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Ferienhaus El Ele­vador in El Hierro, La Restinga / ES - Spanien

Ferienhaus El Ele­vador

Wie eine Mond­land­schaft wirft sich das zer­klüftete, dunkle Vul­kan­ge­stein in den Himmel. 15.000 Jahre alte Pahoehoe-Basalt­ströme, deren Energie für einen Moment der Erd­ge­schichte zur Ruhe gekommen ist. Dazwi­schen pfeift der warme Wind. El Hierro ist die kleinste und ent­le­genste der kana­ri­schen Inseln – ein Ort von ursprüng­licher, fast mys­ti­scher Schönheit, geformt durch Feuer und Zeit. Am Rande ihrer schroffen Klippen, die steil aus dem Atlantik ragen, liegt El Ele­vador, ein kleiner grauer Beton­würfel, kaum sichtbar inmitten der bizarren For­mation aus Lava und Erosion. Ein ent­le­gener Rück­zugsort für ein oder zwei Per­sonen, an dem sich Land­schaft, Archi­tektur und Selbst­wahr­nehmung zu einem ganz beson­deren Erlebnis ver­dichten. Schon auf der Hin­reise ver­lässt man die eigene Kom­fortzone, um sich der Präsenz der Ele­mente zu stellen und fernab jeg­licher Ablen­kungen die Wahr­nehmung des Moments zu schärfen. Dabei ist El Ele­vador – der Aufzug – nicht nur außer­ge­wöhn­liche Archi­tektur und Selbst­er­fah­rungsort, sondern allem voran eine Hommage an die Geo­logie sowie die Wider­stands­kraft und kul­tu­relle Iden­tität der Men­schen von El Hierro.

Auf der Suche nach Wasser: Mitte des letzten Jahr­hun­derts schlugen Bewohner der Insel einen schwin­del­erre­genden Pfad in die Klippen, Teil eines Plans zur Was­ser­ver­sorgung. Das Gebäude, aus denen El Ele­vador ent­stand, war Teil einer För­der­anlage. Ein hel­den­haftes, wenn auch unvoll­endetes Projekt, das 70 Jahre später von dem Foto­grafen und Unter­nehmer Alberto del Hoyo Mora und seiner Part­nerin Silvia Rodríguez wie­der­ent­deckt und gemeinsam mit ihrem Freund, dem Archi­tekten Ale­jandro Beautell, in eine unge­wöhn­liche, zeit­ge­nös­sische Unter­kunft ver­wandelt wurde, die nicht nur das bestehende Bauwerk, sondern auch seine Funktion neu inter­pre­tiert: wo einst Wasser gehoben wurde, gilt es heute das Bewusstsein zu heben. Dieser Phi­lo­sophie zufolge nimmt sich die Archi­tektur fast klös­terlich zurück und über­lässt die Bühne Ort, Licht, Material und Zeit.

Der gestal­te­rische Ein­griff setzt am Bestand an, baut auf die Patina der Geschichte und feiert das Handwerk als Poesie: Die ver­wit­terten, von Wind und Salz gezeich­neten Loch­ziegel und Beton­wände blieben unbe­rührt – eine Hülle, die Erosion nicht als Makel, sondern als Spur bewahrt. Schutz und Schatten findet sich auf der Ter­rasse, die der Bezeichnung eine neue Dimension und Tiefe ver­leiht. Während außen die Sonne glüht, der Atlantik tost und der Wind um die raue, unge­schönte Fassade weht, eröffnet sich im Inneren von El Ele­vador eine Zen-artige Box – ein geschützter, mit Kork gedämmter Raum, in dem die Ele­mente ver­stummen. Unbe­han­delter Beton bildet die Struktur, zusammen mit einem schwarz lackierten Stahl­kubus, der fast schwe­relos im Raum schwebt und die Wohn­funk­tionen bündelt. Zwei präzise aus­ge­wählte Fenster lassen mit Bedacht Licht und Außenwelt ein, wovon die niedrige Öffnung die Grenz­si­tuation zur Steil­küste und dem Meer offenbart. Nur vom Bett aus wandert der Blick direkt in den Ster­nen­himmel. Ebenso wie im Turm, dem ehe­ma­ligen Auf­zugs­schacht. Wo einst das Wasser nach oben befördert wurde, befindet sich heute das Bade­zimmer. Hier ver­schwindet die Decke dann voll­ständig und tritt man unter dem Was­ser­strahl mit dem Himmel in Ver­bindung.

