Unterkünfte von Architekt:innen für Reisefans entworfen: Unsere Sammlung hochwertiger Feriendomizile — auch via Karte. Kennen Sie schon unseren Neuzugang?
URLAUBSARCHITEKTUR ist das führende Webportal für architektonisch beispielgebende Ferienhäuser. Wir geben auch preisgekrönten Coffeetable-Bücher heraus – diese sind im Buchhandel erhältlich und in unserem Shop.
Ein richtiges Feriengefühl stellt sich oft erst ein, wenn sich der Alltag ins Freie verlagert – samt Gemüseputzen, Garen und Genießen. Eine Auswahl an Unterkünften mit Outdoor-Küchen, Feuerstellen und viel Platz unter freiem Himmel.
Unterkünfte von Architekt:innen für Reisefans entworfen: Unsere Sammlung hochwertiger Feriendomizile — auch via Karte. Kennen Sie schon unseren Neuzugang?
Ein richtiges Feriengefühl stellt sich oft erst ein, wenn sich der Alltag ins Freie verlagert – samt Gemüseputzen, Garen und Genießen. Eine Auswahl an Unterkünften mit Outdoor-Küchen, Feuerstellen und viel Platz unter freiem Himmel.
im August 2025
Märkischer Patio
Verwunschen und schattig – auch in der größten Sommerhitze lässt es sich im Innenhof des St. Oak im brandenburgischen Kyritz noch gut aushalten. Empfohlene Zutaten für einen perfekten Tag hier: Frisches Obst und Gemüse vom Markt vor dem Haus und gute Gesellschaft.
Die beiden Apartments im St. Oak teilen sich den verwunschenen Innenhof – und trotzdem gibt es Raum für Rückzug und intime Gespräche, zum Beispiel unterm Pflaumenbaum. Die hohen Mauern des Jugendstil-Stadthauses sind mit Efeu und wildem Wein bewachsen, Lavendel und Kräuter verströmen Wohlgeruch. Aber nicht nur essen, auch kochen kann man draußen. Wie wär’s mit einem fangfrischen, gegrillten Zander aus dem nahen See? Die Outdoorküche hält alles parat, was man für einfache Sommermenüs braucht. Und die dürfen sich gern in die Länge ziehen – denn auch zu späterer Stunde bleibt es hier gemütlich: aufgewärmte Wände und kein Wind, der frösteln lässt – aber viel Ruhe für lange Abende mit Familie oder Freunden.
Den Abend mit Blick auf die untergehende Sonne beschließen und dabei dem Himmel näher sein als dem Gewirr in den Gassen – das klingt nach echten Ferien. Und natürlich braucht es dafür eine Dachterrasse!
Der Freisitz auf dem Dach des Convento Olhão im gleichnamigen portugiesischen Küstenstädchen, eignet sich perfekt, wenn es mal nicht darum geht, gesehen zu werden – sondern um mit den Augen das Weite zu suchen. Die beiden Zimmer im Convento, die nur über eine schmale Wendeltreppe zu begehen sind, sind der Dachterrasse mit Pool am nächsten. Der Blick schweift von hier aus weit: über die maurisch anmutende Altstadt von Olhão und die geschützte Lagune Ria Formosa bis hinaus in die Weiten des Atlantik. Wirklich der perfekte Ort, die eigenen Gedanken auf Reisen schicken.
Ein Fels im Wasser, eine Angel und den Fisch abends – noch warm – mit Blick aufs Meer genießen? Was nach Aussteigerromantik klingt, gibt’s auch in sehr gediegen. Zum Beispiel auf einer privaten Schäre in der Ostsee.
Auf der finnischen Insel Skjulskäret, im Saaristo Archipel 70 Kilometer Luftlinie südlich von Turku, wartet ein Haus mit Outdoorküche und Räucherofen geduldig auf Angler und Fisch-Liebhaber. Das Haus – die gehobene Variante eines finnischen Mökki – mit dem Namen „Project Ö“ macht das In-der-Natur-Sein zu einem Erlebnis, bei dem man auf nichts verzichten muss. Zum Beispiel nicht auf eine windgeschützte Terrasse mit großem Tisch und bequemen Stühlen. Hier laden ein Grill sowie ein Pizza- und ein Räucherofen zum Kochen ein. Drunter lagert trockenes Holz – angeheizt wird hier auf traditionelle Art. Und da kommt man der Natur dann plötzlich doch wieder sehr nah.
Ist man noch drinnen oder schon draußen? Vor allem im Süden sind derlei Fragen nicht leicht zu beantworten. Auch bei der Casa Costa auf Teneriffa kann man das hier und da nicht so gut auseinanderhalten. Ist aber ja auch gar nicht so wichtig – denn hier geht es um was ganz Anderes.
Hätte man zehn Jahre später einen zweiten Teil von Derays “La Piscine” mit Romy Schneider und Alain Delon drehen wollen – es hätte unbedingt hier passieren müssen: Das kubistische Haus aus den 1970ern geht nahtlos in seinen Außenraum über; der Pool auf der Terrasse ist das einzige runde Element weit und breit. Und die sorgsam ausgewählten Möbel – drinnen wie draußen – sind sogar noch ein ganzes Stück cooler als die bei Schneider und Delon. Die Lage des Hauses auf den Klippen über dem Atlantik heftet den Blick fest aufs endlose Blau – da muss dann niemand mehr mit einem Luxusschlitten und Jane Birkin vorgefahren kommen. Achtet eh keiner drauf.
