Häuser

Unter­künfte von Architekt:innen für Rei­sefans ent­worfen: Unsere Sammlung hoch­wer­tiger Feri­en­do­mizile — auch via Karte. Kennen Sie schon unseren Neu­zugang?

Außer­ge­wöhn­liche Orte und Loca­tions finden — für Work­shops, Team­e­vents, Mee­tings, Yoga-Retreats oder private Feiern.

Magazin

In Rubriken wie Homes­tories und Insights hinter die Häuser blicken, Gastgeber:innen besuchen oder Posi­tionen zu aktu­ellen Themen lesen.

Shop

URLAUBSARCHITEKTUR ist das füh­rende Web­portal für archi­tek­to­nisch bei­spiel­ge­bende Feri­en­häuser. Wir geben auch preis­ge­krönten Cof­fee­table-Bücher heraus – diese sind im Buch­handel erhältlich und in unserem Shop.

Über uns

Was wir machen: ein beson­deres Netzwerk für besondere Häuser.

Wie funk­tio­niert Urlaubs­ar­chi­tektur?

Wie Sie mit Urlaubs­ar­chi­tektur Ihr Feri­en­do­mizil finden und wo Sie es buchen können.

Partner werden

Ihr Haus passt zu Urlaubs­ar­chi­tektur? Zeit, dass wir uns ken­nen­lernen!

Real Estate

For sale! Hier finden Sie unsere aktu­ellen Ver­kaufs­an­gebote. Angebote und Gesuche von span­nenden Immo­bilien.

News­letter

Jetzt für unseren News­letter anmelden.


Häuser

Unter­künfte von Architekt:innen für Rei­sefans ent­worfen: Unsere Sammlung hoch­wer­tiger Feri­en­do­mizile — auch via Karte. Kennen Sie schon unseren Neu­zugang?

Spaces

Außer­ge­wöhn­liche Orte und Loca­tions finden — für Work­shops, Team­e­vents, Mee­tings, Yoga-Retreats oder private Feiern.

Magazin

In Rubriken wie Homes­tories und Insights hinter die Häuser blicken, Gastgeber:innen besuchen oder Posi­tionen zu aktu­ellen Themen lesen.

Favo­riten

Ihre Merk­liste für span­nende Ein­träge.

News­letter

Jetzt für unseren News­letter anmelden.

Komm, wir retten ein Haus!

Immer wieder erhalten wir Anfragen von Partner:innen, wenn es um den Erhalt schüt­zens­werter Bau­sub­stanz geht. Hier finden Sie eine Zusam­men­stellung von Initia­tiven und Orga­ni­sa­tionen in Europa, die sich der Bewahrung und der Nach­nutzung ver­schrieben haben.

von Ulrich Stefan Knoll im Mai 2022

 Komm, wir retten ein Haus! in  /

Seit Jahren begleiten wir unsere Partner:innen bei neuen Pro­jekten, oft geht es dabei um schüt­zens­werte Bau­sub­stanz. Ihre Liebe zu denk­mal­ge­schützten oder vom Verfall bedrohten Häusern, Indus­trie­denk­mälern und modernen Klas­sikern sorgt immer wieder für erstaun­liche Wie­der­erwe­ckungen.
Manchmal bedarf es aber auch wei­ter­ge­hender Unter­stützung, För­derung und Beratung, wir erhalten hierzu regel­mässig Anfragen. Daher hier eine Zusam­men­stellung von Initia­tiven und Orga­ni­sa­tionen, die sich dem Erhalt und der Nach­nutzung ver­schrieben haben.

Deutsche Stiftung Denk­mal­schutz (Deutschland)

Die Deutsche Stiftung Denk­mal­schutz ist die größte private Initiative für Denk­mal­pflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 für den Erhalt bedrohter Bau­denkmale ein. Ihr ganz­heit­licher Ansatz reicht von der Notfall-Rettung gefähr­deter Denkmale bis hin zu bun­des­weiten Aktionen wie dem „Tag des offenen Denkmals“ (nächster Termin: 11. Sep­tember 2022). Zu besich­tigen ist dann etwa der Was­serturm Waren (im Bild unten). Die Stiftung fördert dank der Mit­hilfe von über 200.000 För­derern jährlich mehrere Hundert Pro­jekte.

