auf der es Grat­wan­de­rungen zu pas­sieren oder Gipfel in Apps zu mar­kieren gilt, sondern schlicht und einfach von Etappe zu Etappe. Des Weges wegen.

Spä­testens dann, wenn die Rei­se­vor­be­rei­tungen zu komplex, der Koffer zu schwer oder der Stau zu lang waren, dürfte die eine oder der andere schon mal darüber nach­ge­dacht haben: Warum nicht einfach los­gehen? Ohne viel Aufwand und Gepäck. Pergere heißt der latei­nische Ursprung, was so viel bedeutet wie sich auf den Weg machen. Seit 20 Jahren erlebt das Pilgern eine Renais­sance, auch ohne reli­giösen Beweg­grund. Los­lassen vom Alltag, im Schritt­tempo ent­schleu­nigen, dem eigenen Rhythmus folgen und die Land­schaft bewusst erleben. Je weniger pas­siert, desto mehr kommt man zu sich selbst. Wer auf dieser sanften Reise nicht nur Körper und Seele zur Ruhe kommen lassen, sondern auch der Inspi­ration Raum geben will und zwi­schen­durch die ein oder andere Ent­de­ckung ein­bauen möchte, ist mit der Erwan­derung außer­ge­wöhn­licher Archi­tektur abseits von Insta-Hot­spots und Men­schen­schlangen in bester Begleitung. Das funk­tio­niert auch im tou­ris­tisch beliebten Bayern.

Wir starten am Rande des Chiemgaus in Bad Aibling, einem char­manten Kurort im Mang­falltal, bekannt für sein „Schwarzes Gold“. Wer möchte, kann hier in Bayerns ältestem Moor­heilbad schon mal pro­phy­lak­tisch für Mus­kel­ent­spannung und fri­schen Wan­derteint sorgen. Denn dank des königlich baye­ri­schen Gerichtsarzt Dr. Desi­derius Beck wurde in Aibling 1845 die erste Sole- und Moor­schlamm-Bade­an­stalt eröffnet. Darüber hinaus erwartet Besucher:innen des Städt­chens eine Reise durch Zeit und Raum. Ange­fangen bei den barocken Bür­ger­häusern mit ihren auf­wen­digen figu­ralen Lüftl­ma­le­reien bis hin zur beein­dru­ckenden Dichte an his­to­ri­schen Villen, die eng mit der Blü­tezeit des Kur­be­triebs im späten 19. und frühen 20. Jahr­hundert ver­knüpft sind – von herr­schaft­lichen Wohn­häusern für Ärzte und wohl­ha­bende Kur­gäste bis hin zu exklu­siven Kur­pen­sionen. Bis heute finden sich zahl­reiche Über­nach­tungs­mög­lich­keiten, um der archi­tek­to­ni­schen Pil­ger­reise den pas­senden Auftakt zu ver­leihen. Ob für einen, zwei oder gleich mehrere Tage, denn zu ent­decken gibt es viel und zwei der Sehens­wür­dig­keiten liegen direkt vor der Tür.

Geschichte wei­ter­spinnen

Spa­ziert man an der Mangfall entlang Richtung Rosenheim, erreicht man nach etwa einer Stunde das impo­sante Haupt­ge­bäude der Alten Spin­nerei in Kol­bermoor – ein Indus­trie­denkmal, das mit seiner typi­schen roten Sicht­zie­gel­fassade, dem mar­kanten Uhrturm, den Stich­bo­gen­fenstern und Risa­liten bis heute von seiner Ver­gan­genheit erzählt.

Dank Eisen­bahn­an­schluss und Was­ser­kraft kam die Baum­woll­spin­nerei der J. P. Bemberg AG 1863 mit 11.000 Spindeln ins Rollen. Eine Zahl, die sich schnell ver­vier­fachte, bis 1898 ein Groß­brand das Haupt­ge­bäude voll­ständig zer­störte. Der heute drei­stö­ckige Spin­ner­eineubau wurde in zwei Abschnitten wie­der­auf­gebaut: der öst­liche Teil 1899 in klas­si­scher Indus­trie­ar­chi­tektur mit Guss­ei­sen­säulen und Kap­pen­decken, der west­liche Teil 1908 in moderner Stahl­be­ton­bau­weise als Zeugnis des archi­tek­to­ni­schen Wandels um die Jahr­hun­dert­wende, ergänzt durch ein Kessel- und Tur­bi­nenhaus, ein Bat­teur­ge­bäude, das Bal­len­ma­gazin und die Fär­berei sowie ein Ver­wal­tungs- und Pfört­nerhaus.

