Unterkünfte von Architekt:innen für Reisefans entworfen: Unsere Sammlung hochwertiger Feriendomizile — auch via Karte. Kennen Sie schon unseren Neuzugang?
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Im Winter wünscht man sich Wasser lieber in gefrorener Form – und einen perfekten Ausblick darauf aus einem passenden Haus. Hier gibt es gleich acht Stück davon.
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Im Winter wünscht man sich Wasser lieber in gefrorener Form – und einen perfekten Ausblick darauf aus einem passenden Haus. Hier gibt es gleich acht Stück davon.
im November 2025
Skifahren neu gedacht
Man muss im Winter nicht immer auf Brettern im Schnee unterwegs sein: Am Wörthersee kann man die Winterferien auch auf dem Wasser verbringen – zum Beispiel beim SUP-Paddeln oder Wasserskifahren auf dem See, was hier auf Anfrage auch den Winter über angeboten wird.
Aber seien wir ehrlich: Selbstverständlich fährt man nicht nur zum winterlichen Wasserski-Erlebnis in den Süden von Österreich – sondern auch, weil dieses Haus ein sehr lohnendes Ziel ist. Auf zwei Geschossen unter einem Satteldach kommen traditionelle Anmutung und moderne Offenheit zusammen – mit Platz für bis zu sechs Personen. Außen wie innen zeitlos-reduziert gestaltet, dominieren Sichtbeton und Lärchenholz. Die offene Küche mit Essplatz mit Übergang zum Wohnraum bildet das kommunikative Zentrum, Panoramafenster öffnen den Blick in die Natur – und die strahlt große Ruhe aus, ob nun mit Schnee oder ohne. Oben lädt eine helle Galerie mit „schwarzem Kern“ zum Rückzug ein. Falls man beim winterlichen Wasserskifahren doch in den See gefallen sein sollte, hilft die Sauna zuverlässig beim Wieder-Warm-Werden.
Dieses Haus liegt nicht nur inmitten von beeindruckender Natur – es ist selber gewissermaßen aus dem gleichen Holz geschnitzt. Genau genommen aus regionaler Fichte. Filzvorhänge aus Schafwolle geben dazu wohlige Wärme. Aber nicht nur deshalb ist es perfekt für den Winterurlaub.
Denn natürlich bietet der Urlaubsort Mellau in Vorarlberg mehr als tolle Architektur in Gestalt dieser beiden Häuser für insgesamt bis zu 14 Personen. Denn das Dorf Damüls – zu dessen Skigebiet auch Mellau gehört – hat 2006 den Titel als schneereichster Ort der Welt erhalten. Ob der Klimawandel dieses Versprechen eventuell dahinschmelzen lässt, lässt sich aus der Ferne nicht überprüfen. Sicher ist: Bis dato hat kein anderer Ort dem Dorf im Bregenzerwald offiziell den Rang abgelaufen. Kinder lernen das Rutschen auf zwei Brettern hier bei Gratis-Skikursen. Das Ferienhaus Islen ist auf Gäste, die gern Ski fahren, langlaufen oder rodeln übrigens bestens eingestellt: Im Erdgeschoss gibt es eine Schleuse, wo nasses Sportgerät und Kleidung perfekt trocknen können. Und im Obergeschoss wartet auf die erschöpften Wintersportler eine Sauna.
Das perfekte Winterziel, wenn man Architektur, Schnee und Entspannung mag, ist natürlich Vals in Graubünden. Schon, weil Peter Zumthors Therme lockt wie eh und je. Und weil man dort in Ferienhäusern vom gleichen Baumeister residieren kann. Und weil Schnee in diesem entlegenen Tal so ziemlich garantiert ist. Das sind jede Menge gute Argumente.
