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Lichtturm Solingen – eine Meta­mor­phose von Wasser zu Licht

Was macht man mit einem Wasserturm, der nicht mehr benötigt wird? In Solingen hat ein Lichtdesigner eine überraschende Antwort gefunden: ein Lichtturm mitten im Bergischen Land.

von Anke Frey im Juli 2023

 Lichtturm Solingen – eine Meta­mor­phose von Wasser zu Licht in  /

Was fällt einem zur Stadt Solingen ein? Natürlich Messer und Scheren. „Made in Solingen“ steht weltweit für scharfe Klingen, die heute noch in zahl­reichen Manu­fak­turen vor Ort pro­du­ziert werden. Im Deut­schen Klin­gen­museum, das im barocken Klos­ter­ge­bäude im Solinger Stadtteil Grä­frath seine Heimat gefunden hat, wird die Geschichte des Schneidens erzählt – vom Stein­zeit­messer bis zum Design­be­steck. Aber in Grä­frath wird nicht nur scharf geschnitten, sondern auch visionär beleuchtet. Wir lassen Blank­waffen und Schneid­waren deshalb links liegen und richten unseren Blick auf den höchsten Punkt der Stadt.

Auf 276 m Höhe mit Blick über das Ber­gische Land steht der Grä­f­rather Was­serturm. 1904 erbaut, sicherte er rund 80 Jahre die Trink­was­ser­ver­sorgung der Region. In den 1980er Jahren verlor der Turm seine Funktion und drohte zu ver­fallen. Zum Glück begeis­terte sich der inter­na­tional bekannte Licht­planer Johannes Din­nebier (1927–2021) für den Turm in expo­nierter Lage. Seine ver­rückte Vision: wo einst Wasser gespei­chert wurde, soll eine Licht­kuppel leuchten. Als gestal­te­ri­sches Vorbild diente ihm dabei die Glas­kuppel der Dres­dener Kunst­aka­demie, die der Architekt Con­stantin Lipsius Ende des 19. Jahr­hun­derts ent­worfen hatte und die bis heute die Sil­houette Dresdens mit­be­stimmt.

In Grä­frath trifft seit 1999 Indus­trie­kultur auf Hightech – und wir auf Daniel Klages, der zusammen mit seiner Frau Jule Din­nebier die Leucht­turmidee in die Zukunft führt. Zusammen steigen wir die 100 Stufen zum glä­sernen Kup­pelsaal hinauf.

Wow, was für ein Aus­blick!

Ja, so geht es allen Gästen, wenn sie die Wen­del­treppe durch den immer schmaler wer­denden Turm­schaft hin­auf­steigen: Sie bekommen ein stau­nendes Lächeln ins Gesicht. Auch ich bin jedes Mal begeistert, wie groß und hell es hier oben ist. Ein beson­derer Moment.

Wie kommt man auf die ver­rückte Idee, aus einem Was­serturm einen Lichtturm zu machen?

Mein Schwie­ger­vater Johannes Din­nebier war ein visio­närer Mensch, der sich gerne von Dingen begeistern und inspi­rieren ließ. Er wollte den Turm retten, hatte aber keine genaue Idee, was daraus mal werden könne. Anstelle der Was­ser­tasse, dem Spei­cher­gefäß im Kopf des Turms, ließ er eine gefaltete Glas­kuppel errichten. Als meine Frau und ich das Projekt über­nahmen, haben wir 2009 den Turm für Work­shops und Kon­zerte nutzbar gemacht. Und natürlich ist der Turm mit modernster Licht­technik aus­ge­stattet und dient unserer Firma Din­nebier Licht GmbH als extra­va­ganter Showroom für unsere eigenen Desi­gner­leuchten der Marke „Licht im Raum“.

SPACE

Schöne Räume wie diesen finden Sie in unserer Rubrik Spaces. Dort erwarten Sie inspi­rie­rende Orte und unge­wöhn­liche Loca­tions für Work­shops, Tagungen, Ver­an­stal­tungen und mehr.