Nach dunklen Kriegs­jahren, in denen ein Teil der Spin­nerei für die Rüs­tungs­in­dustrie genutzt wurde, folgte 1993 die Still­legung und der langsame Verfall. Um das inzwi­schen denk­mal­ge­schützte Ensemble zu retten, begann Anfang des neuen Jahr­hun­derts eine umfas­sende Revi­ta­li­sierung durch die Unter­neh­mer­fa­milie Werndl, wobei die his­to­rische Bau­sub­stanz so weit wie möglich bewahrt wurde. Heute ist das ca. 200.000 Qua­drat­meter große Spin­nerei-Areal ein leben­diges Stadt­quartier, das Wohnen, Arbeiten und Kultur vereint – und als preis­ge­kröntes Bei­spiel für gelungene Denk­mal­sa­nierung und moderne Nach­nutzung gilt. Ob man in der freien Aka­demie der Bil­denden Künste eine Aus­stellung besucht, direkt am Kanal speist, um den Spin­ne­rei­weiher fla­niert oder die moderne Archi­tektur im Park besichtigt, der Ausflug zwi­schen Ver­gan­genheit und Gegenwart lohnt sich auf unter­schied­lichste Weise. Wer noch ein paar Schritte weiter spa­ziert, erreicht die his­to­rische Arbei­ter­siedlung Kol­bermoor – ein eben­falls denk­mal­ge­schütztes, bay­ernweit ein­zig­ar­tiges Ensemble des Werks­woh­nungsbaus, das ab 1862 für die Baum­woll­spin­nerei errichtet wurde.

Vom Mili­tär­ge­lände zur Modell­stadt

Zurück in Bad Aibling. Viel­leicht kurz durch­atmen, viel­leicht eine Moor­pa­ckung, viel­leicht endlich los­gehen. Schließlich sind wir bisher noch nicht weit gekommen auf unserem Weg. Doch bevor es Richtung Natur und Berg­pan­orama geht, lohnt sich ein wei­terer Abstecher. Diesmal mit top­secret Ver­gan­genheit und einem wich­tigen Beitrag für unsere Zukunft: Wie riesige weiße Golf­bälle liegen die neun iko­ni­schen Radome in der Vor­al­pen­land­schaft am Rand von Bad Aibling, einer his­to­ri­schen Mili­tär­basis. Einst Teil der Abhör­station der NSA sowie des welt­weiten Echelon-Systems, gehören sie heute zur Satel­li­ten­er­fas­sungs­stelle des BND.

Direkt daneben ent­steht offen und ein­ladend zukunfts­wei­sende Archi­tektur. Die visionäre Trans­for­mation startete 2005, als die B&O Gruppe ein etwa 70 Hektar großes Areal der Mili­tär­brache erwarb, um daraus ein Quartier für nach­haltige Archi­tektur und inno­vative Bau­pro­zesse zu ent­wi­ckeln. Heute ist das B&O Bau For­schungs­Quartier ein Pio­nier­projekt, das Wohnen, Arbeiten und Leben mit öko­lo­gi­schem Anspruch vereint und zugleich als Real­labor dient.

Im Mit­tel­punkt stehen moderne Holz­bau­ar­chi­tektur, rena­tu­rierte Grün­flächen samt altem Baum­be­stand, Bach und Blüh­wiesen sowie ein durch­dachtes Ener­gie­konzept, das das Viertel zur Null­ener­gie­stadt macht. Schulen und Kin­der­gärten sind über kurze Wege mit Arbeits­plätzen, Frei­zeit­an­ge­boten und Gemein­schafts­gärten ver­netzt. Darüber hinaus gibt es ein Hotel- und Tagungs­zentrum sowie einen Tech­no­lo­giepark, der die For­schung vor­an­treibt. Die Ent­wicklung des Quar­tiers wurde von Beginn an wis­sen­schaftlich durch Koope­ra­tionen mit Hoch­schulen und Uni­ver­si­täten begleitet. So rea­li­sierte bei­spiels­weise der Münchner Architekt Florian Nagler gemäß dem Prinzip „Einfach Bauen“ unter­schied­liche For­schungs­häuser in Holz, Ziegel, Beton und Lehm, deren Ener­gie­ver­brauch und Raum­klima über die Zeit beob­achtet werden.

