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(Schlicht) Opulent.

Manchmal sind es gerade die verspielten Elemente, die eine Unterkunft ausmachen. Oder die Kontraste von historischen Details und zeitgemäßem Interieur. Wir stellen einige Domizile vor, deren Dekor uns besonders ins Auge gefallen ist.

im August 2024

 (Schlicht) Opulent. in  /

Schlicht zau­berhaft

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(Schlicht) Opulent.
Frank­reich Château de Sibra
Im Château de Sibra, gelegen im süd­fran­zö­si­schen Lagard inmitten der hüge­ligen Aus­läufer der Pyrenäen, taucht man ein in ein geschichts­träch­tiges, ja beinahe mär­chen­haftes Ambiente. Das umfassend reno­vierte Schloss bietet mit fünf „Chambres d’hôtes“, drei kom­for­tablen Woh­nungen und einem Feri­enhaus Platz für Paare, Familien oder Gruppen. Die Mischung aus his­to­ri­schen Ele­menten und moderner Ein­richtung begeistern nicht nur Design- und Kunstliebhaber:innen: Alte Wand­ma­le­reien, florale Tapeten, Stuck­decken, raumhohe Flü­gel­türen und ver­zierte Kamin­simse treffen auf stil­volle Desi­gner­stühle, far­ben­frohe Tex­tilien und moderne Kunst­werke. Und der umge­bende Schlosspark mit Blick auf die Pyre­nä­en­gipfel ist schlicht: zau­berhaft.

Char­mante Kom­bi­nation

volkshaus basel
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(Schlicht) Opulent.
Schweiz Volkshaus Basel
Das Volkshaus Basel hat über die Jahr­hun­derte hinweg ver­schiedene Nut­zungen erfahren – mit der Neu­ge­staltung knüpfen Herzog & de Meuron an die His­torie an und haben das Hotel mit ins­gesamt 45 Zimmern und Suiten sowie die ange­schlossene Bar & Bras­serie und die Ver­an­stal­tungssäle mit Rück­sicht auf die his­to­rische Bau­sub­stanz reno­viert. Wo immer möglich, wurden die ursprüng­lichen, prä­genden Stil­ele­mente rekon­struiert und mit zeit­ge­nös­si­schem Inte­rieur kom­bi­niert: So trifft das eigens ent­worfene Mobiliar auf grauen Ter­razzo und zarte Tapeten mit Radie­rungen aus dem 17. Jahr­hundert – das ovale Fenster über dem Eingang wurde an meh­reren Stellen als Stil­element auf­ge­griffen. Die Ver­bindung von Groß­zü­gigkeit mit der Reduktion auf das Wesent­liche schafft ein unauf­geregt läs­siges Ambiente.

Detail­ver­liebt

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Italien Gasthof zum Riesen
Seit dem 14. Jahr­hundert schon steht der Gasthof zum Riesen, ehemals eine Pil­ger­her­berge, im Dorf­zentrum von Tarsch in der Süd­ti­roler Region Vint­schgau. Das mit viel Liebe zum Detail reno­vierte Steinhaus bietet ein stim­miges Mit­ein­ander von his­to­ri­scher Bau­sub­stanz und modernen Ele­menten: Die vor die Ost­fassade gesetzten Lär­chen­holz­latten refe­ren­zieren auf den früher hier befind­lichen Stadl und ver­leihen dem Gebäude gleich­zeitig ein modernes Äußeres. Im Innenraum findet man zahl­reiche Wand- und Decken­ma­le­reien, ver­zierte Tapeten, alte Kachelöfen und Schränke sowie alte Die­len­böden – von der Archi­tektin ent­worfene Holz­möbel ergänzen das alte Mobiliar in den neun Gäs­te­zimmern.

Eklek­tische Mischung

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Deutschland Fak­to­renhaus
Das denk­mal­ge­schützte Fak­to­renhaus in der Ober­lausitz, ein für die Gegend rund um Görlitz typi­sches his­to­ri­sches Umge­bin­dehaus, wurde 1831 von einem Tuch­händler gebaut – und bietet heute auf 260 Qua­drat­metern ein beson­deres Ambiente für eine Auszeit, ob für große Familien oder Gruppen. Die Archi­tektur des alten Hauses ver­bindet Stil­ele­mente ver­schie­dener Epochen, von Barock über Klassik bis hin zu Art Déco: Gewöl­be­decken, offen­lie­gende Holz­balken und Kas­ten­fenster treffen auf zarte Tapeten und his­to­rische Wand­ma­le­reien. Auch das Inte­rieur kom­bi­niert antikes Mobiliar und Möbel aus den 1960er Jahren mit modernen Design­stücken und zeit­ge­nös­si­scher Kunst – eine span­nende eklek­tische Mischung.

Hommage an die Grün­derzeit

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Deutschland Villa Auguste
Schon beim Anblick von außen ver­zaubert einen die Villa Auguste. In der Uckermark: Gelegen in einem park­ähn­lichen, von einer Back­stein­mauer ein­ge­fassten Garten wurde die Grün­der­zeit­villa um 1905 von einem Ber­liner Indus­tri­ellen gebaut. Ver­schie­dener Nut­zungs­phasen zum Trotz hat das Gebäude seinen Charme bewahrt: Stuck­decken, Kas­set­ten­türen und ‑fenster und ein Meissner-Kachelofen erinnern an seine Geschichte, ein­zelne neue Ele­mente wie die Arma­turen aus unpo­liertem Messing in den Bade­zimmern oder auch Tapeten und Boden­fliesen mit Natur­mo­tiven passen sich dem Stil der Erbau­ungszeit an. Der modern inter­pre­tierte Land­hausstil, aus­ge­suchte Vintage-Möbel und eine fein­sinnig abge­stimmte Farb­ge­staltung setzen Akzente und unter­streichen das Flair der Villa.

