Kuća Fotografa

Das kleine Steinhaus im kroatischen Fischerort Novigrad ist als „Haus des Fotografen“ bekannt. Nikica Karavida, der während der 1920er- und 1930er Jahre der erste öffentliche Fotograf der Region war, hatte hier sein Wohnhaus und Studio. Während des Krieges in Kroatien wurde das Haus zerstört und stand bis zum Jahr 2015 leer. Der Künstler und Designer Boris Kajmak hat das Haus renoviert und zu einem Ferienhaus für zwei Personen umgestaltet. Durch den respektvollen Umgang mit der alten Bausubstanz sowie die Verwendung lokaler Materialien und alter Möbelstücke wurde der ursprüngliche Charakter des Hauses bewahrt. Zeitgenössische Elemente, wie die um die Badewanne verlegten dreidimensional wirkenden Würfel-Fliesen, wurden behutsam integriert. Einen ungewöhnlichen Wandschmuck bilden die über Putz verlegten Kabel und Leitungen in ihrer geometrischen Anordnung. Unkonventionell ist ebenfalls die Seilzugkonstruktion der Bodenklappe mit einem großen Steinblock als Gegengewicht. Als Hommage an Nikica Karavida finden sich überall im Haus seine Fotografien. Im Gegensatz zu der zurückgezogenen, privaten Atmosphäre der Innenräume öffnet sich der Hof zu den Nachbargebäuden und bildet einen geselligen Treffpunkt.

Bilder von Tom de Gay


Aktivitäten

Schwimmen, Wandern, Radfahren, Kajakfahren, Angeln

Warum wir dieses Haus mögen

Renovierung mit künstlerischer Ansatz. Ein einfaches und rustikales Haus mit viel Charakter und ungewöhnlichen Details.

Gastgeber

Besitzer Foto

Boris Kajmak ist ein kroatischer interdisziplinärer Künstler und Designer, der künstlerischen Denkens und Architektur miteinander verbindet. Sein kreativer Prozess beginnt - wie bei Kuća Kamena - mit dem Endprodukt: der Nutzung des Raumes. Bei der Renovierung definieren nicht greifbare Elemente wie Geräusche, Gerüche und Licht die Struktur.
Basierend auf seinem konzeptionellen Ansatz hat er Skulpturen, Design und architektonischen Werke geschaffen, die seit 1999 international ausgestellt worden sind. Nach dem Studium der Druckgrafik an der Akademie der bildenden Künste, Universität Mostar (Bosnien-Herzegowina) im Jahr 2004, erlangte er einen zusätzlichen MA am Central Saint Martins College für Kunst und Design im Jahr 2005, London (UK). Boris Kajmak lebt und arbeitet zurzeit in Rom.


Details zum Objekt

Ort: HR - Kroatien, Dalmatien, Novigrad

Name: Kuća Fotografa

Lage: In der Altstadt des kleinen, sehr idyllisch am Wasser gelegenen Fischerdorfes

Typ: Haus

Personenanzahl: geeignet für 2 Personen

Architektur: historisch, alt & neu

Fertigstellung: 2016

Design: Boris Kajmak, Berlin

Besonderheiten: Das ebenfalls von Boris Kajmak umgebaute Kuća Kamena liegt nur ein paar Meter entfernt.

Kategorisiert in

1-2 (Haus/Wohnung), alt & neu, Haus, historisch, HR - Kroatien, Kunst, Meer, See/Fluss, Strand, urban, Wandern


5 Kommentare

Stefan S. sagt:

Wir hatten herrliche zwei Wochen im Kuca Fotografa, diesem von Boris so wundervoll restaurierten und eingerichteten, kleinen Haus mit den vielen Details im kleinen, verschlafenen Fischerdorf. Der freundliche Kontakt zu Boris, zu Antonija vor Ort – mit der Möglichkeit mit Ihr und Familie einen Bootsausflug zu machen, ein Gespräch mit den Nachbarn im Innenhof, all dies ist mehr als ein Urlaub in einem beliebigen, nur eben schönen Haus. Auch bietet sich Novigrad als Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge an. Alles kann, nichts muss. Ein idealer Ort um zu entspannen.

Franziska sagt:

Schon seit 2 Jahren waren wir verliebt in das kleine Häuschen, aber immer war jemand schneller und hatte Kuca Fotografa schon für sich reserviert. Diesen Sommer aber klappte es und wir fuhren für zweieinhalb Wochen nach Novigrad. Zum ersten Mal total unvorbereitet, wir wussten gar nicht so recht, was uns dort erwarten würde. Nur, dass Winnetou in der Gegend gedreht worden war. Erstaunlich, dass wir trotz unserer Ignoranz dann doch noch fünf Tage vor unserem Eintreffen registriert haben, dass es sich um das dalmatinische Novigrad handelt. Denn Kroatien hat ganze vier Novigrads im Angebot. (Wie wir später erfahren haben, ist das ein häufiges Missverständnis und einige landen tatsächlich in Istrien.) Wir sind uns nicht ganz sicher, woran es liegt, dass wir so schnell loslassen konnten: War es unser Unvorbereitetsein, der Charme des verschlafenen und zauberhaften Städtchens Novigrad, das Häuschen, das Boris ausgesprochen liebevoll instandgesetzt und eingerichtet hat, vielleicht aber auch Antonija, die sich immer aufmerksam um unsere Anliegen gekümmert hat, oder doch die Herzlichkeit unserer Nachbarn, die uns mit offenen Armen in ihren Kreis aufgenommen haben? Keiner der Punkte wäre wegzudenken aus diesem wirklich perfekten Aufenthalt. Danke für alles, wir kommen wieder!

Beate+Michael sagt:

Wir kennen und lieben sowohl die kucakamena als auch jetzt die kucafotografa: beide sind so schön! Zierliches Meissen und wunderbares Holz, behauener Stein und weißes Leinen-lokaler Wein, Olivenöl und frisches Brot – und dann vielleicht noch ein fangfrischer Fisch: Perfekte Ferien

Funmi & Tilo Bello sagt:

We stayed at Ku?a Fotografa for two weeks during August with our 6 months old daughter. We still remember the moment we arrived at the house. We instantly felt at home and were stunned by the beauty of the place. The attention to detail and the love for traditional craftsmanship found here are incredible. Every single piece, from tiles to cutlery, seems to have been selected with purpose and merges into one composition. Each morning we woke up to a perfectly arranged pattern of natural light on the stone walls which contributed to this special atmosphere. These massive walls also keep the house pleasantly cool during daytime and the patio is the perfect outdoor living room at night. We just love this place and are longing to come back to Novigrad, where time is actually moving a little slower than where we are from :)

Hedi Reuther sagt:

Nach zweimaligen Besuch in kucakamena waren wir im Oktober 2016 in kucafotografa und tauchen als erstes in die wunderbare Badewanne ein, da draußen sintflutartiger Regen ans Haus prasselte. Dann wurde auch der Bollerofen in Gang gesetzt und bald war es warm und gemütlich.
Der nächste Tag war wieder strahlend blau und der Cappuccino an der Uferstraße ließ den neuen Tag beginnen. Auch ein Morgenbad im Meer war drin, allerdings nur für finnlanderprobte Reisende. Wir kommen wieder.

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