Agger Farmhouse // Nordjütland, Dänemark
Fünf Meter Deckenhöhe, ein Dachgiebel ganz aus Glas – nach der Entkernung ist aus der alten Scheune des Agger Farmhouse ein lichtdurchflutetes Loft entstanden. Und mittendrin die „Magic Box“: ein eigenständiger Baukörper, der Küche, Essplatz und Ankleide bündelt. Auf seinem Dach thront, nur durch eine Glasbrüstung vom übrigen Raum getrennt, das Galeriebett – Schlafplatz und Aussichtsplattform in einem, mit Blick über den eigenen See und die Dünenlandschaft der dänischen Nordseeküste.
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Johannes Neun // Sauerland, Deutschland
Schon mal in einer Kirche übernachtet? In Johannes Neun, der ehemaligen evangelischen Johanniskirche von 1964, steht ein Holzkubus mitten im elf Meter hohen Kirchenraum. Hinter einer transluzenten Schiebetür liegen zwei Schlafzimmer und zwei Schlafkojen für bis zu sechs Personen. Rundherum bleibt der Kirchenraum offen und weit. Durch die farbigen Buntglasfenster fällt Licht und taucht den hellen Holzeinbau in immer neue Farbmuster.
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U Mulinu Casanelli // Fozzano, Korsika
Aus alten Steinmauern scheint ein neues Haus herauszuwachsen: U Mulinu Casanelli. In die Überreste der ehemaligen Weinpresse, einst aus gesammelten Steinen und Ziegeln erbaut, schiebt sich ein Kubus aus Sichtbeton und Holz. Hier das unregelmäßige, verwitterte Mauerwerk, dort die präzise Geometrie des neuen Baukörpers – gerade im Zusammenspiel dieser beiden Schichten liegt der besondere Reiz des Hauses. Auf einem Hügel im Hinterland der korsischen Südwestküste gelegen, reicht der Blick weit über den Golf von Valinco.
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Haus VValter // Mühlenbecker Land, Deutschland
Innen und Außen, Alt und Neu sind die bestimmenden Themen bei der Neugestaltung des Verwalterhauses von Gut Summt. Die Backsteinruine aus dem 19. Jahrhundert bildet den Rahmen für einen neuen Baukörper, den Architekt Martin Janekovic als Holzbox in die alten Mauern eingefügt hat. Die klaren Linien und hellen, warmen Materialien der beiden Ferienwohnungen setzen einen spannenden Kontrast zum patinierten Backstein. Zwischen Hülle und Einbau entsteht eine geschützte Zwischenzone – unten erweiterter Wohnbereich, oben Balkon.
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KOKON // Tirol, Österreich
Ein Haus – vier Volumen. Übereinander und leicht versetzt angeordnet, bilden sie vier eigenständige Apartments. In jedem befindet sich mitten im offenen Wohnraum ein kleiner Kokon: eine hölzerne Schlafkammer mit Bad, die wie ein Möbelstück frei im Raum steht. Hinter einer Schiebetür liegt die Doppelbettnische aus Zirbenholz und bietet einen geschützten Schlafplatz; ihre Verlängerung wird zum Sofa, gegenüber findet eine großzügige Küchenzeile Platz. Außen greift die schwarze Holzfassade mit ihren ausgesägten Mustern das Motiv des Kokons wieder auf. Je nach Tages- und Jahreszeit wandern die Muster als Licht und Schatten durch die Räume.
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Staindlhof 1680 // Bayerischer Wald, Deutschland
Von außen erzählt der Staindlhof 1680 von einer anderen Zeit – erst im Inneren zeigt sich, was sich seither verändert hat. Neue Räume fügen sich als eigenständige Einbauten in das alte Bauernhaus. Im Heustadl steht sogar ein ganzes Haus frei im alten Gebäude; rundherum liegen schmale Zwischenräume zur historischen Hülle. Große Glasflächen machen die besondere räumliche Situation erlebbar und öffnen den Blick auf die alte Holzkonstruktion. So bleibt das Alte präsent, während sich darin eine neue Architektur entfaltet – in Alleinlage auf 820 Metern Höhe im Bayerischen Wald.
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La Melagrana // Noto, Sizilien
Mitten in der rauen, hügeligen Landschaft Siziliens erhebt sich La Melagrana auf Betonstützen. Geschlossen eine schlichte Holzbox, verwandelt sie sich geöffnet in ein zum Meer ausgerichtetes, lichtdurchflutetes Ferienhaus. Der Bau besteht aus zwei Elementen: Wird das vordere, bewegliche Volumen per Knopfdruck zur Seite gefahren, kommt dahinter ein zweiter Baukörper zum Vorschein – mit einer großen Glasfront zur Terrasse und Blick bis zum Meer.
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Dortmannhof // Ruhrgebiet, Deutschland
Der denkmalgeschützte Dortmannhof von 1791 vereinte einst Wohnbereich und Scheune unter einem Dach. Beim Umbau für eine Musikerfamilie hat Sigurd Larsen die alte Struktur mit großen, eigenständigen Einbauten ergänzt: In der Mitte der ehemaligen Stallungen ragt ein elf Meter hohes Musikstudio auf, im östlichen Teil entstand ein Gästehaus mit separatem Eingang. Wie überdimensionierte, bewohnbare Möbel stehen die neuen Räume im alten Gebäude – und lassen sich bei Bedarf wieder zurückbauen.
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Text: Christiane Weidemann
Fotos: Sigurd Larsen (Titelbild, Model Dortmannhof); Tina Stephansen, Gregor Wöltje (Agger Farmhouse); Katrin Kaiser (Johannes Neun); Syvain Alessandri (U Mulinu Casanelli); Jörg Metzner (Haus VValter); Lisa Medina-Walzl (Kokon); Sylvi Thierbach, Anna-Maria Saller (Staindlhof 1680); Hélène Binet (La Melagrana), Christian Flatscher (Dortmannhof)
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