Das Oberhus, das Türmlihus und das Unterhus liegen etwas oberhalb von Vals im Dorf Leis und sind ein Ergebnis von Zumthors langjähriger Auseinandersetzung mit der Typologie der Bündner Bauernhäuser. Hier zu wohnen, lädt die Gäste ebenfalls zur Beschäftigung mit der hiesigen Baukultur ein. Das muss man allerdings nicht ganz alleine leisten: Das Tourismusbüro Vals bietet auch Architekturführungen im Dorf an. Ach so, und dann ist da natürlich noch der Schnee: Von Dezember bis Anfang April sind die Pisten geöffnet, dazu gibt es auch eine Eisfläche mit Schlittschuh- und Eisstockverleih. Und dann wäre da natürlich die legendäre Therme, aus der man sich – im warmen Wasser entspannend – die verschneiten Hänge sinnend besehen kann.
Dort wo der Inn die Grenze zwischen Deutschland und Österreich markiert, liegt das Holzhaus am Auerbach – und hier kann man sich dem Alltag tatsächlich ein bisschen entrückt fühlen: Das Haus ist nur vier Meter breit und steht auf einer Art Sockel, der eine Garage beherbergt. Sowohl Möbel als auch Installationen und Küchengeräte im Haus sind von allerhöchster Qualität.
Warum dann also das Holzhaus am Auerbach während des Urlaubs überhaupt noch verlassen? Na, weil drumherum herrlichstes Winterwetter zum Erleben unterschiedlicher Grenzen einlädt. Zum Beispiel, indem man auf Skiern die Nacht zum Tag macht – schließlich erhielt der hiesige Hausberg Hocheck schon mehrmals die Auszeichnung als bestes Nacht-Skigebiet. Falls es ein bisschen Nervenkitzel ohne Skier sein soll, kann man sich auch für Winter-Canoying entscheiden, bei dem man sich über Seilrutschen durch eine bizarre Winterlandschaft bewegt. Im Gegensatz zum klassischen Canyoning passiert das nicht im Wasser, sondern indem man über Felsblöcke mit Schnee und Eis klettert. Falls einer der maximal vier Gäste auf so viel Aufregung nicht so richtig Lust hat, geht er / sie sich einfach in der wohligen Wärme der Außensauna im Garten entspannen. Und genießt den Blick auf die Berge in der Ferne.
Natürlich muss es in den Winterferien nicht immer Ski Alpin sein. Aber was, wenn doch? Im Halbhaus in Andermatt darf es immer Ski Alpin sein: Morgens macht man sich parat, nimmt die Ski und läuft zwei Minuten bis zur Seilbahn. Und gleitet abends auf Brettern wieder zurück bis vor die Haustür – hinein in ein Märchen aus Alt und Neu.
Das Halbhaus stammt aus dem Jahr 1780 und brannte vor 40 Jahren zur Hälfte nieder – an dieser Stelle entstand (wie romantisch!) ein Parkplatz. Die andere Hälfte renovierte der Londoner Architekt Jonathan Tuckey mit viel Feingefühl für sich und seine Familie – und zum Vermieten. Schon deshalb weckt das Haus auch wirklich ein „Zu-Hause-Gefühl“, und zwar für bis zu sechs Personen. Aber die kommen doch vor allem in die Zentralschweiz, um die Pisten zu genießen – richtig? Da trifft es sich gut, dass zwei Minuten Fußweg vom Haus entfernt die Talstation der Seilbahn liegt, die einen bis auf den 2962 Meter hoch gelegenen Gemsstock transportiert – immerhin der Berg mit der größten Rundsicht der Zentralschweiz. Satte 80 Pistenkilometer bietet das Skigebiet Andermatt-Sedrun-Disentis. Und obwohl es dabei nicht ums Skifahren gegangen sein kann, schwärmte schon der alte Goethe von Aufenthalten in Andermatt.
Ein Neubau, der die Typologie der Allgäuer Scheune neu interpretiert – das ist das Objekt, in dem sich die beiden Chalets Lara und Louise befinden. Gänzlich aus lokaler Fichte gefertigt, kommt das Holz auch im Inneren zu Ehren. Durch die großen Fenster schaut man hinaus auf die verschneite Landschaft.
