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Milchhof Arn­stadt – Archi­tektur wach­ge­küsst

Inspi­rie­rende Ver­an­stal­tungs­räume bieten mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Wir begeben uns nach Arn­stadt in Thü­ringen auf die Spuren deut­scher Indus­trie­kultur und erfahren, wie schla­fende Gebäude wach­ge­küsst werden.

von Anke Frey im September 2022

 Milchhof Arn­stadt – Archi­tektur wach­ge­küsst in  /

Inspi­rie­rende Ver­an­stal­tungs­räume bieten mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Auf Spaces stellen wir Ihnen Orte vor, bei denen Sie in die Geschichte ein­treten können.

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Heute begeben wir uns auf die Spuren deut­scher Indus­trie­kultur und erfahren, wie schla­fende Gebäude wach­ge­küsst werden ….

Arn­stadt, ältester Ort Thü­ringens und Musikliebhaber:innen bekannt durch die jährlich statt­fin­denden Bach-Fest­spiele zu Ehren des berühm­testen Sohns der Stadt, Johann Sebastian. Auch natur­be­geis­terte Men­schen kommen hier auf ihre Kosten, gilt Arn­stadt doch als das Tor zum Thü­ringer Wald. Für Archi­tek­turfans gibt es neu­er­dings auch einen Grund, in die Bach­stadt zu reisen: der Milchhof Arn­stadt, ein Indus­trie­denkmal, das 2018 in die „Grand Tour der Moderne“ auf­ge­nommen wurde, einer Auswahl von her­aus­ra­genden Gebäuden des Bau­hauses und der Moderne. Die Geschichte der Wie­der­ent­de­ckung des Milchhofs gleicht einem Märchen, auch wenn es kein Prinz war, der geritten kam, um das Gebäude zu retten. Aber wach­ge­küsst hat er den Milchhof irgendwie schon. Und damit ist unsere Neu­gierde geweckt.

Wir treffen den Foto­grafen Jan Kobel auf der Rampe des Milchhofs. Dort wo früher die Bauern und Bäue­rinnen ihre frische Milch abgaben, um dann auf der anderen Seite die ver­ar­bei­teten Pro­dukte in Empfang zu nehmen, ist jetzt der Eingang eines Ver­an­stal­tungs­ortes mit Indus­triecharme. Noch gibt es viel zu tun, sagt Jan Kobel, und von fertig kann keine Rede sein. Aber dank seines Enga­ge­ments und För­der­geldern wurde das Gebäude vor dem Verfall gerettet.

Wie küsst man ein Gebäude aus dem Dorn­rös­chen­schlaf?

Seit ich 2005 nach Arn­stadt kam, bin ich immer wieder an dem ver­fal­lenden Milchhof vor­bei­ge­kommen und habe gedacht, schade, dass sich niemand um dieses so schöne und unge­wöhn­liche Indus­trie­denkmal kümmert. Der Zufall wollte es, dass schluss­endlich ich es wurde, der diese Aufgabe übernahm. Ich habe für Schüler:innen ein Foto­se­minar durch­ge­führt, bei dem es um die Gebäude des Archi­tekten Martin Schwarz ging. Für die Aus­stellung am Ende dachte ich mir, dass ja der Milchhof dafür der beste Ort sei, das archi­tek­to­nisch wich­tigste Gebäude von Martin Schwarz. Wir haben dann tagelang Müll und Schutt in Con­tainer geschafft und das Haus begehbar gemacht. Bei der Aus­stel­lungs­er­öffnung waren alle begeistert und mir blieb quasi nichts anderes übrig, als wei­ter­zu­machen. Ich hätte nie gedacht, dass aus einem Schul­projekt mal eine Lebens­aufgabe wird.

Was macht den Milchhof so besonders?

Der Milchhof ist für seine Zeit Hightech: Funk­tio­na­lismus und sozialer Anspruch ver­einen sich hinter einer hori­zon­talen Back­stein­fassade. Das Gebäude wurde 1928 als neue Pro­duk­ti­ons­stätte für eine Genos­sen­schaft von 80 Milch­bauern gebaut. Ein modernes Gebäude für ein gänzlich neues Produkt: die pas­teu­ri­sierte Milch. Der Funk­ti­ons­ablauf von der Anlie­ferung der Milch bis zur indus­tri­ellen Ver­ar­beitung lässt sich baulich nach­voll­ziehen.

Wie wird der Milchhof heute genutzt?

Der Milchhof und das dazu­ge­hörige Gelände sollen ein kul­tu­relles Zentrum für Arn­stadt werden. Bislang gibt es einen Raum mit 250 qm, der für Ver­an­stal­tungen aller Art genutzt werden kann. Dazu kommen vier Aus­stel­lungs­räume, die wir an junge Künstler:innen für jeweils ein Jahr ver­geben. Gemietet werden kann der Milchhof nur als Ganzes inkl. der Aus­stel­lungs­räume, sodass Gäste auch gleich­zeitig die Kunst erleben können. Derzeit bieten wir den Milchhof nur für Som­me­re­vents an, da es noch keine Heizung gibt. In Zukunft soll es aber für das ganze Jahr funk­tio­nieren.

Der Gast­geber: Der Fotograf Jan Kobel kam Anfang der 2000er Jahre nach Arn­stadt und blieb. Zusammen mit seiner Frau Judith Rüber, mit der er zahl­reiche Rei­se­bücher ver­öf­fent­lichte, sanierte er ein denk­mal­ge­schütztes Gebäu­de­en­semble mitten in Arn­stadt. In der ehe­ma­ligen Möller’schen Hand­schuh­fabrik betreiben sie gemeinsam seit 2005 das Hotel Stadthaus Arn­stadt.

Der Space: Der Milchhof Arn­stadt ist ein Bau­denkmal von inter­na­tio­nalem Rang und seit 1994 als Ein­zel­denkmal gelistet. Anlässlich des Bau­haus100-Jubi­läums wurde er von einer Fachjury 2018 als ein bedeu­tendes Bauwerk der Moderne in Deutschland aus­ge­wählt und in die „Grand Tour der Moderne in Deutschland“ auf­ge­nommen. Die 250 qm große ehe­malige Pro­duk­ti­ons­halle mit ihren 32 ver­schie­denen weißen Flie­sen­typen dient heute als Ver­an­stal­tungsraum für bis zu 150 Per­sonen. Der Milchhof wird suk­zessive reno­viert. Er ist geeignet für Tagungen, Aus­stel­lungen, Pro­dukt­prä­sen­ta­tionen oder Foto­shoo­tings.

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Milchhof Arn­stadt
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Space Milchhof Arn­stadt
Der Milchhof Arn­stadt ist ein Bau­denkmal mit Indus­triecharme, das als Kunst- und Kul­tur­zentrum viel Gestal­tungsraum für kreative Events ermög­licht.

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