Das Raum­konzept ver­langt von seinen Nutzern viel Fle­xi­bi­lität. Warnen Sie Ihre Kunden vor?

Ja, ich sage allen, die hier einen Workshop oder eine Prä­sen­tation planen, sie müssen sich kreativ ver­halten. So ein Turm ver­langt seinen Nutzern auf­grund der bau­lichen und kli­ma­ti­schen Vor­gaben viel ab. Wer sich aber auf dieses Aben­teuer ein­lässt, bekommt als Belohnung einen Ort, an dem besondere Ideen ent­stehen, der span­nende Räume zum Aus­tausch bietet und der die Krea­ti­vität fördert. Das bestä­tigen alle, die hier schon gear­beitet haben.

Kann ich den Turm auch ohne Workshop besich­tigen?

Es gibt regel­mäßig ehren­amt­liche Füh­rungen, die immer schnell aus­ver­kauft sind. Wir kura­tieren neben der Ver­mietung ein Kul­tur­pro­gramm, das sich großer Beliebtheit erfreut. Aber natürlich nutzen es einige auch, um sich den Lichtturm einfach mal von innen anzu­schauen.

Und warum sollten wir uns unbe­dingt auf den Weg nach Solingen machen?

Die Stadt Solingen ist nicht unbe­dingt gesegnet mit tou­ris­ti­schen High­lights. Und dennoch: Solingen ist eine sehr grüne Stadt. Sie liegt land­schaftlich im Tal der Wupper und es ist nicht weit nach Düs­seldorf, Wup­pertal und nach Köln an den Rhein. Solingen ist ein gutes Bei­spiel für eine Stadt im Umbruch mit viel Indus­trie­kultur. Und wenn man hier ist, gehört das Deutsche Klin­gen­museum zum Pflicht­pro­gramm. Ein Stück Solingen befindet sich schließlich in fast jeder Besteck­schublade.

Die Gast­geber:

Daniel Klages und seine Frau Jule Din­nebier führen seit vielen Jahren die Din­nebier Licht GmbH, ein Licht­pla­nungsbüro mit eigener Leuch­ten­kol­lektion und ‑pro­duktion, die inter­na­tionale Pla­nungs­auf­träge für öffent­liche und private Gebäude über­nehmen. Gemeinsam bewirt­schaften sie den Lichtturm und ver­mieten ihn für Work­shops, Events und stan­des­amt­liche Trau­ungen.

Der SPACE:

Der Lichtturm Solingen kann für Tagungen, Mee­tings und Produkt-Prä­sen­ta­tionen genutzt werden. In dem 17 Meter hohen Turm­schaft befinden sich vier Ebenen, die über eine Wen­del­treppe aus Stahl erreicht werden. Der glä­serne Kup­pelsaal bietet Platz für bis zu 30 Per­sonen. In den Ebenen dar­unter befinden sich eine Lounge und eine Küche. Der Lichtturm kann auch für stan­des­amt­liche Trau­ungen gemietet werden. Auch tech­nisch ist der Lichtturm ein Leucht­turm­projekt: Alle Ebenen sind mit hand­ge­fer­tigten Leuchten aus der eignen Kol­lektion „Licht im Raum“ – natürlich „Made in Solingen“ – aus­ge­stattet. Zusammen mit der Firma Vaillant aus der Nach­bar­stadt Rem­scheid wurde vor 15 Jahren ein Pilot­projekt gestartet und der Lichtturm als erstes Gewer­be­objekt in der Region mit einer Erd­wär­me­pumpe aus­ge­stattet.

Text/Interview: Anke Frey, Juni 2023

Fotos: Udo Kowalski, Ben Klages, Marc Zim­mermann, Dirk Krüll

Zum Space

Lichtturm Solingen
 Lichtturm Solingen
Space Lichtturm Solingen
Der ehe­malige Was­serturm in Solingen-Grä­frath dient – im wahrsten Sinne des Wortes – als leuch­tendes Bei­spiel für die Trans­for­mation eines alten Indus­trie­denkmals.

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