Neben der Hei­zikone von Matteo Thun, einem kleinen Bio­masse-Heizhaus in Form einer mit Lär­chen­holz­schindeln gedeckten Kapelle, oder Holz 8, das in nur drei Wochen errichtet wurde und zu seiner Bauzeit 2011 das höchste Holzhaus Deutsch­lands war, gibt es zahl­reiche weitere weg­wei­sende Pro­jekte auf dem park­ähn­lichen Gelände zu ent­decken.

Stille

Endlich Weg. Über Willing und Berbling geht es hinaus Richtung Au, unter schat­tigen Alleen, vorbei an weiten Feldern, Kühen und Kapellen. Die ober­baye­rische Vor­al­pen­ku­lisse samt Wen­del­stein immer im Blick – sofern das Wetter mit­spielt, ver­steht sich. Im Dörfchen Au ange­kommen, hat man die Wahl: Genießer:innen zweigen ab und über­nachten in Bad Feilnbach – auf­grund seines milden Klimas auch „baye­ri­sches Meran“ genannt und berühmt für seine Obst­bren­ne­reien und den jähr­lichen Apfel­markt. Wer noch Kraft hat, wandert direkt weiter. Aller­dings erst mal bergauf, zum Auerberg. Ob auf asphal­tierter Straße oder über kleine, steile Pfade, die Anstrengung wird auf jeden Fall belohnt, denn das Ziel ist die öku­me­nische Jakobs­ka­pelle, ent­worfen von keinem Gerin­geren als einem der prä­gendsten Archi­tekten unserer Zeit, Michele de Lucchi.  

Völlig uner­wartet steht der zier­liche, 15 Qua­drat­meter große, schlichte Bau auf einer Wiese mit Alpen­ket­ten­blick. An klaren Tagen sieht man von hier bis zum Baye­ri­schen Wald. Allein die Ansicht der Kapelle ist kon­tem­plativ, ihr Besuch jedoch uner­lässlich und ein spi­ri­tu­elles Erlebnis. So still, so sehr aufs Wesent­liche gerichtet. Das Licht­spiel der kleinen, unter­schiedlich struk­tu­rierten Holz­fenster, das auf Stein und Tür fällt – fast magisch. Ein Ort der Stille und Natur­ver­bun­denheit, der berührt. Ganz egal, woran man glaubt.

Als ein Kunst­lieb­haber de Lucchis kleine, abs­trakte Holz­skulp­turen zum Thema „Haus“ ent­deckte, war er so fas­zi­niert, dass er 2012 eine davon rea­li­sieren ließ. Ver­steckt am Hocheck und doch mitten auf dem Jakobsweg, exakt 2.347 Kilo­meter von Santiago de Com­postela ent­fernt, ver­bindet die öku­me­nische Kapelle post­mo­derne Kunst mit der jahr­hun­der­te­alten Tra­dition ober­baye­ri­scher Hof­ka­pellen.

Als Mate­rialien wählte de Lucchi tra­di­tio­nelle Nagelfluh-Blöcke (auch „Herr­gotts­beton“ genannt), Bronze für Dach und Wet­ter­vordach sowie geöltes Eichenholz – allesamt Mate­rialien,  die ästhe­tisch altern und lange währen. Mit einem umlau­fenden Sims auf Fens­terhöhe, im Ver­hältnis 1:3 plat­ziert, werden die Pro­por­tionen im Stil der Renais­sance­ar­chi­tektur betont. Im mini­ma­lis­ti­schen Inneren, das nur eine Bank, ein ewiges Licht, ein Was­ser­becken und eine Schale mit Sand und feinen Kerzen enthält, führt eine Holz­treppe zu einem erhöhten Andachts­be­reich mit großem Rund­fenster, das eine kos­mo­lo­gische Per­spektive auf die Land­schaft bietet. Zwi­schen den Bäumen ist sogar ein Kreuz zu sehen, auch wenn reli­giöse Symbole hier keine Rolle spielen. Denn de Lucchi geht es um eine neue Spi­ri­tua­lität, eng ver­woben mit der Natur, die es zu respek­tieren und bewahren gilt.

