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Dahinten gehts nicht weiter

Es gibt Gegenden, die in einen Dornröschenschlaf gefallen sind oder noch nie auf dem touristischen Radar waren. Eine solche stellt der Fotograf Olaf Unverzart in seinem neuen Bildband vor: die Oberpfalz. Ein schonungsloses Heimatportrait.

von Ulrich Stefan Knoll im Mai 2025

 Dahinten gehts nicht weiter in  /

Ober­pfalz? Ober­pfalz. Wie der Fotograf und gebürtige Ober­pfälzer Olaf Unverzart selbst im Vorwort zu seinem Buch schreibt: Früher wollten die Meisten da einfach nur weg. Zonen­rand­gebiet. Still­stand. Selbst wenige Kilo­meter von der tsche­chi­schen Grenze ent­fernt auf­ge­wachsen – je nach Sicht­weise vor oder hinter dem Eisernen Vorhang – sind seiner Meinung nach auch heute noch Regensburg, München und Rimini für Viele näher als „der Osten“.

Wie sich Klima, Geo­grafie und vor allem der Lauf der jün­geren Geschichte in der Kultur und den (im Buch nicht oder nur stell­ver­tretend sicht­baren) Men­schen in dem wahr­scheinlich unbe­kann­testen Regie­rungs­bezirk Bayerns nie­der­schlagen, beschreibt Unverzart ein­dringlich bis scho­nungslos in seinen Bildern. Heimat kann weh tun. Gerade, wenn man sich ihr zuge­wandt fühlt.

Man muss nicht davon aus­gehen, dass Unverzart mit diesem Buch vor­rangig Mut machen will. Und man fragt sich dennoch ganz unwill­kürlich ange­sichts mancher land­schaft­lichen oder archi­tek­to­ni­schen Mons­tro­sität, wo denn wohl der Reiz liegen könnte, in diese Ober­pfalz auf­zu­brechen.

Gerade in den weiten, ent­legen wir­kenden Land­schaften keimt Hoffnung auf. Da ist doch, da wäre doch so viel Potenzial!

In gar nicht so wenigen der 2020 bis 2024 ent­stan­denen Schwarz-Weiß-Auf­nahmen wähnt man sich in der (guten) alten (eigenen Kinder)Zeit. Bis man in den Bildern — häufig — auf irri­tie­rende Detail stößt. Was ist dort nur los, die Frage drängt sich auf.

Zeitlos wirken die Bilder, wie in einer Zeit­kapsel ein­ge­froren. Motiv­schwer­punkte sind dörf­liche wie klein­städ­tische Struk­turen und stille Weiten, die aber bei­leibe keine Nost­algie wecken. Und doch: So sehr man dem geschulten Auge von Unverzart ver­traut, sucht man unwill­kürlich nach einem Hoff­nungs­schimmer. Kann ein Bildband, respektive eine Region, zugleich abstoßend und dennoch anziehend wirken?

Nicht nur der Blick ins Buch, sondern auch der auf die Karte von Urlaubs­ar­chi­tektur scheint zu sagen: ein tou­ris­tisch nahezu weißer (blinder) Fleck. Zu skurril? Zu rück­ständig? Zu banal? Zu wenig roman­tisch und der Welt wie der Zukunft zuge­wandt? Solange man selbst nicht da war, bleibt es bei Mut­ma­ßungen. Im Zweifel für den Ange­klagten.

Denn, trotz aller Unwäg­bar­keiten bin ich mir sicher: Wage­mutige Gäste, die das Herz am rechten Fleck haben, werden in der Ober­pfalz nicht unter­gehen. Oder besser: Die Oberpfälzer:innen werden sie nicht unter­gehen lassen.

Neues und sicher auch Bra­chiales und Impro­vi­siertes von ver­schro­bener Ori­gi­na­lität und lie­bens­werter Beschei­denheit – so wie Unverzart es selbst beschreibt — gibt es mit Sicherheit en masse zu ent­decken. Es braucht aller­dings Mut und eine Prise Aben­teu­rerblut!