Und die bietet im Winter viele Möglichkeiten, Schnee und Eis zu genießen. Das gesamte Standard-Repertoire – Ski Alpin, Langlaufen, Schneeschuhwandern und Rodeln – ist hier möglich. Dazu jede Menge Kultur: Schloss Neuschwanstein liegt gleich um die Ecke, Hohenschwangau ebenso. Und viele Barock- und Rokokokirchen. Fürs Abendessen kann man in einer der zahlreichen Käsereien, Metzgereien und Bäckereien der Region einkaufen – oder man genießt die wärmende Allgäuer Küche in einem der zahlreichen Traditionsrestaurants rund um den Forggensee. Auch für warmes Wasser ist gesorgt – in der „Königlichen Kristall-Therme“ in Schwangau genießt man am besten selbiges ausgiebig und macht dabei die Augen zu.
In der Umgebung der Königswarte Strata gibt es so ziemlich nichts, was im Winter nicht geht – zum Beispiel beginnen die Skipisten für den Langlauf hier direkt an der Haustür. Dazu kommen allerdings noch andere Möglichkeiten – zum Beispiel Eislaufen oder Eisstockschießen.
Zurück in einer der Ferienwohnungen der Königswarte Strata hat man die volle Auswahl, wie man die Zeit nach dem Aktivsein draußen verbringen mag: im ausgedehnten Wellnessbereich mit Bio-Kräutersauna und Bergkristall-Aromadampfgrotte? Im Schwimmbad mit Kinderbecken? Oder bei einem Enzian-Murmeltier-Ölbad? Vielleicht einer Vita-Zirben-Massage oder einer Gesichtsbehandlung mit Goldmaske auf Pilzbasis? Das Beste: Hier hat man wirklich Zeit dafür, denn trotz Ferienwohnung kann man das Kochen getrost anderen überlassen – dank des angeschlossenen Hotels Rainer ist Halbpension möglich. Oder man macht es sich einfach mit einem guten Buch auf dem Sofa gemütlich. Auch Eltern haben hier wirklich die Wahl, denn die Anlage bietet zu jeder Jahreszeit Kinderbetreuung an.
Mehr Panorama geht wirklich nicht: Auf 1314 Meter Höhe gelegen, blickt man aus diesem Haus über das Pustertal bis hin zu den Dolomiten. Da muss man das Haus gar nicht verlassen, um immer wieder Neues zu entdecken – auch abseits von klassischen Wintersportarten auf Skiern oder Kufen.
Auch in Südtirol muss man im Winter nicht unbedingt ein Pisten-Liebhaber sein, um den Schnee zu genießen. Zum Beispiel locken hier im Winter mehrere Festivals – eins für Schneeskulpturen beispielsweise und eins fürs Ballonfahren. Dank letzterem kann man im Januar in luftiger Höhe über die weiße Landschaft gleiten. Einen Monat später, im Februar, lohnt es, die Südtiroler Fasnachtsbräuche mit ihren archaischen Umzügen mitzuerleben. Aber auch im Dezember lohnt eine Reise nach Südtirol, denn in vielen Dörfern lassen sich kleine, aber feine Weihnachtsmärkte entdecken. Zurück im Haus, lässt sich der Winter auf andere Art genießen: Man bestückt den Kamin mit dem reichlich vorhandenen Holz und lauscht dem Knistern der Scheite. Man kocht sich etwas in der gut ausgestatteten Küche oder verlagert das Kochen dank Raclette-Gerät sozusagen kurzerhand in die Gemeinschaft und an den Tisch.
Text / Zusammenstellung: Barbara Hallmann & Anne-Birga Niepelt
Fotos: Iuliu Illes Lal via unsplash.com (Titelbild), Markus Rohrbacher Photography (Heumond), Adolf Bereuter (Ferienhaus Islen), Ralph Feister (Zumthor Ferienhäuser), Florian Holzherr (Holzhaus am Auerbach), James Brittian (Halbhaus), Michael Mährlein (Lara und Louise), Alex Filz (Königswarte Strata), Gustav Ludwig Willeit (Panoramahaus 1314)
Anne-Birga Niepelt
Anne-Birga Niepelt ist im URLAUBSARCHITEKTUR-Team als Online Producerin tätig. Nach ihrer Ausbildung im Handwerk studierte sie Innenarchitektur.