Einkehr

Die Jakobs­ka­pelle hallt nach. Und lässt den Weg bis Niklas­reuth ver­fliegen, wo ein ver­steckter Bier­garten mit Pan­ora­ma­aus­sicht, großen Son­nen­schirmen und kühlen Getränken den per­fekten Ort zur Reflexion und Stärkung bietet. Alter­nativ erreicht man rund zwei Kilo­meter später Wörnsmühl mit wei­teren Mög­lich­keiten für eine Pause – ob zur Einkehr, zum Über­nachten, einem kalten Fußbad in der Leitzach oder einem erfri­schenden Vollbad im kleinen Naturbad am Waldrand. Eine Wiese, ein langer Pool, die Auf­schrift „Freibad“ – unmit­tel­barer und ent­spannter geht es kaum. Wer wieder Energie für rund 7 Kilo­meter und 200 Höhen­meter gesammelt hat, meistert noch die nächste Etappe – teils durch schat­ten­spen­dende Wälder mit kleinen Bach­läufen, die es zu über­queren gilt – und über­nachtet im Pförtner Pent­house in Hausham.

Einst der Eingang zum regio­nalen Pech­kohle-Bergwerk ist das indus­triell anmu­tende Gebäude heute ein so unge­wöhn­licher wie läs­siger Rück­zugsort, der sein bru­ta­lis­ti­sches Flair mit moderner Coolness und großer Behag­lichkeit kom­bi­niert. Im Zuge der Kern­sa­nierung wurde das ehe­malige Pfört­nerhaus um einen Aufsatz aus lokalem Fich­tenholz mit vier indi­vi­du­ellen Feri­en­woh­nungen erweitert, die zum Län­ger­bleiben ein­laden. Hier findet sich nicht nur aus­rei­chend Platz zum Dehnen und Durch­atmen, sondern auch bester Weit­blick.

Tret­boote und Burgen

Bevor die letzten beiden Etappen beginnen – Sport­liche dürfen natürlich auch gern zügiger vor­an­kommen – sollte man nicht ver­passen, in den Schliersee zu springen und die Gipfel des Mang­fall­ge­birges samt der Insel Wörth im Breit­format auf sich wirken zu lassen. Während man im klaren Wasser treibt und die Kulisse aus Bre­cherspitz, Boden­schneid, Jägerkamp und Aiplspitz bestaunt, säumen im Hin­ter­grund Cafés mit Retro-Mar­kisen, quirlige Strand­bäder und Tretboot-Ver­leihe die Ufer­pro­menade des Ortes, der unver­kennbar auf eine lange Tou­ris­mus­tra­dition zurück­blickt. Zwi­schen jahr­hun­der­te­alter Block­bau­kunst, Som­mer­frische-Archi­tektur des späten 19. Jahr­hun­derts, ober­baye­ri­schem Land­hausstil und einer lokalen Whisky-Destil­lerie geht es dann wieder hinaus auf grüne Wiesen Richtung Bay­rischzell, dem Ziel der Wan­der­reise. Auch hier stehen unter­schied­liche Vari­anten bereit – ob lieber mit gemä­ßigtem Anstieg und schat­tiger Waldlage oder auf stei­leren Wegen mit See­sicht. In diversen Apps findet hier jede:r die pas­sende Strecke.