Stiftung Indus­trie­denk­mal­pflege und Geschichts­kultur (Deutschland)

Mit der Stiftung Indus­trie­denk­mal­pflege und Geschichts­kultur wurde 1995 ein Instrument zur Bewäl­tigung des Struk­tur­wandels in Nord­rhein-West­falen geschaffen. Sie ist bun­desweit die einzige Stiftung, die sich für den Erhalt von hoch­ran­gigen Indus­trie­denk­malen ein­setzt — mit dem Ziel, diese vor dem Abriss zu bewahren, zu sichern, wis­sen­schaftlich zu erfor­schen, öffentlich zugänglich zu machen und sie einer neuen, denk­mal­ge­rechten Nutzung zuzu­führen.

Die Stiftung über­nimmt Indus­trie­denkmale in ihr Eigentum und gibt Impulse, die Relikte des Indus­trie­zeit­alters in Kon­zepte der Stadt­ent­wicklung und Land­schafts­planung, des Denk­mal­schutzes, der Wirt­schaft und des Tou­rismus ein­zu­binden.

Dem Thema Indus­trie­kultur widmen sich in Deutschland unter anderem auch Orga­ni­sa­tionen wie das Netzwerk Industrie.Kultur.Ost oder Zusam­men­schlüsse wie kulturfabriken.eu, an der unser Partner Dr. Jan Kobel vom Hotel Stadthaus Arn­stadt aktiv mit­wirkt und zum Schutz des Milchhof Arn­stadt (im Bild unten) einen Verein gegründet hat.

“Nichts ist so uncool wie Neu­bauten”

Dr. Jan Kobel, Fotograf und URLAUBS­AR­CHI­TEKTUR-Partner

Landmark Trust (Groß­bri­tannien)

1965 gegründet, ist The Landmark Trust eine der füh­renden bri­ti­schen Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tionen für den Erhalt von Gebäuden und weit über die Grenzen des König­reiches hinaus bekannt.

Obgleich ohne eigenes Stif­tungs­ver­mögen, verfügt The Landmark Trust über ein 500-köp­figes Team, das ein Hauptbüro unterhält und über regionale Mit­ar­beiter verfügt, die für den täg­lichen Betrieb der momentan 200 Gebäude zuständig sind.

Ziel ist es his­to­rische Gebäude zu retten, die Gefahr laufen, für immer ver­loren zu gehen. Diese “Wahr­zeichen” werden behutsam restau­riert und in Feri­en­un­ter­künfte für Selbstversorger:innen umge­wandelt. Die Ein­nahmen aus den Ver­mie­tungen unter­stützen wie­derum den Erhalt der Gebäude.

Seit seinen Anfängen hat der Landmark Trust einen beson­deren Ansatz für seine Gebäude gewählt. Anstatt ihnen Moder­nität auf­zu­drängen, wird der his­to­rische Cha­rakter eines Ortes her­vor­zu­heben. Von der Auswahl der Gebäude bis hin zu den Details ihrer Aus­stattung und Ober­flä­chen­ge­staltung soll die Schönheit his­to­ri­scher Struk­turen her­vor­ge­hoben werden, anstatt sie einfach nach modernen Gesichts­punkten umzu­ge­stalten.

Dabei werden die Gebäude nor­ma­ler­weise nicht gekauft, sondern im Ein­ver­nehmen mit Eigentümer:innen erworben, die nicht in der Lage sind, sie selbst zu retten.

Stiftung Ferien im Bau­denkmal (Schweiz)

Die im Jahr 2005 vom Schweizer Hei­mat­schutz gegründete Stiftung Ferien im Bau­denkmal ist eben­falls ein Projekt an der Schnitt­stelle von Tou­rismus und Denk­mal­pflege. Schweizweit über­nimmt die Stiftung dem Verfall aus­ge­setzte und vom Abriss bedrohte Bau­denk­mäler, restau­riert sie sanft und gibt ihnen als Feri­en­objekt eine sichere Zukunft.

Ähnlich wie bei The Landmark Trust werden die sorg­fältig restau­rierten Objekte der Öffent­lichkeit zu ver­nünf­tigen Preisen zugänglich gemacht. Durch das aktive Erleben von Bau­kultur wird die Ver­mittlung und Sen­si­bi­li­sierung für his­to­rische Bauten in den Vor­der­grund gestellt.