Die Räume des Mas le Clos Souris sind so schön und interessant, die will man eigentlich gar nicht verlassen. Aber fährt man für die Ferien nicht auch deshalb nach Südfrankreich, weil man möglichst viel draußen sein will?
Und dann hat die ehemalige Künstlerresidenz hier in der Nähe von Alès auch noch eine riesige Auswahl an Sitzplätzen im Freien. Jede der insgesamt drei Wohneinheiten hat eine private Terrasse zum Verweilen und Essen; dazu kommt noch ein gemeinsam genutzter Freisitz am Pool und einer im Wildgarten auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Jede Terrasse bietet verschiedene Sitzgelegenheiten auf verschiedenen Untergründen – Naturstein, Holz und Kies. Ach ja, und es gibt einen Grill und eine Feuerschale. So kann auch in den Ferien die Terrassen-Wahl zur Qual werden.
Innenraum, Außenraum – derlei Begriffe sind in diesem Haus, gelegen in Sichtweite der sizilianischen Barockstadt Noto, relativ zu verstehen. Die Küche beispielsweise liegt irgendwie weder da noch dort. Es hängt ganz davon ab, ob die Schiebetüren offen oder geschlossen sind.
Hier braucht es keine Outdoorküche – Herd, Kühlschrank, Arbeitsfläche und Backofen liegen ohnehin in einer Flucht zwischen zwei großzügigen, raumhohen Öffnungen ins Freie. Und vom Spülbecken geht der Blick hinaus aufs Mittelmeer. Dass es in diesem Haus – im Gegensatz zu manch anderem Ferienquartier – nur eine einzige Kochstelle gibt, ist übrigens ganz folgerichtig: Schließlich konzipierten Gaëtan Le Penhuel und sein Team die Terrassen schlicht als natürliche Erweiterung der Innenräume. Der praktische Nebeneffekt: Wege zwischen der Küche und einer zweiten Kochstelle entfallen – da Urlaub nicht daraus bestehen sollte, ständig hin- und herzulaufen.
Das Auge isst mit – und es kocht auch mit. Wer in der Outdoorküche der Casa Agila aktiv ist, muss allerdings aufpassen, dass die Aufmerksamkeit bei den Zutaten bleibt. Nicht leicht, bei dieser Aussicht!
Hier auf Sizilien schnippelt und würzt, filetiert und brät man mit Blick auf den Pool, die Ölbäume und den Golf von Noto. Die elegant-reduzierte Outdoorküche hält das Notwendige fürs Grillen parat: Eine Arbeitsplatte, ein Spülbecken und natürlich einen Grill. Gefertigt ist das kompakte Außenmöbel aus Beton, sozusagen in einem Guss mit dem Pool. Bei so einem Werkplatz lockt die Küchenarbeit auf ihre ganz eigene Art, schließlich können Koch und Köchin nach getaner Arbeit direkt ins Wasser springen. Oder zuerst am nebenstehenden Tisch das fertige Mahl genießen. Und schlussendlich vor dem Dessert einige kleine „Verdauungs-Bahnen“ ziehen.
Etwas mehr als 200 Kilometer südlich von Thessaloniki ist das Meer blau, die Landschaft rau und die Outdoorküchen bunt – wie alles in den Afeilianes Stone Houses auf den Felsen nahe dem Fischerort Platanias.
Hier lässt es sich gut grillen – und die Ergebnisse der kulinarischen Bemühungen bei einer leichten Brise mit Blick auf das Meer genießen. Jedes der vier Ferienhäuser besitzt eine überdachte Outdoor-Küche, eines sogar mit einem Brotbackofen. Aber auch die Innenküchen liegen direkt neben der Terrasse – hat man etwas im Kühlschrank vergessen, sind es nur zwei Schritte. Außerdem gibt es hier reichlich Kräuter zum Verfeinern der kulinarischen Genüsse – Rosmarin, Lavendel und Salbei kann man direkt vor der Tür ernten. Einziger Haken: Die spektakuläre Aussicht aufs Meer lenkt hier eindeutig von dem ab, was auf den Tisch kommt.
Barbara Hallmann studierte in Weimar und Lyon und absolvierte ein Volontariat bei der ARD. Seit 2009 widmet sie sich schreibend den Themen Architektur, Städtebau und Design. Daneben entwickelte sie ein gehobenes Boutique‑Gästekonzept und war mitverantwortlich für die erfolgreiche Identitätskampagne einer bislang wenig sichtbaren Slow‑Travel‑Destination. Sie lebt in Deutschland und Frankreich – und lässt sich beim Reisen gern von Geschichten finden.
Architektonisches Abenteuer: Das Casa Tessino im urwaldartigen Onsernonetal ist ein experimenteller, minimalistisch gehaltener Ort mit eigenem Waldatelier, der konsequent im Einklang mit der Natur lebt.
Organische Formen, Panoramafenster, eingestellte Alkoven – das Zur-Ruhe-Kommen hat viele Gesichter. Von der englischen Küste bis zu den Kykladen: Willkommen in acht unterschiedlichen Schlafzimmern.
Nordisch by nature: Im Dörfchen Vollerwiek, wo die Weite der Marsch auf das Weltnaturerbe Wattenmeer trifft, streckt sich ein Holzbungalow ins Grün. Sachlich klar, wohnlich warm und erfüllt von Licht.
Denharten ist ein Ort, der keinen Gast unberührt lässt. Auf dem denkmalgeschützten Vierseithof in Rottal-Inn in Niederbayern kann man gemeinsam denken, entschleunigen oder feiern, weit weg vom Trubel der Welt.
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