Slow Flowers in Luxemburg
Rooms & Blooms Kapenaker liegt in einem malerischen Weiler außerhalb von Luxemburg-Stadt. Das Ferienhaus öffnet sich an der Südseite mit einer Terrasse zum Garten, der nach dem Vorbild des Künstlergartens von Filmemacher Derek Jarman in Dungeness bewusst wild und „unvollkommen“ gestaltet ist. Im Frühling und Sommer blüht hier ein Meer aus Kosmeen, Zinnien, Dahlien und Pfingstrosen, dazwischen Beikräuter und Gräser – eine Slowflower Farm für Naturbegeisterte, die sich für einen bewussteren Umgang mit Blumen engagiert. Die Besitzerin führt in die Praxis ein: Es darf geschnitten, arrangiert oder gezeichnet werden.
Zum Haus Rooms & Blooms Kapenaker
Farbe bekennen in Porto
Im Portoer Stadtteil Massarelos, zwischen den Jardins do Palácio de Cristal und dem Douro, liegt das Massarelos House. Inmitten der dichten Stadtstruktur schmiegt sich ein terrassierter Garten an das Gebäudeensemble. Dort blühen Magnolien, Orangen- und Ahornbäume spenden Schatten. Zwischen einem plätschernden Brunnen, einem kleinen Tauchbecken, Treppen, Mauern und diversen Sitzplätzen entfaltet sich eine üppige Vegetation. Inspiriert von den Pflanzen und Blüten des Gartens setzt sich das Motiv in den Apartments fort – mit floralen Tapeten, Textilien und frisch gebundenen Sträußen. Das Massarelos House setzt auf Farbe statt auf Zurückhaltung.
Zum Haus Massarelos House
Blüten zum Dessert
In den Gärten der regenerativ betriebenen Fowlescombe Farm in der Grafschaft Devon entfaltet sich ein vielschichtiges Ökosystem. Im Frühling treiben Ringelblumen, Borretsch und Kapuzinerkresse aus, begleitet von Schnittlauchblüten und Purpur-Leinkraut. Zwischen Obstbäumen blühen Katzenminze und Beinwell, daneben wachsen Tomaten, Grünkohl und anderes Gemüse. Blüten wandern in Salate und Desserts oder stehen als locker gebundene Sträuße auf dem langen Esstisch im Gewächshaus. Mit nur zehn Suiten ist die Atmosphäre persönlich und geprägt vom Rhythmus des Hoflebens – mit Kräutersammeln, Yoga im Glashaus und langen Nachmittagen beim Blumenbinden.
Zum Haus Fowlescombe Farm
Klostergarten mit Pool
Der Innenhof des historischen Winzerhauses La Maison de Pommard ist als eine Art intimer Klostergarten konzipiert. Eingebettet in die Weinberge des Burgunds und direkt am Kirchplatz des Dorfes Pommard gelegen, entfaltet sich hinter einer alten Steinmauer eine dichte Pflanzenwelt aus Obstbäumen, Kletterrosen und Blauregen. Ein schmaler Steinweg führt entlang üppig bepflanzter Beete mit Lavendel, Disteln, Tulpen und Salbei. Gäste können hier zu jeder Zeit Ruhe und Beschaulichkeit genießen – beim Frühstück auf der Veranda, im Liegestuhl am Pool oder abends im Innenhof, umgeben von den Düften der Kräuterbeete.
Zum Haus La Maison de Pommard
„In the Middle of Nüscht“
In der Weite der nördlichen Altmark, dort, wo der Aland in die Elbe mündet, liegt das Haus Birdy in einem naturnahen Garten. Umgeben von Wiesen und Gehölzen fügt es sich ruhig in die Landschaft ein. Im Sommer fällt warmes Licht auf blühende Stauden wie Sonnenhüte, Astern, Wasserdost, Duftnesseln und Federgras. Im Herbst liegt morgens Dunst auf den dahinterliegenden Weiden, Rehe tauchen im Nebel auf, ein Adler kreist am Himmel und Kraniche ziehen vorüber. Ein Naturschauspiel, das sich durch die großen Fensteröffnungen des Hauses leise beobachten lässt.
Zum Haus das Birdy
Der lange Morgen
Auf einem nach Süden ausgerichteten Hang liegt dasMonte Piccolo in Istrien mit weitem Blick über das Tal, die Weinberge und malerische Dörfer. Hundert alte Olivenbäume verteilen sich über das Gelände, und auf dem fruchtbaren Boden wachsen blühende Sträucher ebenso wie eine Vielfalt an Wildblumen und Gräsern. Eine Treppe führt von den Terrassen zu einem Naturpool, eingebettet in die dichte Vegetation. Ruhig und friedlich ist es hier, wo die Natur alle Sinne anregt und der Tag mit einem kunstvoll arrangierten Frühstück beginnt, zubereitet mit Zutaten aus dem eigenen Gemüse- und Kräutergarten.
Zum Haus Monte Piccolo
Später das Meer
Ein weitläufiger Garten mit Agaven, Mandel- und Olivenbäumen umgibt die Casa Penya Rotja im Osten Mallorcas, fernab der Touristenpfade. Überall verteilen sich Sitzplätze, Vögel zwitschern, ein Hahn kräht. Im Frühjahr erfüllt der Duft der blühenden Zitrusbäume den Garten, während Bougainvillea in kräftigen Farben leuchten. Das traditionelle mallorquinische Steinhaus bietet viel Flair und öffnet sich auf zwei Seiten zu einer Sonnenterrasse und einer überdachten Veranda. Ein Highlight ist die blaue Stunde auf der Dachterrasse mit Blick auf das Meer.
Zum Haus Casa Penya Rotja
Mußezeit im Hinterland
Inmitten der Euganeischen Hügel liegt La Mugletta mit Blick auf den Monte Rosso. Still und selbstverständlich fügt es sich in die Landschaft ein. Über mehrere Ebenen entfaltet sich ein abwechslungsreicher Garten mit altem Baumbestand, Wildblumenwiesen, Stauden, Sträuchern und Gräsern – mal wild wachsend, mal behutsam gezähmt. Im Frühling steht hier alles in Blüte: Apfel‑, Birnen- und Kirschbäume ebenso wie Beerensträucher und Kräuter; dazwischen wachsen Gemüse und Gartenpflanzen wie Kürbis und Zucchini. Entschleunigung ist hier Prinzip – ob im Liegestuhl, unter der Gartendusche oder beim Jäten und Ernten.
Zum Haus La Mugletta
Text: Christiane Weidemann
Fotos: Travis Leery via unsplash.com (Titelbild), Sebastian Persuric (Rooms & Blooms Kapenaker), Jesus Moraime & Martin Garcia Perez (Massarelos House), Jon Tonks (Fowlescombe Farm), James Retief (La Maison de Pommard), Frîa Hagen (das Birdy), Rob Geralerts (Monte Piccolo), Saskja Rosset (Casa Penya Rotja), Chap Achen & Jacopo Tonet (La Mugletta)
0 Kommentare