Ihr viel­fäl­tiges Angebot ergänzt die Stiftung mit Bau­denk­mälern im Eigentum Dritter und trägt durch deren Ver­mietung zu ihrem Erhalt bei. Aktuell umfasst das Angebot 50 Gebäude in allen Schweizer Kan­tonen. Etwa das Huberhaus im Ober­wallis (im Bild unten) oder das Tür­a­lihus in Grau­bünden (Titelbild).

Stiftung Edith Maryon (Schweiz)

1990 grün­deten drei junge Männer mit nur 12.000 Schweizer Franken eine gemein­nützige Stiftung «zur För­derung sozialer Wohn- und Arbeits­stätten» – und benannten sie nach Edith Maryon, einer eng­li­schen Bild­hauerin und engen Mit­ar­bei­terin Rudolf Steiners, die sich schon vor einem Jahr­hundert für ein soziales Wohn­bau­projekt enga­gierte.

Bis heute hat die in Basel behei­matete, gemein­nützige Stiftung Edith Maryon über 100 Pro­jekte rea­li­siert oder sicher­ge­stellt. Vor allem in der Schweiz und in Deutschland.

Die Non-Profit-Orga­ni­sation ent­zieht Grund, Boden und Lie­gen­schaften der Spe­ku­lation, stellt güns­tigen Wohn- oder Gewer­beraum sicher und unter­stützt soziale und kul­tu­relle Pro­jekte.

Wüs­tenrot Stiftung (Deutschland)

Im Frühling 1921 kam eine Gruppe von Idealist:innen zusammen, die drän­gende Pro­bleme der ent­beh­rungs­reichen Jahre nach dem 1. Welt­krieg lindern wollten. In Stuttgart grün­deten sie den Verein „Gemein­schaft der Freunde“, der sich laut Satzung „der auf rein gemein­nüt­ziger, boden­re­for­me­ri­scher Grundlage die Schaffung von Wohn­ge­le­gen­heiten und Alters­heimen für die All­ge­meinheit“ ver­pflichtete.

1924 nahm der Verein in Wüs­tenrot die Arbeit als Bau­spar­kasse auf. 1990 schließlich kehrte er zu seiner Aus­gangs­po­sition zurück und gestaltete sich zu einer Insti­tution mit Stif­tungs­cha­rakter um, die zeit­gemäß und zukunfts­ori­en­tiert dem Gemeinwohl dient.

Dabei kümmert sich die Stiftung seither um mate­ri­elles und imma­te­ri­elles kul­tu­relles Erbe. Zu den The­men­ge­bieten Denkmale, Zukunfts­fragen, Stadt & Land, Lite­ratur, Kunst & Kultur sowie Bildung kon­zi­piert und rea­li­siert sie eigene Pro­jekte und fördert Ideen und Vor­haben anderer gemein­nüt­ziger Insti­tu­tionen. Einen Schwer­punkt setzt die Stiftung auf Kul­tur­güter, die nach 1945 ent­standen sind.

Sonstige Emp­feh­lungen

Moderne Klas­siker wie das über eine Stiftung betriebene Haus Schminke, das zur Ber­liner Huf­ei­sen­siedlung gehörige, das von Bruno Taut ent­worfene Haus Tautes Heim und viele weitere neue wie alte Bau­denk­mäler finden bei uns Sie unter:

För­der­pro­gramme

Einen Über­blick über För­der­pro­gramme und För­der­or­ga­ni­sa­tionen in Deutschland gibt unter anderem die För­der­da­tenbank des Bun­des­mi­nis­te­riums für Wirt­schaft und Kli­ma­schutz.


Wir freuen uns über Hin­weise zu wei­teren Orga­ni­sa­tionen und För­der­pro­grammen, die wir in unserer Auf­stellung ergänzen können. Gerne als Kom­mentar auf diesen Beitrag oder über unser Kon­takt­for­mular.