Wer den Weg auf der West­flanke des Leit­ner­bergs Richtung Neuhaus wählt, pas­siert auf rund 200 Metern über dem See die Burg­ruine Hohen­waldeck aus dem 13. Jahr­hundert. Die sehens­werten Mau­er­frag­mente sind der ideale Aus­sichts­punkt für eine Brot­zeit­pause mit Zeit­reise. Noch ein letzter Blick über den See, bevor es wieder bergab ins Tal geht. Unten ange­kommen bieten sich erneut ver­schiedene Routen an: Bewe­gungs­freudige meistern in einem Schwung die letzten rund 15 Kilo­meter durch das Obere Leitzach-Tal mit seinen bewal­deten Hängen und idyl­li­schen Wiesen entlang des Bachs bis nach Bay­rischzell. Müde Beine steigen in Neuhaus oder Hammer bei Fisch­bachau einfach in die kleine Regio­nalbahn und fahren gemütlich durchs Post­kar­ten­pan­orama. Und wer noch einen wei­teren Zwi­schen­stopp ein­legen möchte, bleibt über Nacht in Fisch­bachau, einem tra­di­ti­ons­reichen Örtchen, in dem man neben dem bekannten Wall­fahrtsort Maria Bir­ken­stein oder dem Mar­tins­münster auch zu legendär großen Tor­ten­stücken im Café Winklst­überl pilgern kann. Schlan­ge­stehen an Fei­er­tagen nicht aus­ge­schlossen.

Wesentlich werden

Fast geschafft. Egal auf welchem Weg man sich dem Luft­kurort Bay­rischzell unterhalb des Wen­del­steins nähert, man darf sich freuen. Und ja, defi­nitiv stolz sein. Schließlich liegen ordentlich Strecke und viel Erlebtes hinter einem. Wer auf dieser ent­schleu­nigten Reise durch die Land­schaft und zu sich selbst noch eine Stufe tiefer gehen möchte, spa­ziert am besten schnur­stracks zum Tan­nerhof, der natur­ver­bundene Archi­tektur mit gesund­heit­lichen Aspekten kom­bi­niert und wie eine logische Kon­se­quenz den Weg beschließt. Samt kreativ-regio­naler Kuli­narik (schon allein der Kuchen ist ein Fest!), Ent­span­nungs­an­gebot und Kul­tur­pro­gramm.

Selbst Florian Nagler schließt hier den Kreis und zeichnet ver­ant­wortlich für die Hüt­ten­türme, die Oran­gerie und die Bade­harpfe. Ein schlichter, licht­erfüllter Rege­ne­ra­ti­onsraum in Form eines land­wirt­schaft­lichen Langbaus, in dem man den ver­gan­genen Tagen – zwi­schen mus­kel­ent­span­nendem Sau­na­aufguss und ein paar Bahnen im kalten Naturpool – nach­spüren kann. „Mensch, werde wesentlich“, heißt die Vision dieses beson­deren Kosmos. Mehr kann man sich von dieser Reise eigentlich nicht wün­schen.


Text: Julia Hauch

Fotos: Jakobs­ka­pelle von Michele de Lucchi © Thomas Koller (Titelbild); Bad Aibling Innen­stadt © AIB Kur GmbH; Alte Spin­nerei © Xaver Bühler; B&O Bau For­schungs­Quartier © B&O Bau For­schungs­Quartier; For­schungs­häuser © Sebastian Schels; Wandaufbau-Forschungshäuser © B&O Bau For­schungs­Quartier; B&O Bau For­schungs­Quartier © Sebastian Schels; Heizwerk B&O Bau For­schungs­Quartier © Mat­thias Aust; B&O Bau For­schungs­Quartier © B&O Bau For­schungs­Quartier; Berbling Kirche außen © Andreas Jacob, AIB Kur GmbH; Berbling Hof © Andreas Jacob, AIB Kur GmbH; Willing Kirche © Andreas Jacob, AIB Kur GmbH; Jakobs­ka­pelle von Michele de Lucchi © Thomas Koller; Pförtner Pent­house © Sofie Latour; Blick auf den Schliersee © Julia Hauch; Burg­ruine Hohen­waldeck © Julia Hauch; Bay­rischzell © Dietmar Denge; Tan­nerhof Alte Tann © Rainer Hoffmann; Tan­nerhof Hüt­tenturm © Hansi Heckmair; Tan­nerhof Interior © Rainer Hoffmann; Tan­nerhof Bade­harpfe © Sebastian-Schels

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