Der Innen­ausbau ist auf das Wesent­liche beschränkt und wurde von Handwerkskünstler:innen der Insel her­ge­stellt. Die Schönheit liegt abseits per­fekter Ober­flächen in der Wahr­nehmung des Ent­ste­hungs­pro­zesses.
Selbst das Buchungs­pro­cedere ist ein Akt der Ent­schleu­nigung: Wer El Ele­vador besuchen möchte, muss einen hand­schrift­lichen Brief mit der Intention der Reise ver­fassen und mit Geduld auf die hand­schrift­liche Zusage per Post warten. So wird bereits die Anfrage zur bewussten Ent­scheidung. Ein Prozess, der ebenso wenig endet, wie El Ele­vador: Ein erhe­bendes Projekt, das die Schönheit des Augen­blicks zele­briert und sich der Zeit öffnet.

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Was geht hier

Den Moment erleben – die Stille, das Pfeifen des Windes, das Rauschen des Meeres, das Wandern der Schatten, das Vorbeiziehen der Wolken, das Plätschern des Wassers, die Spuren der Landschaft, der Geruch der Luft, die Haptik der Materialien, der Fisch des lokalen Fischers, der Besuch des kleinen Fischerdorfes … Wer sich ganz im Hier und Jetzt auf Entdeckungsreise der facettenreichen Insel machen will, findet paradiesische Orte zum Wandern, Schwimmen, Schnorcheln, Architektur (z. B. die von Beautell entworfene Kirche Ermita de San Juan in La Frontera) sowie regionale Kulinarik.

Warum wir dieses Haus mögen

Ein ganzheitliches Kunstwerk des Innehaltens: Architektur, die nicht spricht, sondern zuhört – den Elementen, der Geschichte der Insel, einem selbst. Und die uns lehrt, dass Schönheit nicht in der Perfektion liegt.

Für wen passt dieses Haus

Für Menschen, die allein oder zu zweit, ihre Komfortzone verlassen und ganz bei sich und im Moment ankommen wollen – ob als Digital Detox, architektonisches Erlebnis oder Selbsterfahrung.

Nachhaltigkeit

Sanierung und Umnutzung einer bestehenden Infrastruktur, die das wasserwirtschaftliche Erbe und die kulturelle Identität der Menschen von El Hierro bewahrt, Photovoltaikanlage

Eigentümer El Ele­vador

Eigentümer

Alberto del Hoyo und Silvia Rodríguez verbinden als Gründer von BeTenerife ihre Leidenschaft für Architektur und Design mit dem Erbe der Kanarischen Inseln. Alberto, preisgekrönter Fotograf, unermüdlicher Kreativer und Nachkomme einer seit 1496 auf Teneriffa ansässigen Familie, restaurierte die Hacienda de las Cuatro Ventanas – den Auftakt für eine Reihe hochwertiger Unterkünfte, die Tradition und zeitgenössisches Design vereinen. Seine Partnerin Silvia – Mutter, Journalistin, Teammanagerin und Expertin für Temporäre Architektur – bringt ihr Gespür für Raumgestaltung und Ästhetik ein. Das Ergebnis sind außergewöhnliche Orte voller Energie, Lebensfreude und spiritueller Sensibilität.


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Details

Region ES - Spanien, El Hierro, La Restinga
Kanarische Inseln
Name El Elevador
Lage Am Rande einer vulkanischen Steilküste, mit Blick auf den Atlantik und die raue Landschaft der Insel; 10 Autominuten vom Fischerort La Restinga entfernt (der genaue Standort wird nach Buchung mitgeteilt);
Anzahl Gäste Max. 2
Fertigstellung Mitte des 20. Jahrhunderts / Umnutzung 2026
Design Alejandro Beautell / beautell arquitectos, Santa Cruz de Tenerife (ES)
Veröffentlicht Financial Times (06/2026)
Architektur alt & neu, historisch
Unterkunft Ferienhaus
Kriterien 1-2 (Haus/Wohnung), Insel, Meer, Wandern, Workation
Gleicher GastgeberHacienda Cuatro Ven­tanas

Verfügbarkeitskalender

Der Kalender zeigt die aktuelle Verfügbarkeit der Unterkunft an. An Tagen mit weißem Hintergrund ist die Unterkunft noch verfügbar. An Tagen mit dunkelgrauem Hintergrund ist die Unterkunft nicht verfügbar.

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