Text: Ulrich Stefan Knoll, Juli 2022

Fotos: © Zeljiko Gataric (Titelbild), © Jan Kulke (1, 2,), © Dr. Jan Kobel (3, 4) © Bruno Helbling (5, 6)

7 Kommentare

Seite 1 von 2

In Bayern kümmert sich die Initiative KULTUR ERBE BAYERN um geschichts­trächtige Gebäude und Kul­tur­land­schafts­teile und machen diese zu leben­digen Orten. Die Initiative lebt vom Enga­gement ihrer Mit­glieder, frei­wil­ligen Helfer, Stifter und Spender. Vorbild ist der eng­lische National Trust. Mehr erfahren unter <a href=“https://www.kulturerbebayern.de” target=“_blank” rel=“noopener nofollow ugc”>www.kulturerbebayern.de</a>

Judith Schlumberger-Steger sagt:

Ich hätte in dem Zusam­menhang noch ein Berlin-spe­zi­fi­sches Netzwerk. Aller­dings handelt es sich hierbei nicht um eine finanz­kräftige Stiftung, sondern um ein Wissens- und Lob­by­netzwerk ehren­amt­licher Initia­tiven handelt, das aber seinen Schwer­punkt auf Bewahrung denk­mal­werter Anlagen legt. Im Sep­tember planen wir die Ver­öf­fent­li­chung einer Open Street Map-basierten Roten Liste bedrohter Bauten und Anlagen in Berlin. Hier haben wir knapp 100 Objekte erfasst und liegen derzeit in den letzten Züge der Vor­be­reitung und Ent­wicklung – und wir suchen noch weitere Mitstreiter/innen
Auf der Website des Kul­tur­er­beNetz findet ihr auch noch weitere Wis­sens­kom­pendien.

Hier klicken, um den Inhalt von kulturerbenetz.berlin anzu­zeigen.

Hier klicken, um den Inhalt von kulturerbenetz.berlin anzu­zeigen.

Hier klicken, um den Inhalt von kulturerbenetz.berlin anzu­zeigen.

Ben Buschfeld sagt:

Groß­artige Idee! Unser Verein kümmert sich darum, dass Klöster nicht leer­fallen und behutsam trans­for­miert werden: <a href=“https://zukunftkulturraumkloster.de/” rel=“nofollow ugc”>zukunftkulturraumkloster.de</a>

Ulrike Rose sagt:

In the Net­her­lands you have this orga­ni­sation which saves inte­resting and monu­mental houses:
https://www.hendrickdekeyser.nl
See for example https://www.hendrickdekeyser.nl/overnachten/alle-vakantiehuizen/huis-van-ravesteyn , a house by the modernist architect Sybolt van Raven­steyn

And you pro­bably know already the orga­ni­sation the iconic houses; https://www.iconichouses.org/

A. sagt:

Bei der Reno­vierung von Bau­denk­mälern benötigt man zur Ergänzung oder kom­pletten Erneuerung auch his­to­rische Bau­stoffe. In Deutschland gibt es den Unter­neh­mer­verband His­to­rische Bau­stoffe mit Sitz in St. Georgen. Auf der Inter­net­seite gibt es eine Auf­listung mit Mit­glieds­be­trieben, die über ganz Deutschland ver­teilt sind. U.a. gibt es hier Unter­nehmen die sich auf his­to­rische Dach­ziegel, Fein­steinzeug, Öfen, Die­len­böden, hand­ge­hauene Balken, his­to­ri­sches Fens­terglas, his­to­rische Beschläge aus allen mög­lichen Bau­zeiten uvm. spe­zia­li­siert haben.
In unseren denk­mal­ge­schützten Feri­en­häusern Ickelhaus 1, 2 und 3 haben wir fast aus­schließlich auf his­to­rische Bau­stoffe zurück­ge­griffen. Wenn die Woh­nungen einmal nicht ver­mietet sind, führen wir hier auch gerne unsere Kunden herein, damit sie das alte Bau­ma­terial auch im Wohn­kontext sehen können.

Ulm Winfried und Alexandra sagt:

Spe­ziell für die Umge­bin­de­häuser in der Ober­lausitz emp­fiehlt sich der Kontakt zur Stiftung Umge­bin­dehaus. Die haben zwar keinen großen För­dertopf, aber einen beacht­lichen Wis­sens­schatz und ein sehr hilf­reiches Netzwerk für Häuser und Bau­ma­te­rialien.

Christina Umbreit sagt:

In Italien gibt es: FAI, Fondo per l‘ambiente Ita­liano. So ähnlich struk­tu­riert wie “Stiftung, Ferien im Bau­ernhof CH”. Gruß, G.Matten, Villa Boffa

Matten Günter sagt:

Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem * markiert
Bei Buchungsanfragen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweiligen Vermieter. Wie funktioniert URLAUBSARCHITEKTUR? Lesen Sie unsere FAQ.