Oder, in den Worten des deut­schen Doku­men­tar­filmers und Autors Dieter Wieland, der sich als einer der ersten Fern­seh­jour­na­listen bereits in den 1970er Jahren für den Denk­mal­schutz und für den Erhalt gewach­sener Kul­tur­land­schaften ein­setzte: “Dieses Buch ist der Hammer. Es tut weh. Es brennt in den Augen. Es macht sprachlos. Ich halt es nicht lang aus. Dass Heimat so furchtbar real sein kann. Aus­weglos. So gut gemeint. Und so daneben”.

Also, wie jetzt?

Ich fahr‘ hin, alles andere ist und bleibt Theorie! Kommt wer mit?

PS: Natürlich haben wir einige, wenige Part­ner­häuser in der Ober­pfalz – den Engelwirt in Ber­ching, die Peters­berg­a­part­ments in Wald­kirchen samt der Galerie Zink sowie die Feri­en­woh­nungen Mit­ter­murnthal in Neunburg vorm Wald. Diese Häuser sind Belege dafür, dass die Ober­pfalz lebt und vibriert: in Farbe, mit fast medi­ter­raner Atmo­sphäre, viel Kunst, Genuss und schil­lernder Natur.

Design- und Archi­tek­tur­in­ter­es­sierte besuchen in der Region oft auch die Glas­ka­the­drale in Amberg, ein Indus­triebau von Walter Gropius. Unweit davon steht mit der Asphalt­ka­pelle der weltweit einzige reine Asphaltbau. Im gleichen Ort ent­steht gerade ein Europa-Tempel, die Glyp­tothek Etsdorf. Wer es bis 18. Mai 2025 noch spontan ins Luft­museum in Amberg schafft, kann dort die Aus­stellung zu Olaf Unverzarts neuem Buch sehen.


Autor: Ulrich Stefan Knoll

Bild­nach­weise: © Olaf Unverzart (alle, bis auf Por­traitfoto © Marcus Rebmann)

Olaf Unverzart ist Fotograf und Künstler, der sich im doku­men­ta­ri­schen Feld bewegt. Für seine Serie „Dahinten gehts nicht weiter“ hat er im Ober­pfälzer Grenz­land­gebiet Archi­tektur, Dorf­struk­turen und Land­schaften foto­gra­fiert, die auch Jahr­zehnte nach der Öffnung noch auf den dama­ligen Eisernen Vorhang ver­weisen.

Unverzart arbeitet oft in Lang­zeit­pro­jekten, um die vom Men­schen besetzte oder gestaltete Land­schaft zum Thema zu machen. Für diese Werk­gruppe foto­gra­fierte er mit einer ana­logen Groß­bild­kamera und einem Nor­mal­ob­jektiv auf SW-Film. Diese ent­schleu­nigte und kon­zen­trierte Arbeits­weise schafft Bilder aus der Gegenwart, die scheinbar zeitlos erscheinen und auch durch die weltweit ange­spannte poli­tische Lage aktuell sind.

Olaf Unverzart hat zahl­reiche Bücher ver­öf­fent­licht, für Magazine gear­beitet und an unter­schied­lichen Insti­tu­tionen gelehrt. Er lebt in München und Wald­münchen.

Das große URLAUBS­AR­CHI­TEKTUR-Interview, das wir im April 2022 mit Olaf Unverzart geführt haben, lesen Sie hier.

Dahinten gehts nicht weiter

1. Auflage 2025

Büro Wilhelm Verlag, ISBN: 978–3‑948137–90‑8

Hard­cover, Faden­heftung, Format 24 x 29 cm, 160 Seiten s/w‑Duplexdruck

2 Kommentare

Es ist ein sehr inter­es­santer Beitrag in der “Urlaubs­ar­chi­tektur”. Die gewöhn­lichen Bei­träge auf Design und Hoch­glanz gestylt begannen mich schon zu lang­weilen! Ein ästhe­tisch anspruchs­volles Quartier finde ich/finden wir in jedem Land. Doch geheim­nis­volle Regionen wie die Ober­pfalz oder auch das Erz­ge­birge oder ganz im Norden an der däni­schen Grenze müssen wir erst einmal ken­nen­lernen. Deshalb sende ich einen großen Dank für diese Erwei­terung des Suchraumes/Wahrnehmungsfeldes.

Dr. Leuschner Gert-Günter sagt:

krass geil !

me sagt:

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