Bau­ernhaus mit See­blick

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Deutschland Am Roseneck
Vom ein­ge­wach­senen Garten des denk­mal­ge­schützten Bau­ernhaus Am Roseneck hat man einen direkten Blick auf den Chiemsee – in wenigen Geh­mi­nuten erreicht man den schönen Bade­strand sowie den Boots­an­leger von Prien. Der his­to­rische Teil des zwei­hundert Jahre alten Hofs wird als Feri­enhaus für bis zu vier Per­sonen ver­mietet und bietet eine gelungene Mischung aus his­to­ri­scher Bau­sub­stanz und modernem Inte­rieur: Lindgrün lackierte Holz­türen greifen das Grün der Fens­ter­läden auf und schaffen eine helle Atmo­sphäre, schlichte Möbel schaffen einen schönen Kon­trast zu den his­to­ri­schen Wand­ma­le­reien, den Gewöl­be­decken und Kas­ten­fenstern sowie den alten Boden­dielen.

Wohnung im Palazzo

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Italien Principe Amedeo
His­to­ri­schen Charme und authen­ti­sches süd­ita­lie­ni­sches Lebens­gefühl – das ver­mittelt die im ersten Stock des Palazzo Nobile gelegene Wohnung mit dem klin­genden Namen Principe Amedeo. Das Gebäude wurde an die aus dem 17. Jahr­hundert stam­mende kleine Kirche San Gio­vanni Bat­tista angebaut – für his­to­ri­sches Flair sorgt neben den Wand­ma­le­reien, den alten Fliesen und dem antiken Geländer im Trep­pen­aufgang ins­be­sondere die 6,5 Meter hohe „volta a stella“: eine sich stern­förmig nach oben wöl­bende Decke im Schlaf‑, Ess- und Wohn­zimmer. Von der großen Dach­ter­rasse mit Außen­küche hat man einen wun­der­schönen Blick auf den his­to­ri­schen Kern der apu­li­schen Stadt Galàtone.
principe amedeo

Moderne Kunst im his­to­ri­schen Trep­penhaus

denkmal karlstadt
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Deutschland Denkmal Karl­stadt
Denkmal Karl­stadt — das denk­mal­ge­schützte Fach­werkhaus liegt nahe der alten Stadt­mauer im unter­frän­ki­schen Karl­stadt am Main. Erbaut im Jahr 1576 beher­bergt es nach einer auf­wän­digen Sanierung heute ein Café und zwei Feri­en­woh­nungen. Viele erhaltene his­to­rische Details wie das Dach­gebälk, alte Holz­türen und ‑fenster mit antiken Glas­ein­sätzen sowie Teile alter Wand­ma­le­reien ver­binden sich ebenso kon­trast­reich wie har­mo­nisch mit modernen Ein­bauten wie den neuen Küchen­ele­menten. Einen beson­deren Blickfang bietet das neue Trep­penhaus: Das von den Künstlern Thomas Lange und Mutsuo Hirano in kräf­tigen Farben gestaltete drei­di­men­sionale Kunstwerk inte­griert his­to­rische Bau­teile wie ein altes Schie­be­fenster und schafft damit eine gelungene Ver­bindung der His­torie mit dem Heute.

Mit­tel­alter und Beton

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Deutschland Zum Egle 1336
Im Zum Egle 1336 in der his­to­ri­schen Alt­stadt von Kon­stanz ver­binden sich Mit­tel­alter und Moderne auf beinahe mär­chen­hafte Weise: Offen­lie­gendes Fachwerk, unver­putztes Mau­erwerk und mit­tel­al­ter­liche Wand­ma­le­reien treffen auf zarte Farben, gerad­linige Holz­möbel, farbige Tep­piche und schlichte Design­stücke. Im Zuge der Sanierung des im zweiten Stockwerk eines denk­mal­ge­schützten Hauses lie­genden Bed & Breakfast wurden die Spuren der Ver­gan­genheit wieder frei­gelegt und als sichtbare Ele­mente in die Gestaltung der Räume inte­griert: In den Gäs­te­zimmern bilden die rohen Wände mit Resten von Blu­men­ta­peten und alten Hei­li­gen­bildern einen har­mo­ni­schen Kon­trast zum aus­ge­suchten, modernen Inte­rieur und dem mini­ma­lis­ti­schen Bade­zimmer im neuen inneren Kern des Hauses.
zum egle 1336

Text / Zusam­men­stellung: Tina Barankay

Fotos: Jean­nette Corbeau (Titelfoto — Château de Sibra), Stöh Grünig (Château de Sibra), Robert Rieger (Volkshaus Basel), Damian Pertoll (Gasthof zum Riesen), Jörg Sima­nowski (Fak­to­renhaus), Daniela van Eickels (Villa Auguste), Martin Hirner (Am Roseneck), Ramón Volkart (Principe Amedeo), Jochen Schreiner (Denkmal Karl­stadt), Patrick Pfeiffer (Zum Egle 1336)

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