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Von gelebten Träumen: Das Gemein­schafts­projekt Meer­Leben

Direkt an der idyllischen Ostseeküste, weniger als einen Kilometer vom Strand entfernt, ist ein „Dorf der anderen Art“ entstanden, in dem ganz unterschiedliche Menschen gemeinsam ihren Traum vom eigenen Ferienhaus geplant und verwirklicht haben.

von Tina Barankay im Dezember 2019

Dies ist ein Artikel aus unserem Archiv. Er ist im December 2019 erschienen, möglicherweise sind nicht mehr alle Details aktuell.

 Von gelebten Träumen: Das Gemein­schafts­projekt Meer­Leben in  /

Meer­Leben nennt sich das Projekt – wobei die nahe­lie­gende Asso­ziation zu „mehr Leben“ sicher kein Zufall ist. Hier wird kol­lektiv ent­schieden, aber für sich gelebt, gemein­schaftlich genossen, aber indi­vi­duell geträumt. Der Architekt Patric F.C. Meier, Teil­haber von agmm Archi­tekten + Stadt­planer in München, hat mit Meer­Leben seinen Traum vom ersten gemein­schaftlich geplanten Feri­endorf Deutsch­lands ver­wirk­licht. Er spricht lei­den­schaftlich von Bezie­hungs­kultur und Nach­hal­tigkeit, von Räumen und ihren Geschichten.

Feri­enhaus NurSo © René Witt
© Patric F. C. Meier

Inno­vative und inspi­rie­rende Kon­zepte für neue Wohn­formen gibt es zahl­reiche – von gene­ra­ti­ons­über­grei­fendem Wohnen über gemein­schaft­liches Leben auf dem Land bis hin zu Pro­jekten mit nach­hal­tigem oder inter­kul­tu­rellem Ansatz. Für immer mehr Bau­ge­nossen- und Bau­ge­mein­schaften ist das gemein­schaft­liche, mit­be­stimmte und nach­haltige Planen und Bauen von hoher Bedeutung. Ihre Mit­glieder vereint der Wunsch, bezahl­baren und dabei qua­li­tativ hoch­wer­tigen Wohn- und Lebens­raums zu schaffen, der Zusam­men­leben in einer Gemein­schaft ermög­licht und gleich­zeitig die indi­vi­du­ellen Bedürf­nisse der Bewohner berück­sichtigt. Vor­aus­setzung ist die Bereit­schaft zu gemein­schaft­lichen Ent­schei­dungen und den daraus resul­tie­renden Kom­pro­missen. Aber gerade durch die intensive Aus­ein­an­der­setzung im Zuge des pla­ne­ri­schen Pro­zesses ent­steht eine hohe Iden­ti­fi­kation der zukünf­tigen Bewohner mit dem Areal und ihrem indi­vi­du­ellen Zuhause. Und: Der Zusam­menhalt der ein­zelnen Par­teien wird auch über die Pla­nungs­phase hinaus gelebt – durch Gemein­schafts­ein­rich­tungen auf dem gemein­samen Grund­stück ent­steht Raum für infor­melle Begeg­nungen. Mensch­liche Bezie­hungen werden gefördert, ohne die indi­vi­du­ellen Rück­zugsorte anzu­tasten. So auch im Falle von Meer­Leben: Man kann gemeinsam kochen und den Ster­nen­himmel bestaunen oder aber sich mit einem Tee und einem guten Buch in die eigenen vier Wände zurück­ziehen. Alles kann, nichts muss.

© Patric F. C. Meier

Die Ver­bindung von Archi­tektur und sozialem Gedanken möchte auch Patric F. C. Meier mit seinen Feri­en­dörfern schaffen. Und damit eine Idee vor­an­treiben, an die er glaubt. Eine Idee, die viel­leicht viele umtreibt, die aber dennoch, zumindest in Deutschland, bisher ihres­gleichen sucht. Obwohl sein Lebens­mit­tel­punkt München ist, hat er sich für die Ostsee ent­schieden – wegen seiner per­sön­lichen Affi­nität zu Nord­deutschland und der Küste, aber natürlich auch wegen der dort noch vor­han­denen Gestal­tungs­mög­lich­keiten. Ein Versuch, das Konzept im Alpen­vorland umzu­setzen, ist bisher noch nicht geglückt. An der Ostsee gibt es – trotz anfäng­licher Skepsis – auch bei den Orts­an­säs­sigen viele positive Reak­tionen auf das Projekt. Einige haben sogar spontan mit­an­ge­packt und bei hand­werk­lichen Eng­pässen aus­ge­holfen. Damit greift die soziale Ver­netzung gleich doppelt.