Barbara Hallmann studierte in Weimar und Lyon und absolvierte ein Volontariat bei der ARD. Seit 2009 widmet sie sich schreibend den Themen Architektur, Städtebau und Design. Daneben entwickelte sie ein gehobenes Boutique‑Gästekonzept und war mitverantwortlich für die erfolgreiche Identitätskampagne einer bislang wenig sichtbaren Slow‑Travel‑Destination. Sie lebt in Deutschland und Frankreich – und lässt sich beim Reisen gern von Geschichten finden.
Der Bregenzerwald ist bekannt für seine modernen Holzbauten und die hochwertige Handwerkskultur. Ein Beispiel dieser Innovation und Tradition verbindenden Architektur ist das Haus Islen in der Gemeinde Mellau.
Das Andermatt Chalet inmitten der Altstadt des Schweizer Bergdorfes ist auch unter dem Namen „Halbhaus“ bekannt. Seine zweite Hälfte wurde vor mehreren Jahrzehnten durch ein Feuer zerstört und ist vor 40 Jahren durch einen Parkplatz ersetzt worden.
Der Name Heumond ist eine Reminiszenz an das sommerliche Leben auf dem Land. Die moderne Interpretation eines traditionellen Holzhauses liegt umgeben von duftenden Heufeldern und Magerwiesen auf einem sonnigen Plateau unweit des Wörthersees.
Nur vier Meter breit ist das Ferienhaus im oberbayerischen Inntal, dafür bietet das massive Holzhaus fünf Ebenen, die halbversetzt übereinander gestapelt liegen. Ein Kaminofen und die Lehmwände sorgen für eine gemütliche Atmosphäre.
Strata in den Südtiroler Dolomiten ist ein Musterbeispiel für innovative alpine Architektur, die Design und Natur perfekt in Einklang bringt. Das mit Lärchenholz umwickelte Haus bietet wunderschöne Ausblicke auf die Berge.
Natürliche Konsequenz: Les Chalets Lara & Louise am Forggensee interpretieren den Archetyp der traditionellen Scheune neu – mit Fokus auf heimisches Holz, alpinen Weitblick und Sonnenstunden im Laubengang.
Auf 1314 Meter Höhe ragt das Panoramahaus 1314 aus dem dunkelgrünen Nadelwald hoch oben am Berg von St. Lorenzen, um von hier aus alle Höhepunkte der Südtiroler Landschaft in den Blick nehmen zu können.
In den Bergen oberhalb von Vals in Graubünden, auf 1500 Metern Höhe, hat Architekt Peter Zumthor drei Holzhäuser gebaut, die sich perfekt in den Weiler mit altersschwarzen Holzbauten integrieren.
Majestätische Olivenbäume, gerundete Steinmauern, imposante Gewölbe und wilde Kräuter: Corni di Fiasco ist ein apulisches Arkadien im engen Austausch mit der Natur, dem Licht und den Materialien der Region.
Im Boitzenburger Land entstanden in einem Siedlerhaus aus den 1940er Jahren zwei minimalistische Ferienwohnungen – lichtdurchflutet, offen in alle Richtungen. Drumherum fünftausend Quadratmeter Garten und in der Nähe ein Waldsee. Wie schön!
Im Tiroler Bergdorf Steinberg am Rofan, dem „schönsten Ende der Welt“, liegt der 400 Jahre alte Mesnerhof-C und verbindet behutsame Sanierung mit einer Vision für gemeinschaftliches Leben und Arbeiten – eingebettet in eine eindrucksvolle Bergkulisse.
Der Regisseur und Filmemacher Nahuel Lopez begibt sich mit seinem Format qoup studio gerade auf eine neue Reise und macht zeitgenössische Architektur in kurzen Videos unmittelbar erfahrbar. Teil 1 der neuen Staffel sehen Sie hier!
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