© Oliver Sachs
© Oliver Sachs
© Oliver Sachs
© Oliver Sachs

Die Mit­streiter haben sehr unter­schied­liche Beweg­gründe, sich einer Bau­ge­mein­schaft anzu­schließen: Neben der Begeis­terung für die Idee steht natürlich die Rea­li­sierung des Traums vom eigenen Feri­enhaus im Vor­der­grund: ein indi­vi­du­elles Haus, aber dennoch als Teil des Ganzen schon „vor­ge­dacht“ und vor­ge­plant. Ein Gestal­tungs­leit­faden gibt die Grund­struktur vor, damit alles aus einem Guss wirkt, der gestal­te­rische Anspruch bestehen bleibt und der öko­lo­gische Gedanke umge­setzt wird. Die Grund­risse bleiben indi­vi­duell gestaltbar, sodass keine monotone Feri­en­haus­siedlung ent­steht, sondern alle 13 Häuser die Hand­schrift ihrer Bewohner tragen. Mit so krea­tiven Namen wie GehtDoch, Viel­leichtNoch, War­um­Nicht oder Nurso sind sie so unter­schiedlich wie ihre Bewohner – es gibt kleine und große Häuser, ein­facher und kom­for­tabler aus­ge­stattete Domizile, manche haben eine Sauna, fast alle einen Kamin. Vielfalt in der Einheit.

14 x Meer­Leben
Feri­enhaus Was­Sonst © Patric F. C. Meier
Feri­enhaus War­um­Nicht © Patric F. C. Meier
Feri­enhaus SeisDrum © René Witt

Ganz so einfach war es aller­dings nicht, Leute zu finden, die sich mit allen Kom­pro­missen auf das Projekt ein­lassen. Prin­zi­piell begeistert von der Idee, steht vor allem für jüngere Familien zunächst Wohn­ei­gentum im Alltag im Vor­der­grund. Doch eine Miet­wohnung in der Stadt und ein eigenes Feri­enhaus für die erhol­samen Wochen im Jahr oder auch als Zweit­wohnsitz, in dem man gerne auch mehr Zeit als nur den Urlaub ver­bringt, dieses Konzept erfreut sich zuneh­mender Beliebtheit. Auch wegen der Mög­lichkeit, das Feri­en­do­mizil zu ver­mieten – an Bekannte und Freunde oder auch pro­fes­sionell. Ein Modell, das beiden Par­teien Nutzen bringt: Im Projekt Land­Leben in Tornow, mitten in der Rup­piner Wald- und Seen­land­schaft, können die zukünf­tigen Haus­be­sitzer soge­nannte „Genuss­scheine“ an Freunde ver­geben, die sich in der Bau­phase finan­ziell betei­ligen. Diese Scheine können diese nach Fer­tig­stellung der Häuser wieder ein­lösen und eine bestimmte Anzahl an Tagen unent­geltlich im Feri­enhaus wohnen.

Feri­enhaus Mal­Sehen © Elena Krämer Foto­grafie
Feri­enhaus War­um­Nicht © Kathrin Frische
Feri­enhaus Mal­Sehen © Chris­topher Lewis
Feri­enhaus GehtDoch © Mat­thias Arndt

Der soziale Gedanke ist auch die Basis für sein neues Projekt namens KoDorf, mit dem Katrin Frische (His­to­ri­kerin und Bio­grafin) und Fre­derik Fischer (Jour­nalist) zusammen mit Patric F. C. Meier ein Zuhause für Men­schen schaffen möchten, die lieber auf dem Land als in der Groß­stadt leben und arbeiten möchten. Mit der Viel­Leben eG ent­steht derzeit das erste Dorf rund eine Stunde von Berlin ent­fernt – eine neu geschaffene Siedlung auf dem Gelände eines ehe­ma­ligen Säge­werks mit gemein­schaft­lichen Bauten für Coworking Spaces und Kul­tur­ein­rich­tungen. Unab­hängig davon, ob für den Alltag oder den Urlaub gebaut: Eine erfolg­reiche Umsetzung des gemein­schaft­lichen Lebens setzt immer auch ent­spre­chende Pla­nungs- und Finan­zie­rungs­kon­zepte voraus. Nur so wird Raum für inno­vative Initia­tiven geschaffen.

An Ideen für weitere Pro­jekte mangelt es Patric F.C. Meier jeden­falls nicht: Weitere Pro­jekte sind auf den Weg gebracht, an einigen davon ist URLAUBSARCHITEKTUR beratend beteiligt. Ob Land­Leben, Berg­Leben, Golf­Leben, See­Leben – eines ist sicher: Der Gedanke von Archi­tektur als gebaute Bezie­hungs­kultur ist immer die trei­bende Kraft.


Text: Tina Barankay, November 2019

Autoreninfo: Tina Barankay ver­bindet ihre Lei­den­schaft für Ästhetik und Gestaltung seit vielen Jahren mit ihrer beruf­lichen Tätigkeit. Als freie Jour­na­listin und Bera­terin ver­öf­fent­licht sie Bei­träge, rea­li­siert Publi­ka­tionen und ent­wirft Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zepte in den Bereichen Archi­tektur, Interior und Design.

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Meer­leben Häuser bei URLAUBSARCHITEKTUR

2 Kommentare

Patric’s is a won­derful vision, and some­thing I have been sear­ching for as a primary (not just holiday) resi­dence here in my beau­tiful home state of New York. How I wish examples of this “tog­ether yet separate”, coope­rative living with this aes­thetic existed here in NY, or some­where in New England in the US. Unless Patric stretches his geo­graphic range, I may never find it… At any rate, I am so glad to see someone pur­suing the concept and making it a reality.

Gina Federico sagt:

Sounds ideal and very tempting

edurne sagt:

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